13.
03.
2011
NLA Frauen | Autor: Voneschen Reto

Piranha Chur hat weiter zu beissen gegen Bern

Auch das zweite Playoff-Halbfinale der Frauen-Unihockey-NLA hat Piranha Chur gestern gegen die Bern Capitals gewonnen. Beim 4:3-Auswärtssieg trafen die Churerinnen wie in der ersten Partie auf deutlich mehr Widerstand, als ihnen lieb war.

Mit dem Gesamtskore von 34 zu 7 Toren gewann Piranha Chur die drei Qualifikationspartien gegen die Bern Capitals. Ein gemütlicher Spaziergang sind die Halbfinals für die Churerinnen aber nicht geworden. Eher eine beschwerliche Bergtour. Dies liegt vor allem den Bernerinnen. Mit einem ultradefensiven Beton, der Inter Mailands Catenaccio in den 60er-Jahren in nichts nachsteht, machen die Bundestädterinnen den Piranhas das Leben schwer. Sobald die Churerinnen in Ballbesitz sind, ziehen sich die Bernerinnen weit in ihre eigene Platzhälfte zurück und vermauern so das eigene Tor.

Vorsprung souverän über die Zeit gebracht
So auch gestern. 2:0 führten die Churerinnen nach den ersten 20 Minuten, Sabrina Arpagaus traf mit einem herrlichen Weitschuss zur Führung (13.), Mirca Anderegg doppelte zwei Minuten später mit einem Vorstoss über links nach (15.). Berns Miriam Flückiger gelang im Mitteldrittel mit einem Ablenker der 2:1-Anschlusstreffer (27.). Piranha Chur blieb wie in der ganzen Partie tonangebend, kam aber nur durch Corin Rüttimann zu einem Treffer. Kurz vor der zweiten Pause traf sie aus kurzer Distanz zum 3:1. (37.)
Nach Ramona Gabathulers 4:1 in der 48. Minute schien die Partie vorentschieden. Schien, denn die Bernerinnen kamen nur 50 Sekunden später zu ihrem zweiten Treffer. Die Churerinnen blieben zwar gelassen, verpassten es aber die Führung auszubauen. Diese Nonchalance wurde durch Regula Schori in der 56. Minute bestraft. Mit dem dritten Slot-Treffer - in bester Playoffmanier stellten die Bernerinnen bei ihren wenigen Angriffen jeweils eine Spielerin für Ablenker vor das Tor von Churs Sara Vitetti - läutete Bern eine spannende Schlussphase ein. Souverän brachten die Churerinnen aber den Vorsprung über die Zeit.

Drei Matchbälle geholt
"Etwas mehr Aggressivität", wünschte sich Churs Trainer Mark van Rooden nach der zweiten Partie innert 22 Stunden. Mit zwei Siegen liegen die Churerinnen im Fahrplan. Bereits am nächsten Samstag haben die Piranhas den ersten von drei Matchbällen. Steigerungspotenzial besteht vor allem in der Chancenauswertung. Ebenfalls in der Abwehr, wo in gewissen Situationen etwas naiv agiert wurde.

Bern Capitals - Piranha Chur 3:4 (0:2, 1:1, 2:1)
Moos Gümligen. - 189 Zuschauer. - SR Brändle/Niedermann.
Tore: 13. Arpagaus (UIber) 0:1. 15. Anderegg (Kornberger) 0:2. 27. Flückiger (Bertolotti) 1:2. 37. Rüttimann (Anderegg) 1:3. 48. (47:06) Gabathuler (Arpagaus) 1:4. 48. (47:58) Flückiger (Locher) 2:4. 56. Schori (Flückiger) 3:4.
Strafen: Keine gegen Bern, 1-mal 2 Minuten gegen Chur.
Bern: Aebi; Meier, Andrea Streiff; Bertolotti, Stettler; Wyss, Walther, Bärtschi; Stauffer, Locher, Flückiger; Schori, Sura.
Chur: Vitetti; Arpagaus, Gabathuler; Marti, Simona Streiff; Bürgi, Kornberger; Anderegg, Ulber, Rüttimann; Kujala, Pasanen, Zwinggi (35. Dominioni); Russi, Putzi (27. Kindschi), Rossier.
Bemerkung: 59. Timeout Bern.

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2.Kloten-Dietlikon Jets+4349.000
3.Floorball Fribourg+2946.000
4.Pfannenstiel Egg+138.000
5.Ticino Unihockey+1235.000
6.UHC Grünenmatt+133.000
7.Unihockey Langenthal Aarwangen-1133.000
8.Ad Astra Obwalden-229.000
9.I. M. Davos-Klosters-4323.000
10.Regazzi Verbano UH Gordola-5619.000
11.UHC Lok Reinach-2418.000
12.Unihockey Limmattal-4717.000
1.Floorball Uri+5946.000
2.Aergera Giffers+836.000
3.Nesslau Sharks+1533.000
4.Chilis Rümlang-Regensdorf+1333.000
5.UH Appenzell+1230.000
6.UH Lejon Zäziwil+323.000
7.Unihockey Basel Regio-2222.000
8.UHC Bremgarten-3820.000
9.Visper Lions-2217.000
10.Red Lions Frauenfeld-2810.000

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