12.
2015
Meister holt Punkte bei Red Ants
Das Meisterschaftsspiel zwischen Weltmeisterschaft und Weihnachten brachte den Red Ants nichts ein. Meister Piranha Chur entführte mit einem deutlichen 4:1-Sieg die Punkte aus Oberseen.
Die Vorbereitung auf die letzte Partie des Jahres war für beide Teams nicht einfach. Den Red Ants fehlten aufgrund der WM in Finnland während zweieinhalb Wochen der Cheftrainer und vier Spielerinnen, Piranha musste während dieser Zeit auf seine acht Internationale verzichten. Der Rest habe „reduziert, aber konzentriert trainiert", sagte Piranhas Coach Stephan Mock. Konzentration auf beiden Seiten führte denn auch dazu, dass in den ersten 40 Minuten nur ein Treffer fiel. Eine der Daheimgebliebenen, Chiara Campa, brachte die Bündnerinnen in der 9. Minute in Führung, während die Red Ants vor allem durch Céline Chalverat und Amanda Johansson den erfolgreichen Abschluss vergeblich suchten. Die Winterthurerinnen liessen zwar wenig zu, vermochten aber auch nur wenige überzeugende Situationen zu kreieren. Die meisten Zweikämpfe fanden abseits der gefährlichen Zonen statt. „Dass Piranha stark ist, wussten wir natürlich - wir haben aber zwei Drittel lang gut dagegen gehalten", bilanzierte Amanda Johansson, die Schwedin aus dem ersten Red-Ants-Block. „Nur nach dem 0:2 sind wir kurz kollabiert", ergänzte sie und sprach dabei die ersten Minuten des Schlussdrittels an, als Piranha innerhalb von drei Minuten auf 0:4 davon zog. Der Meister hatte zu diesem Zeitpunkt bereits die WM-Fahrerinnen Ladina Sgier und Katrin Zwinggi auf die Bank gesetzt und durch die Tschechin Hanka Lackova und die Finnin Katri Luomanimi ersetzt. Eine schöne Demonstration der Kaderbreite, auch im Hinblick auf den Cup-Halbfinal Mitte Januar zwischen den beiden Teams.
Playoffs für alle
Auf den Rückstand vermochten die Red Ants nicht mehr zu reagieren. Erst in der zweitletzten Minute führte eine tschechische Co-Produktion noch dazu, dass Gästehüterin Lara Heini der Shutout vermasselt wurde. Michaela Mlejnkova traf auf Zuspiel von Jana Lackova, die sich damit würdig aus Oberseen verabschiedete - die Schwester der Piranha-Legionärin wird Winterthur per sofort wieder verlassen. „Dafür freuen wir uns auf Margrit Scheidegger und Johanna Dahlin, die im Januar zu uns stossen werden. Sie können uns sicher helfen", freute sich Johansson schon auf das nächste Jahr. Unter den Augen von Scheidegger, die am Vortag in Schweden ihr letztes Spiel bestritten hatte, zeigten die Red Ants gegen Piranha noch Schwächen im Offensivspiel gegen Spitzenteams. Abgesehen vom bald folgenden Cup-Halbfinal bleibt aber genügend Zeit, bis zu den Playoffs daran zu feilen. Eine Modusänderung mitten in der Saison führt dazu, dass nicht nur die besten vier Teams die Playoffs erreichen werden, sondern alle acht. Aufgrund des auf Ende April verschobenen Superfinaldatums sollen Playoff-Viertelfinals für mehr Spiele sorgen, um die zeitliche Lücke zu schliessen.
Red Ants Rychenberg - Piranha Chur 1:4 (0:1, 0:0, 1:3)
Oberseen, Winterthur. 213 Zuschauer. SR Drska/Meisner.
Tore: 9. Campa (Dellagiovanna) 0:1. 45. Dominioni (Luomaniemi) 0:2. 47. Putzi (Ludwig) 0:3. 48. Ulber (Putzi) 0:4. 59. Mlejnkova (Lackova) 1:4.
Strafen: keine Strafen gegen Red Ants. 3mal 2 Minuten gegen Piranha Chur.
Red Ants: Fauser; Wüthrich, Koller; Timmel, Bühler; Wuffli, Tanner; Johansson, Nötzli, Chalverat; Bösch, Frick, Mlejnkova; Leone, Riner, Obrist; Lackova.
Piranha Chur: Heini: Marti, Gredig; Sgier, Handl; Girelli, Campa; Dominioni, Ludwig, Ulber; Putzi, von Rickenbach, Zwinggi; Buchli, Paschoud, Dellagiovanna; Lackova, Luomaniemi.
Bemerkungen: 47.35 Timeout Red Ants.