13.
02.
2004
NLA Männer | Autor: Boesch Klaus

5 Fragen an Giovi Marti

Der Transfer von Suvi Saukko zu Meister Dietlikon rief kontroverse Diskussionen hervor. Vor allem die Doppelfunktion von Giovanni Marti erregte die Gemüter. unihockey.ch bot ihm die Chance zum Fall Stellung zu nehmen. Seine Antworten auf die fünf Fragen finden sie hier ...

Ich stelle mich den Fragen nicht um mich zu rechtfertigen, sondern weil in den letzten Tagen Dinge behauptet wurden und Sachen geschehen sind, die ich so nicht akzeptieren kann. Es sind nicht einmal die Einträge im Forum gewesen, sondern der ganze Rest. Was sonst noch nebenbei passiert ist hat unglaubliche Dimensionen angenommen! Deshalb werde ich gewisse Dinge klarstellen.

Giovi, der Transfer von Suvi Saukko hat hohe Wellen geworfen. Es wurde behauptet, du hättest den Transfer dank deiner Verbandsfunktion als Medienchef eingefädelt. Ist der Transfer wirklich dein Werk?
Die Idee Suvi nach Dietlikon zu holen kam mir während der Planung für die kommende Saison. Es stimmt, dass ich Suvi von Länderspielen her kenne, gesprochen über irgendwelche Zukunftspläne haben wir aber nur am Telefon. Wobei auch das nicht ganz stimmt. Ich spreche leider nicht fliessend finnisch. Deshalb habe ich mir Hilfe geholt. Schlussendlich habe ich ihr im Namen des UHC Dietlikon ein Angebot gemacht und basta. Während den Länderspielen gab es sicher keine Transfergespräche.

Deine Doppelfunktion als Verbands- und Vereinsfunktionär bietet sehr viel Raum für Spekulationen. Wie gehst du mit dieser Problematik um?
Dessen bin ich mir nicht erst seit den letzten Tagen bewusst. Vor meinem Engagement bei Dietlikon habe ich den Verband über meine Absichten informiert. Der Verband weiss, dass es in dieser jungen Sportart oft zu Ämterkumulierungen kommt, das ist manchmal unvermeidbar. Eigentlich sollte man ja froh sein, dass es Personen gibt, die viel für diesen Sport machen in der Schweiz. Soll nicht heissen, dass ich jetzt als Held oder Selbstdarsteller dastehen will - wie mir oft vorgeworfen wird. Man muss seine Grenzen kennen und ich weiss wo meine sind. Ich kann ohne schlechte Gewissen in den Spiegel schauen. Ausserdem wissen die Leute die mich kennen, auch die Nationaltrainer und die Nationalspieler/Innen, wie ich arbeite und wie seriös ich meine Tätigkeiten trenne.

Kannst du nachvollziehen, dass anderen Vereinen/Personen dein Verbandsmandat nicht goutieren?
Ja und Nein. Denn es sind zwei komplett verschiedene Aufgaben. Beim Verband bin ich Medienchef und im Verein Sportchef. Ich schreibe die Spielberichte des Damen 1, aber ansonsten habe ich in Dietlikon nichts mit den Medien zu tun. Ich trenne die Tätigkeiten rigoros voneinander. Dass man dadurch schnellen Zugang zu Spielerinnen und Spieler hat ist für viele sicherlich ein Dorn im Auge. Wie gesagt kenne ich die Grenzen. Dieser Quatsch, ich würde mir vom Verband meine Reisen finanzieren lassen, um bei Länderspielen Transfergespräche zu führen, ist lächerlich. Wer so denkt kennt mich nicht. Der Verband hätte mich schon lange rausgeschmissen. In meiner nun 5 jährigen Tätigkeit als Verbandsmedienchef konnte ich einiges zur Akzeptanz des Unihockeysportes beitragen. Es geht noch mehr, aber ich bin schon stolz über das Erreichte. Darüber habe ich noch nie einen Kommentar gelesen. Ich liebe diesen Sport genauso wie viele andere. Aber wenn man so aktiv ist, bietet man Reibungsflächen. Ich sehe in meinen Tätigkeiten keine Interessenkonflikte. Das würde ich auch nie einem Trainer oder Spieler unterstellen.

Die Homepage der Maui-Agency hat zusätzliches Öl ins Feuer gegossen. Was ist deine Rolle bei dieser Spielervermittlung?
Ich hatte bei der MAUI-Agency lediglich eine beratende Funktion. Die Idee ist, dass sich finnische Spieler bei MAUI melden können und dann für sie die Kontakte geknüpft werden. Geld fliesst genauso wenig wie es Provisionen gibt. Meine Absicht war es Antti Uimonen - der selber ein Finne ist - zu helfen gewisse Kontakte zu vermitteln. Das mit der Homepage hat sich so ergeben, war aber nie meine Absicht, da ich nicht Mitarbeiter von MAUI bin. Ich habe meine Konsequenzen gezogen und mich sofort zurückgezogen von MAUI. Dies nur, weil mir meine Tätigkeiten wichtig sind. Mit Antti Uimonen ist alles geklärt und er hat dies akzeptiert. Eine Provision für den Transfer von Suvi kassiert er übrigens auch nicht.

Darf der Verbandsmedienchef Beziehungen zu einer Spielervermittlungsagentur haben und wo würdest du die Grenze ziehen?
Es kommt drauf an, wie seine Beziehungen sind. Solange dieser berühmte Interessenkonflikt nicht entsteht ist es ok. Wenn der Medienchef seine Tätigkeit und damit auch Kontakte an einen Agenten weiterleitet, dann missbraucht er eindeutig sein Amt. Ich habe aber nie etwas in dieser Art gemacht und muss kein schlechtes Gewissen haben. Kontakt haben mit jemandem ist nicht verboten! Das Amt missbrauchen eher.

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Tabellen

1.UHC Thun+9756.000
2.Kloten-Dietlikon Jets+4349.000
3.Floorball Fribourg+2946.000
4.Pfannenstiel Egg+138.000
5.Ticino Unihockey+1235.000
6.UHC Grünenmatt+133.000
7.Unihockey Langenthal Aarwangen-1133.000
8.Ad Astra Obwalden-229.000
9.I. M. Davos-Klosters-4323.000
10.Regazzi Verbano UH Gordola-5619.000
11.UHC Lok Reinach-2418.000
12.Unihockey Limmattal-4717.000
1.Floorball Uri+5946.000
2.Aergera Giffers+836.000
3.Nesslau Sharks+1533.000
4.Chilis Rümlang-Regensdorf+1333.000
5.UH Appenzell+1230.000
6.UH Lejon Zäziwil+323.000
7.Unihockey Basel Regio-2222.000
8.UHC Bremgarten-3820.000
9.Visper Lions-2217.000
10.Red Lions Frauenfeld-2810.000

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