03.
01.
2009
NLA Frauen | Autor: Voneschen Reto

Steigerungslauf zum Kantersieg

Glatt mit 12:5 hat Piranha Chur in der 11. Runde zuhause gegen die Bern Capitals gewonnen. Nach einem zähen Start drehten die Churerinnen im letzten Drittel mächtig auf.

Am Schluss klatschte sogar Nationaltrainer Felix Coray Beifall bei den Churer Treffern. „Das mache ich sonst bei keiner Partie", erklärte Coray leicht verschämt. Er und 283 weitere Zuschauer in der Churer Gewerbeschule hatten aber ihre helle Freude am spektakulären Schlussdrittel der Churer Piranhas. 5:4 stand es nach 40 Minuten, ehe die Churerinnen die Drehzahl erhöhten. Sieben Treffer zum 12:5 Sieg gelangen ihnen im Schlussabschnitt - und einer war schöner als der andere. Exemplarisch dazu das 9:4 von Flurina Marti, bei welchem die junge Igiserin nach drei Direktpässen nur noch ins leere Tor einschieben musste.

Viele Geschenke verteilt
Die letzten 20 Minuten entschädigte das Publikum für die zuvor magere Kost. Vor allem im Startdrittel befanden sich beide Equipen noch in nachweihnachtlicher Geschenklaune. Die schnelle Churer Führung beantworteten die Bundesstädterinnen mit drei Treffern bis zur 13. Minute. Elina Kujala korrigierte dies aber mit zwei weiteren Treffern (16./21.). Das 3:1 der Bernerinnen (31.) kehrten Michelle Russi elegant nur 28 Sekunden später, sowie Seraina Ulber in der 33. Minute zur 5:4 Pausenführung.

Fisch erlegt Bär
Erfolgreichste Schützin war wiederum Elina Kujala mit vier Treffern, je ein Doppelpack gelangen Ramona Gabathuler und Michelle Russi. Daneben durfte sich Piranha Coach Aldo Casanova auch über die geglückten Comebacks von Simona Streiff und Sonja Putzi freuen.. Auf der anderen Seite wurden die Gesichter der Berner Trainer mit jedem Treffer im Schlussdrittel länger. „Heute gibt's Fisch" stand im Kabinengang - gefressen wurde aber nur der Berner Bär. Freuen durfte sich nur Miriam Flückiger, welche bei allen Caps-Toren ihren Stock im Spiel hatte. Wenigstens sie bleibt den in der Skorerliste knapp vor ihr liegenden Kujala-Schwestern auf den Fersen.

Piranha Chur - Bern Capitals 12:5 (2:3, 3:1, 7:1)
Gewerbeschule. - 284 Zuschauer. - SR Aebersold/Manser.
Tore: 2. Elina Kujala (Kornberger) 1:0. 4. Flückiger (Pfister) 1:1. 10. Flückiger (Andrea Streiff) 1:2. 13. Schori (Flückiger) 1:3. 16. Elina Kujala (Karoliina Kujala) 2:3. 21. Elina Kujala (Karoliina Kujala) 3:3. 31. (30.14) Flückiger (Stettler) 3:4. 31. (30.42) Russi (Arpagaus) 4:4. 33. Ulber (Arpagaus) 5:4. 43. Rüttimann (Leiser) 6:4. 47. Russi (Rüttimann) 7:4. 49. Karoliina Kujala (Arpagaus) 8:4. 51. (50.14) Marti (Karoliina Kujala) 9:4. 51. (50.26) Gabathuler (Ulber) 10:4. 54. (53.33) Stettler (Flückiger) 10:5. 54. (53.50) Elina Kujala (Kornberger) 11:5. 60. Gabathuler 12:5.
Strafen: keine.
Piranha Chur: Vitetti; Arpagaus, Leiser (57. Bürgi); Kornberger, Casutt (8. Simona Streiff); Marti, Elina Kujala, Karoliina Kujala; Gabathuler, Kälin, Ulber; Putzi (55. Rossier), Russi, Rüttimann.
Bern Capitals: Aebi; Stettler, Pfister, Burkhalter, Meyer; Bertolotti, Meier; Schori, Flückiger, Andrea Streiff; Wyss, Elsinger, Rieben; Westman, Collenberg, Brunner (36. Moser).
Bemerkungen: Piranha Chur ohne Bless, Dominioni, Hartmann, Wegmann (alle verletzt). - Casutt verletzt ausgeschieden, 47. Timeout Bern Capitals.

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