05.
2007
Aus der Traum
Coray bereut Aufstellung
Überraschend setzte Coach Coray zu Beginn der Partie auf die junge Daniela Stettler an der Seite von Mirca Anderegg, ebenso kam Andrea Hofstetter als vierte Verteidigerin im zweiten Block zum Einsatz. Ein Aufgebot, das Coray nach Spielschluss bereute. „Ich hätte eine offensivere Aufstellung wählen sollen", ärgerte sich der Naticoach und nahm einen Teil der Niederlage auf seine Kappe. Mit verschiedenen Rochaden - Andrea Benz und Martina Mätzener wurden bei Spielhälfte eingewechselt - versuchte er die Ausrichtung zu korrigieren. Eine nachhaltige Wirkung auf das Schweizer Spiel war aber nicht zu erkennen. Dafür umso mehr, dass einige Spielerinnen augenscheinlich nicht in Form waren - oder durch das harte Spiel nicht zur Entfaltung kamen. Trotzdem konnten die Schweizerinnen das Spiel ausgeglichen gestalten und kassierten aus dem Spiel heraus nur einen Treffer. Ein erneuter Finaleinzug wäre jedenfalls durchaus im Bereich des Möglichen gelegen.
Überforderte Schiedsrichter
Nicht entgegen kam den Schweizerinnen auch die Regelauslegung der überforderten tschechischen Refrees. „Es ist so, wie es ist", kommentierte Teamcaptain Simone Berner die Leistung der Schiedsrichter - einen nachvollziehbaren Massstab fanden die beiden aber zu keinem Zeitpunkt. Das resolute „Aufräumen" im schwedischen Torraum erinnerte zwischenzeitlich mehr an Freistilringen, denn an ein Unihockeyspiel... Schwedens Nationaltrainer Jan-Erik Vaara - als Spieler früher selber ein eisenharter Verteidiger - freut sich jedenfalls über diese Entwicklung. „An erster Stelle soll das physische Spiel kommen, erst danach der Rest", meinte Vaara nach der Partie. Eine Meinung, die wohl nicht jeder mit ihm teilt. Weiter geht es für die Schweizerinnen am Samstag um 14 Uhr mit dem Bronzespiel voraussichtlich gegen Lettland.
Schweiz - Schweden 1:3 (0:1, 1:1, 0:1)
Arena-Nord Frederikshavn (DEN). - 800 Zuschauer. - SR Cerny/Janousek (CZE)
Tore: 19. Lundström (Penalty) 0:1, 29. Widar (Nilsson) 0:2, 39. Schäfer (Berner) 1:2, 60. Nilsson (Lundqvist/ins leere Tor) 1:3.
Strafen: je 2-mal 2 Minuten.
Schweiz: Tomatis; Berner, Bürgi (ab 41. Rittmeyer); Hofstetter, Breitenstein; Schäfer, Kundert, Stadelmann; Stettler (ab 28. Benz), Anderegg, Morf (ab 28. Mätzener); Rittmeyer.
Schweden: Pettersson; Renström, Samuelsson; Lundberg, Holmbom; Anna Lundström, Rhöös; Dahlerus, Kristoffersson, Lundqvist; Lindström, Wendelstig, Hanna Lundström; Widar, Nilsson, Sahlin.
Bemerkungen: Schweiz ohne Rüegg, Jud, Wüst, Flückiger, Kathriner, Koller (alle Ersatz).