02.
2007
Frauen NLA: Zu spätes Erwachen
Träge und energielos
Dass nach 12 gespielten Minuten in der Gewerblichen Berufsschule bereits 0:1 für
den UHC Höfen steht, hätte wohl vor Beginn der Partie kaum jemand gedacht. Doch
wer die träge und lustlos agierende Truppe von Aldo Casanova und Janos
Lottenbach an diesem Samstagabend auftreten sah, wussten den Grund dafür. Zu
wenig Einsatz und zu wenig Leidenschaft steckte im Spiel der Churerinnen.
Gerecht also, dass Höfen Akteurin Kupferschmied ihr Team in der 12. Minute mit
0:1 in Front schoss. Fünf kurze Minuten später gelang den Gastgeberinnen zwar
durch einen schön herausgespielten Treffer von Andrea Streiff den Ausgleich,
zufrieden durfte die Frauschaft aber ganz und gar nicht sein.
Durchhänger pur
Wer nun auf Besserung hoffte, wurde bitter enttäuscht. Ein Überzahlspiel zu
Beginn des zweiten Spielabschnittes widerspiegelte deutlich, dass im Spiel der
Churerinnen so rein gar nichts funktionierte. Ein trauriges Bild, welches da der
Playoff-Aspirant präsentierte. Ganz anders die Gäste aus dem fernen Bernbiet.
Innerhalb von knapp zwölf Minuten führten die Höfener Frauen den Piranha
Akteurinnen vor, wie man ein Spiel zu gewinnen hat. Resultat dieser Aktion war
ein klarer 1:4 Vorsprung bis zur Pausenfrist.
Zu spätes Aufbäumen
Wieder einmal galt es also für die Churerinnen, einen drei Tore Vorsprung wett
zu machen. Die Erfahrung wie so etwas ging hatten die Piranha Frauen ja bereits
in Petto. Neu formiert und mit der endlich wieder gefundenen Bereitschaft zu
bedingungslosen Einsatz konnte die Mission “Toreschiessen und Aufholen“ dann
gestartet werden. Der Druck auf Höfens Hinterfrau stieg von Minute zu Minute
mehr an. Doch Torhüterin Christen bot den hereinprasselnden Schüssen Paroli –
mehr noch - mit tollen Paraden machte Christen mehr als nur einmal 100%-ige
Torchancen eiskalt zunichte. Zweimal fand der Ball den Weg dann aber trotz
dieser tollen Torhüterleistung noch in das Gehäuse der Berner Gäste. Zu einem
Sieg reichte es aber diesmal für die Piranha Akteurinnen nicht mehr.
Bleibt zu hoffen, dass das Team rund um das Trainerduo Casanova/Lottenbach nun
gelernt hat, dass mit gezogener Handbremse keine Blumentöpfe gewonnen werden
können. Wollen die Bündnerinnen nicht gänzlich vom Kurs Richtung Playoffs
abkommen, heisst es von nun an punkten, punkten und nochmals punkten.
Piranha Chur – UHC Höfen 3:5 (1:1, 0:3, 2:1)
Gewerbliche Berufsschule, Chur – 95 Zuschauer
SR: Blatter / Brägger
Tore: 12. Kupferschmied (Egli) 0:1, 17. A. Streiff (Kaufmann) 1:1, 24. Güngerich (Hertig) 1:2, 29. Egli (Kupferschmied) 1:3, 36. Egli (Seiler) 1:4, 43. Kaufmann (S. Streiff) 2:4, 55. Ulber (Wegmann) 4:3, 57. Kupferschmied (Seiler) 3:5
Strafen: Piranha Chur 1x2', UHC Höfen 2x2'
Piranha Chur: Boner, Langhart, S. Streiff, Wegmann, Bless, Moser, Casutt, Dubacher, A. Streiff, Gabathuler, Kaufmann, Ulber, Kornberger, Frölich
Best Player: Ulber / Kupferschmied