25.
01.
2009
NLA Männer | Autor: Zug United

Als Leader in die Masterround

Zug United schliesst die regular season überraschend auf dem ersten Platz ab. Im letzten Saisonspiel gegen Bern gewann Zug mit 7:6.

Desolater Beginn
Zug United startete desolat in die Partie der 18. und letzten Meisterschaftsrunde: Nach nicht einmal fünf Minuten führten die Gäste aus Bern mit 2:0. Stettler und Gerber wurden im Zuger Slot etwa gleich stark bedrängt wie ein Fussballspieler beim Elfmeter. Die Hauptstädter spielten die Zuger auch in der Folge richtiggehend schwindlig und hätten noch mindestens zwei weitere Treffer erzielen müssen. Da sie aber einige Grosschancen ungenützt liessen, hatte die United die Möglichkeit, über den Kampf ins Spiel zurückzufinden.

Zuger Druckphase
Die Zuger kämpften in der Tat beherzt und Sandström leitete mit seinem Treffer in der 17. Minute eine Zuger Druckphase par excellence ein. Keine vierzig Sekunden nach dem Anschlusstreffer erzielte Philip Schuler in Überzahl den Ausgleich und dank Fabian Schulers Weitschusstreffer zwanzig Sekunden vor Drittelsende führten die Zuger beim ersten Pausentee trotz völlig verschlafenem Start mit 3:2. Der Mittelabschnitt hatte kaum begonnen, da zappelte der Ball bereits wieder in den Maschen des Berner Tors: Schönenberger hatte aus dem Slot getroffen. Die United erstickte sämtliche Berner Angriffsbemühungen im Keim, schaltete blitzschnell auf Angriff um und liess den Ball in der gegnerischen Zone gekonnt zirkulieren. Hartmann und Grüter erhöhten das Score bis zur zweiten Drittelspause auf 6:2 für Zug United.

Zum Sieg gezittert
Wieso der Leader im dritten Spielabschnitt nicht mit der gleichen Entschlossenheit weiterspielte, wissen wohl nur die Götter. Fakt ist jedoch, dass die Berner den Druck erhöhten und mit einem Doppelschlag nach 48 Minuten auf 6:4 verkürzten. Das 7:4 durch Michel in der 54. Minute konnte die Zuger Nerven ebenfalls nicht beruhigen, im Gegenteil: Die Kolinstädter rannten dem Ball oft kopflos hinterher und blockten in der eigenen Zone zu wenige Schüsse, was die Capitals bis zur 56. Minute auf 7:6 herankommen liess. Diesen Vorsprung retteten die Zuger dann aber doch noch über die Zeit, bekamen dafür drei Punkte gutgeschrieben und verteidigten somit ihre Leaderposition.

Noch nichts gewonnen
Vor der Saison hätte wohl niemand gedacht, dass Zug United die Qualifikation gewinnen könnte. Nun steigen die Zuger aber tatsächlich als Spitzenreiter in die Mitte Februar beginnende Masterround. Dort werden aber andere Leistungen von Nöten sein, um an der Spitze bleiben zu können, wie Trainer Juha Leinonen bestätigt: „Wir werden uns vor allem defensiv wieder steigern müssen, um an unsere bisherigen Erfolge anknüpfen zu können. Der Sieg in der Qualifikationsrunde freut mich sehr, aber wir haben noch nichts gewonnen, denn unser Vorsprung auf Rang fünf beträgt nur bescheidene vier Punkte." In der Tat ist in einer noch nie so ausgeglichenen NLB noch alles möglich. Die sechs Masterroundteilnehmer sind alle innerhalb von sieben Punkten klassiert und sämtliche Teams können sich somit noch berechtigte Chancen auf die Aufstiegsspiele ausmalen. Mit Blick auf die verbleibenden fünf Partien will sich Leinonen deshalb auf keine Rechenspiele einlassen: „Wir wollen jedes Spiel gewinnen!"

Zug United - Bern Capitals 7:6 (3:2, 3:0, 1:4)
Ehret, Hünenberg - 120 Zuschauer - SR: Meier/Schneider
Tore: 4. Gerber (Stettler) 0:1. 5. Stettler (Gerber) 0:2. 17. Sandström 1:2. 17. P. Schuler (Hartmann, bei Ausschluss Galli) 2:2. 20. F. Schuler (Schönenberger) 3:2. 21. Schönenberger (P. Schuler) 4:2. 30. Hartmann (T. Grüter, bei Ausschluss Muralt) 5:2. 34. T. Grüter (Pätynen) 6:2. 48. Gerber (Baumann) 6:3. 49. Baumann (Gysel) 6:4. 54. Michel (Illi) 7:4. 54. Galli (Tröhler) 7:5. 56. Tröhler 7:6.
Strafen: 1mal 2 Min. gegen Zug, 3mal 2 Min. gegen Bern.
Zug United: Schwerzmann, Trinkler, Schönenberger, Michel, Rosenberg, Hartmann, T. Grüter, Pulver, Stutzer, Sidler, F. Schuler, Sandström, Illi, Hocher, Oderbolz, P. Schuler, Pätynen.
Bern Capitals: Falk, Strub, Galli, Muralt, Jaggi, Kirchhofer, Wittwer, Galli, Baumann, Stettler, Holzer, Gerber, Tröhler, Farine, Schorno, Kilchenmann, Gysel, Tröhler, Aeschbacher.

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