02.
2013
Piranha siegt weiter
Auch in der 18. Runde gewinnt Piranha Chur: Gegen die schwachen Floorball Riders Dürnten-Bubikon-Rüti hat ein 10:1-Sieg herausgeschaut. Der achte Vollerfolg in Serie für den souveränen SML-Leader.
Während von der Ferne Guggenmusik zu hören war und allerhand schauerlich verkleidete Gestalten Richtung Churer Altstadt zogen, durften - oder mussten - die Churer Piranhas quasi als «Apéro» gegen die Riders Dürnten in der Gewerblichen Berufsschule ran. Das Ziel war klar: Weiter an der Form feilen, um für den Cupfinal in einem Monat bereit zu sein. Um es vorweg zu nehmen: Der Test gelang - Piranha Chur gewann diskussionslos mit 10:1.
Nur zu Beginn konnten die Zürcher Oberländerinnen, welche immerhin noch um die Play-off-Teilnahme kämpften, mit den Churerinnen mithalten. Erst in der 16. Minute gelang Sonja Putzi, welche früh für die verletzt ausgefallene Fabienne Walther (Verdacht auf Gehirnerschütterung) eingewechselt wurde, das 2:1. Mit einem Doppelpack erhöhte Piranha noch vor der Pause auf 4:1. Der vierte Treffer von Flurina Marti - eine gekonnte Volleyabnahme (19.) - war dabei das Tor des Tages.
Trotz zehn Gegentoren beste Spielerin
Je länger die Partie dauerte, umso mehr erhöhte der Piranha-Motor das Tempo, während die Riders immer mehr abbauten. Dürnten-Torhüterin Martina Fauser, die Schwester des Churer Stürmers Florian Fauser, konnte einem zeitweilig fast leid tun. Zwischen der 27. Und 50. Minute musste sie sechs Gegentore hinnehmen. Tapfer hielt Fauser aber bis Ende Spiel durch und wurde mit den Worten «ohne sie hätte es noch viel schlimmer ausgesehen» als beste Spielerin ausgezeichnet. Zweimal traf dabei Isabelle Fausch für Piranha - der erste doppelte Torerfolg in der SML für die junge Seewiserin.
Für Dürnten sind die Play-offs nach der Pleite nur noch Wunschdenken. Piranha Chur dagegen bleibt die klare Nummer 1 im Schweizer Frauen-Unihockey. Weiterhin neun Punkte beträgt der Vorsprung auf den ersten Verfolger. Schon in der nächsten Runde können sich die Churerinnen den vorzeitigen Qualisieg sichern. Überzeugend in der gestrigen Partie vor allem das Tempo, mit und ohne Ball. So war viel Lachen zu hören in den Gängen der GBC. Den Fasnachtsbesuch hatten sich die Piranhas wahrlich redlichst verdient.
Zeitungsbericht "Die Südostschweiz am Sonntag"
Piranha Chur - Riders Dürnten 10.1 (4:1, 3:0, 3:0)
GBC. - 108 Zuschauer. - SR Anderhalden/Elmer.
Tore: 6. Russi (Zwinggi) 1:0. 12. Widmer (Knecht) 1:1. 16. (15:54) Putzi (Rüttimann) 2:1. 17. (16:23) Dominioni (Anderegg) 3:1. 19. Marti (Stadelmann) 4:1. 27. Stadelmann (Ukkonen/Ausschluss Frölich) 5:1. 36. Putzi (Ukkonen) 6:1. 40. Ulber (Zwinggi) 7:1. 42. Fausch (Beer) 8:1. 46. Anderegg (Dominioni) 9:1. 50. Fausch (Ukkonen) 10:1.
Strafen: keine gegen Piranha Chur, 1mal 2 Minuten gegen Riders Dürnten.
Piranha Chur: Heini; Marti, Sgier; Streiff, Kornberger; Ukkonen, Girelli; Anderegg, Stadelmann, Dominioni; Zwinggi Russi, Ulber; Rüttimann, Walther (10. Putzi), Fausch; Beer.
Riders Dürnten: Fauser; Altwegg, Frölich; Timmel, Widmer; Buchs, Spaargaren; Luomaniemi, Hägglund, Röder; Kihm, Muuri, Schmucki; Pfister, Knecht, Legowska; Thoma; Bieri.
Bemerkungen: Chur ohne Handl, Zulji (verletzt), Riders Dürnten ohne Timonen, Rasmussen (beide verletzt), Holdener, Ulrich (beide abwesend). - 10. Walther verletzt ausgeschieden.