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Tampere lässt grüssen
Das Gruppenspiel der Schweizer Nati gegen Lettland wird es an der WM in sich haben. Levin Conrad (HCR) und Daniels Janis Anis (Uster) nahmen im Zürcher Derby schon einmal kräftig Mass.
Am vergangenen Wochenende läuft die letzte Minute des Mitteldrittels im Derby zwischen dem HCR und Uster, das der Meister knapp 5:4 für sich entscheidet. Levin Conrad und Daniels Janis Anis geraten aneinander, tauschen sind kurz intensiv aus und müssen beide auf die Strafbank. «Wir sind beide auf der schwereren Seite und ich teilte ihm mit, dass er bei seiner Wasserverdrängung nicht umfallen müsste», sagte Nati-Crack Conrad nach der Partie. «Wenn du den Stock des Gegners zwischen den Beinen hast, ist es schwierig, nicht umzufallen», gab der lettische Internationale zurück.
Ein Vorgeschmack auf das Duell der Nati gegen Lettland in der Gruppenphase der WM, die in einem Monat beginnt? «Es war einfach ein freundschaftlicher Austausch», wollten beide Internationale der Szene nicht zu viel Gewicht beimessen, obwohl beide um die Bedeutung des Duells in Tampere wissen. Der Verlierer dürfte die direkte Qualifikation für den Viertelfinal verpassen.
Schlag auf Schlag
Dabei bot das ausgeglichene Zürcher Derby auch sonst viel Zündstoff. Wenige Minuten vor dem Rencontre zwischen Conrad und Anis erzielte der ehemalige Ustermer Albert Koskinen das vermeintliche 4:2 - musste aber stattdessen wegen Torhüterbehinderung auf die Strafbank (was Anis im Powerplay zum 3:3 nutzte). «Ein korrekter Entscheid», findet Conrad. «Koskinen stand zu nahe vor Alessio Mura und machte noch einen Schritt auf ihn zu. Die Szene wirkte aufgrund des aberkannten Tores einfach besonders unglücklich.»
«Die Niederlage schmerzt, wir wollen eine gute Ausgangslage für die Playoffs», sagte Daniels Janis Anis. Uster hat nun die Gelegenheit, mit den kommenden Spielen gegen Chur (Samstag) und Alligator (Mittwoch) sein Polster auf den Strich wieder zu vergrössern. Für den HCR kamen die drei Punkte gegen Uster vor den Duellen mit Zug (Samstag) und Floorball Köniz Bern (Donnerstag) gerade richtig, in der Tabelle zogen die Winterthurer damit am Kantonsrivalen vorbei auf Rang 5. «Wir wissen zwar aus der letzten Saison, dass auch vom 7. Qualirang her der Titel möglich ist und wir unser bestes Unihockey zeigen können, wenn es zählt. Aber grundsätzlich können wir uns von der letzten Saison nichts mehr kaufen - und wir würden den Titel auch nach Rang 3 in der Qualifikation nehmen», sagt Levin Conrad.