13.
02.
2011
NLA Frauen | Autor: Voneschen Reto

Piranha Chur gewinnt Playoff-Hauptprobe

Das erste Finalrundenspiel der Frauen ist eine einseitige Angelegenheit gewesen. Piranha Chur gewann problemlos im Heimspiel der Swiss Mobiliar Games gegen die Bern Capitals mit 12:4.

Nach 14 Qualifikationsspielen stand für Piranha Chur das erste von fünf Finalrundenspielen an. Die Churerinnen präsentierten sich dabei den 312 Zuschauern in der Churer Gewerbeschule in alter Frische. "Wir können nur nach vorne spielen", sagte Churs Trainer Mark van Rooden vor der Partie gegen die Bern Capitals noch scherzhaft. Seine Spieleinnen nahmen seinen Spruch aber für bare Münze. Wie ein Hurrikan wirbelten die Churerinnen durch die bedauernswerte Berner Abwehr. Nach 13 Sekunden eröffnete Corin Rüttimann das Skore, nach 16 Minuten war die einseitige Partie nach dem 5:0 von Eija Pasanen bereits vorentschieden.

Marti mit dem Tor des Tages
Kaum hatten die Bernern nach zwei Treffern etwas Hoffnung geschöpft, zogen die Churerinnen im Mitteldrittel das Tempo nochmals an und erhöhten bis Spielmitte auf 8:2. Dabei lieferten sich die Spielerinnen wohl einen kleinen Wettbewerb, wer das Tor des Tages erzielt. Knapp gewonnen hat diesen Contest das Duo Seraina Ulber und Flurina Marti mit dem 6:2 (27.) vor dem 7:2 von Laura Bürgi in der 29. Minute. Ulber vollendete einhändig im Fallen ein Marti-Solo quer übers Feld. Verteidigerin Bürgi traf nach einem Berner Ballverlust zielsicher ins Lattenkreuz. Danach hatte die Berner Hüterin Manuela Hess genug und machte den Platz frei für Fabienne Aebi.

"Nicht überbewerten"
Auch im letzten Drittel drückten die Churerinnen aufs Tempo. Erst nach Karoliina Kujalas 12:4 in der 59. Minute war das Schützenfest beendet. Mit zwei Toren und zwei Assists war Mirca Anderegg die beste Churer Punktesammlerin. Je zweimal trafen auch Katrin Zwinggi und Karoliina Kujala. Den hohen Sieg wollten die Churer Verantwortlichen aber nicht überbewerten. In den Playoffs ist ein Aufeinandertreffen der beiden Teams sehr wahrscheinlich. "Ich gehe davon aus, dass die Bernerinnen dann ganz anders auftreten", sagte Piranha-Trainer Mark van Rooden nach der Partie. Die Churerinnen liegen nach dem 14. Sieg im 15. Spiel nach wie vor auf dem 1. Rang.

Piranha Chur - Bern Capitals 12:4 (5:1, 4:2, 3:1)
Gewerbeschule, Chur. - 312 Zuschauer. - SR Elmer/Schellenberg.
Tore: 1. Rüttimann (Anderegg) 1:0. 9. Zwinggi (Rossier) 2:0. 13. (12:01) Zwinggi (Rossier) 3:0. 13. (12:45) Kujala 4:0. 16. Pasanen 5:0. 20. Wyss (Walther) 5:1. 24. Schori (Flückiger) 5:2. 27. Ulber (Marti) 6:2. 29. (28:42) Bürgi 7:2. 30. (29:16) Anderegg (Kujala) 8:2. 40. (39:20) Sura (Stettler) 8:3. 40. (39:41) Gabathuler (Arpagaus) 9:3. 46. Ulber (Marti) 10:3. 49. (48:21) Arpagaus (Anderegg) 11:3. 49. (48:29) Walther (Bärtschi) 11:4. 59. Kujala (Anderegg) 12:4.
Strafen: keine.
Piranha Chur: Vitetti (41. Heini); Arpagaus, Gabathuler; Simona Streiff, Marti; Kornberger, Sgier (21. Bürgi); Rüttimann, Kujala, Anderegg; Pasanen, Kindschi (34. Dominioni), Ulber; Russi, Zwinggi, Rossier.
Bern Capitals: Hess (29. Aebi); Schori, Stettler; Meier, Andrea Streiff; Sura, Locher, Flückiger; Moser, Walther, Wyss; Bärtschi.
Bemerkungen: 32. Pfostenschuss Anderegg.

 

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