20.
02.
2016
NLA Frauen | Autor: Aergera Giffers

Aergera verliert gegen Zug United

In einem ausgeglichenen Spiel der Tabellennachbaren verliert Aergera Giffers in Rotkreuz gegen Zug United mit 4:5 und bleibt somit definitiv auf dem unliebsamen siebten Platz zurück.

Zwei Runden vor Schluss der Qualifikation trennten Giffers nur drei Punkte vom sechsten Tabellenrang, den ihr samstäglicher Gegner Zug United inne hält. Die Freiburgerinnen hätten es also selbst in der Hand gehabt, sich mit zwei Siegen in den letzten beiden Spielen doch noch eine bessere Ausgangslage für die Playoffs zu schaffen.
Beginnend mit drei Linien fand Aergera den Tritt nicht so richtig und verpasste es, dem Spiel seinen Stempel aufzudrücken. Die Zugerinnen, welche als einzige Mannschaft der Liga auf Manndeckung setzen, waren aufsässig und liessen den Sensler Stürmerinnen nie viel Zeit für Ballannahme und Weiterverwertung der Zuspiele. Einen schnell und sauber ausgeführten Konter in der 7. Minute schloss die Heimmannschaft erfolgreich zum 0:1 ab. Da aus dem Spiel heraus keine wirklich erfolgsversprechenden Chancen resultierten und beide Teams nicht allzu viel Risiko auf sich nahmen, stand es zur Drittelspause immer noch 0:1.

Im Mitteldrittel zeigten Giffers' Stürmerinnen jedoch, dass auch sie in der Lage sind, schnell zu kontern: Aus der Defensive heraus wurde Sophie Gnaegi lanciert, die an der Seite nach vorne preschte und ihrerseits Thea Beck in Szene zu setzen wusste. Sie streckte vor dem gegnerischen Tor nur noch den Arm aus und liess das scharfe Zuspiel ins Tor abprallen. Der Ausgleichstreffer verlieh Ärgera neuen Schwung und man fand nun zusehends besser ins Spiel. In der 27. Minute waren aber erneut die Zugerinnen durch einen Weitschuss erfolgreich und Giffers rannte abermals gegen einen Rückstand an. Kurz vor dem zweiten Unterbruch glich Angela Kohler mit ihrem Distanzschuss erneut aus. Es sollte jedoch noch nicht der letzte Treffer des Mitteldrittels bleiben, denn noch in der 40. Minute erzielte Gisela Schibli auf Auswurf ihrer Torhüterin den Führungstreffer zum 2:3.

Das Schlussdrittel nahm Giffers mit zwei Linien in Angriff und konnte so sichtlich mehr Druck auf die Gegnerinnen erzeugen. Zu Beginn wurden die Freiburgerinnen im Spielaufbau aber kalt erwischt und kassierten das 2:4. Doch Ärgera gab sich noch nicht geschlagen, suchte anschliessend vehement den Anschluss. In der 47. Minute war das 3:4 Tatsache: Christel Köstinger fand nach Zuspiel von Caroline Schürch die Lücke und brachte die Spannung zurück ins Spiel. Die finnischen Verstärkungen auf Seiten der Zugerinnen machten an diesem Abend jedoch einmal mehr den Unterschied aus. Nach einem Freistoss hämmerte Doppeltorschützin Holmberg den Ball an Torhüterin Roux vorbei und stellte den Zweitore-Vorsprung für Zug United wieder her.

Giffers rannte langsam aber sicher die Zeit davon und im Anschluss an ein Timeout liess Jungo sein Specialteam auflaufen und ersetzte die Torhüterin durch eine sechste Feldspielerin. Die Senslerinnen nahmen viele Abschlüsse, konnten den Ball lange behaupten und durch die eigenen Reihen zirkulieren lassen. Oft scheiterten sie bloss noch an der Torumrandung oder hatten ganz einfach Pech. In der 59. Minute erzielte Christelle Wohlhauser aus dem Slot den erneuten Anschlusstreffer für Ärgera. Noch eineinhalb Minuten blieben Giffers, um die Verlängerung zu erzwingen, doch das Runde wollte nicht mehr in das Eckige.

Durch diese Niederlage gegen das sechstplatzierte Zug United verbleibt Aergera Giffers nun definitiv auf dem siebten Tabellenrang. Im letzten Qualifikationsspiel gegen Unihockey Berner Oberland vom Sonntag geht es punktemässig um nichts mehr. Für Ärgera bedeutet dies, sich noch einmal Schwung zu holen für die anstehenden Playoffs, wo man entweder auf Piranha Chur oder die Skorpione aus Zollbrück treffen wird.


Zug United - Aergera Giffers 5:4 (1:0, 2:2, 2:2)
Dorfmatt, Rotkreuz. - 38 Zuschauer. - SR Lehmann/Manser.
Tore: 7. Ott (Holmberg) 1:0. 23. Beck (Gnaegi) 1:1. 27. Holmberg (Oksman) 2:1. 37. Kohler (Feller) 2:2. 40. Schibli (Nieminen) 3:2. 41. Ott (Niemelä) 4:2. 47. Köstinger (Schürch) 4:3. 49. Holmberg (Luck) 5:3. 59. Wohlhauser (Schürch) 5:4.
Strafen: keine.
Aergera Giffers: Roux; Bertolotti, Wyder; Bapst, Schürch, Köstinger; Dietrich, Hirschi; Ruffieux, Wohlhauser, Dazio; Weibel, Wieland; Gnaegi, Beck, Feller; Kohler, Kalbermatter; Etter (Ersatz).

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