09.
03.
2014
NLA Frauen | Autor: Schneeberger Jonas (SO)

Piranha holt sich zwei Matchbälle

Titelverteidiger Piranha Chur hat am Sonntag auch das zweite Spiel des Play-off-Halbfinals gegen die Red Ants Rychenberg Winterthur gewonnen (7:3) und ist noch einen Sieg vom Finaleinzug entfernt.

Es lief die 32. Spielminute, und Piranhas am Unterschenkel verletzter Konditions- und Assistenztrainer Ruedi Zulauf fuchtelte mit seinen Krücken. Der Grund war aber kein schlechter: Piranha führte gegen die Red Ants 4:1, und Zulauf forderte die Fans auf, mehr Lärm zu machen.

Der Aufruf verfehlte seine Wirkung nicht: Der Pegel stieg, drei Minuten später erhöhte Piranhas Topskorerin Seraina Ulber im Powerplay auf 5:1. Die Vorentscheidung war damit gefallen. Nach einem dominanten ersten Drittel hatten die Churerinnen das Geschehen in der Folge fast ausnahmslos im Griff. Das 7:3-Schlussresultat - verdient. Die Churerinnen führen damit in der Best-of-5-Serie mit 2:0 Siegen. Vor dem nächsten Spiel am kommenden Samstag in Winterthur halten sie alle Trümpfe in ihren Händen: Sie besitzen nun drei Matchbälle zum Finaleinzug.

Na ja, bis auf einen Trumpf vielleicht. Der sitzt im Tor der Red Ants und heisst Heidi Jud. Die Polizistin und ungemein talentierte «Hobby-Torhüterin» blieb gestern - wie Lara Heini auf Churer Seite - trotz der vielen Gegentreffer ohne Fehl und Tadel. Den Fangkünsten der 29-Jährigen hatten es die Red Ants zu verdanken, dass das Spiel nicht noch früher entschieden war.

Fünf Treffer und ein fataler Torjubel
Dennoch stand der Heimsieg der Churerinnen gestern nie ernsthaft zur Diskussion. Auch, weil Piranha-Captain Tiia Ukkonen die Weichen früh auf Sieg stellte. Lanciert von Hanka Lackova schnibbelte sie den Ball in der dritten Minute an Jud vorbei zum 1:0. Sieben Minuten später baute Katrin Zwinggi das Skore auf 2:0 aus. Nach dem kassierten Anschlusstreffer (12.) erhöhte Lackova vor dem ersten Pausentee auf 3:1. Um Spielhälfte war Zwinggi zum 4:1 ein zweites Mal erfolgreich, dann folgte Ulbers vorentscheidendes 5:1, das allerdings einen Wermutstropfen mit sich brachte: Beim Torjubel verletzte sich Isabelle Fausch an der Hand; für die 22-Jährige war das Spiel damit beendet ... Im Nachhinein, so lässt sich bilanzieren, hätten eigentlich alle aufhören können. Ulbers zweiter und Zwinggis dritter Streich sowie Alexandra Fricks Penalty und Andrea Kerns Nachschuss waren Makulatur.


Piranha Chur - Red Ants Rychenberg Winterthur 7:3 (3:1, 2:0, 2:2)
GBC. - 258 Zuschauer. - SR Brändle/Niedermann.
Tore: 3. Ukkonen (Lackova) 1:0. 10. Zwinggi 2:0. 12. Chalverat (Kern) 2:1. 17. Lackova (Karjalainen) 3:1. 30. Zwinggi (Marti) 4:1. 35. Ulber (Marti; Ausschluss Räss) 5:1. 41. Ulber (Sgier) 6:1. 46. Frick 6:2 (Penalty). 55. Kern (Kunz) 6:3. 60. Zwinggi 7:3 (ins leere Tor).
Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen Piranha Chur. 5-mal 2 Minuten gegen Red Ants Winterthur.
Piranha Chur: Heini; Marti, Sgier; Ukkonen, Mero; Ludwig, Ulber, Zwinggi; Putzi, Karjalainen, Lackova; Dominioni, Gredig, Fausch; Beer.
Winterthur: Jud; Kunz, Gut; Koller, Bühler; Karin Stettler, Schlatter; Scheidegger, Kern, Chalverat; Daniela Stettler, Frick, Kathriner; Obrist, Räss, Leone.
Bemerkungen: 35. Fausch verletzt ausgeschieden. 35.Time-out Red Ants Winterthur. Winterthur ab 55. mehrmals ohne Torhüter und mit sechstem Feldspieler. 59. Marti vergibt Penalty (Ball zurückgezogen). 60. Pfostenschuss Zwinggi.

Zeitungsbericht "Die Südostschweiz"

Die Wizards und BEO gewinnen ihre Spiele und bleiben somit in der Spitzengruppe der Tabelle. Favoriten siegen auswärts
Die Skorps, die Wizards und Zug blicken auf einen Rückschlag zurück, die Riders warten immer noch auf Punkte und BEO möchte die Tabellenführung verteidigen - die... Auf Wiedergutmachung aus
Kommen die Red Ants langsam auf Betriebstemperatur? Der Sieg gegen den Meister am letzten Wochenende ist ein Indiz dafür, bei den Skorps muss er nun aber auswärts bestätigt... Sara Piispa: «Der Sieg tat gut»
Zum ersten Mal seit über einem Jahr mussten die Wizards am Wochenende in einem Quali-Spiel nach 60 Minuten ohne Punkte vom Platz. Für Mirjam Wyss ein Warnschuss zu einem... Mirjam Wyss: „Die Saison ist kein Selbstläufer“

Community Updates

Tabellen

1.UHC Thun+9756.000
2.Kloten-Dietlikon Jets+4349.000
3.Floorball Fribourg+2946.000
4.Pfannenstiel Egg+138.000
5.Ticino Unihockey+1235.000
6.UHC Grünenmatt+133.000
7.Unihockey Langenthal Aarwangen-1133.000
8.Ad Astra Obwalden-229.000
9.I. M. Davos-Klosters-4323.000
10.Regazzi Verbano UH Gordola-5619.000
11.UHC Lok Reinach-2418.000
12.Unihockey Limmattal-4717.000
1.Floorball Uri+5946.000
2.Aergera Giffers+836.000
3.Nesslau Sharks+1533.000
4.Chilis Rümlang-Regensdorf+1333.000
5.UH Appenzell+1230.000
6.UH Lejon Zäziwil+323.000
7.Unihockey Basel Regio-2222.000
8.UHC Bremgarten-3820.000
9.Visper Lions-2217.000
10.Red Lions Frauenfeld-2810.000

Quicklinks