02.
2012
Knappe Niederlage gegen die Ameisen
Einfach völlig losgelöst und befreit aufspielen. Das war das Ziel vor dem Spiel gegen die Red Ants aus Winterthur.
Dass die Höfener Damen dieses Vorhaben des lockeren Seins und des befreiten Aufspielens als Aufruf zum Verschlafen des Beginns deuteten, wurde für einmal nicht bestraft. An dieser Stelle darf der roten Torumrahmung gedankt werden. Doch auch Höfen darf einmal Glück haben, oder? Dass die Damen in grün dann also in der 6. Spielminute mit 1:0 in Führung lagen und nicht mit 5:0 in Rückstand war dann eine Tatsache, die die roten Ameisen erst verdauen mussten. Angetrieben von diesem doch sehr seltenen Glücksmoment, klappte es plötzlich auch mit dem Kämpfen und dem Gas geben. Als dann noch Hofstetter einen Penalty verschoss und die Red Ants auch im Power-Play nicht trafen, schien die Führung zur Pause schon zum Greifen nahe. Kurz vor der Pause fiel dann aber das Höfener Bollwerk doch noch. Scheidegger und Kunz fanden die Lücke. Mit dem Unentschieden durfte Höfen trotzdem zufrieden sein.
Im zweiten Drittel hätte aus Sicht des Heimteams so weitergehen können. Gings aber nicht ganz. Denn nach nur gerade vier Minuten erwischte Frick einen freiliegenden Ball als Erste, drosch einfach mal auf den Ball und dieser fand den Weg in die Maschen. War es nun schon wieder vorbei mit dem Glück? Nicht vorbei war es ganz klar mit dem Höfener Kampfgeist und dem Willen, einem Favoriten ein Bein zu stellen. Dieser Wille führte dazu, dass die Red Ants in der Höfener Platzhälfte kein einfaches Spiel hatten. Es ging richtig zur Sache und der Favorit musste kämpfen. Und trotzdem ging er mit einer Führung in die Pause.
Kaum waren die neuformierten Höfener Reihen das erste Mal auf dem Feld knallte es schon. Thöni zog einfach mal ab, fand den Kopf einer Ameise und der Ball war im Tor. Verwunderung in Spiez: hat Höfen soeben ein hässliches Tor geschossen? Ja. Ausgleich! Punkte waren also wieder sehr realistisch. In der Folge hatte Höfen sogar einige Möglichkeiten das Unentschieden in eine Führung umzuwandeln. Doch das Glück schien aufgebraucht. Und auch das beste Höfener Power-Play in dieser Saison führte nicht zum gewünschten Erfolg. Auf der anderen Seite war es dann Scheidegger, die mit einem Doppelschlag alles klar machte.
Knapp vorbei ist auch daneben, dies weiss Höfen langsam. Aber das Spiel gegen die Red Ants gibt trotzdem ein bisschen Auftrieb für die kommenden Aufgaben.
UHC Höfen - R.A. Rychenberg Winterthur 2:4 (1:1, 0:1, 1:2)
ABC-Zentrum, Spiez. - 40 Zuschauer. - SR Schatz/Walter.
Tore: 6. Rohrbach 1:0. 20. Kunz (Scheidegger) 1:1. 24. Frick (Kunz) 1:2. 40. Eigentor 2:2.51. Scheidegger (Frick) 2:3. 52. Scheidegger 2:4.
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen UHC Höfen. 1mal 2 Minuten gegen R.A. Rychenberg Winterthur.