01.
2009
Balmer und Co. machen Trainer Berger froh
Neben den Tigers Langnau war Rychenberg bisher das einzige Team, das Wiler Punkte stehlen konnte (4:4). Dieses Mal gab es für die Zürcher nichts zu holen, gar nichts. Sie wurden vom Meister vorgeführt, ja regelrecht an die Wand gespielt. Mit dem gefürchteten Tempo-Unihockey liessen die Emmentaler den Gegner erstarren. Tobias Zeller, Center des dritten Blocks, schoss den zehnten Treffer und damit das «Stängeli». Er wird die berühmte «Harasse» bezahlen müssen, es war schon das vierte Stängeli der laufenden Meisterschaft.
Die Geschichte des Spiels ist schnell erzählt. Nach dem ersten Drittel führten die Gäste mit 1:0 - das war an den Chancen gemessen viel zu wenig. Im zweiten Abschnitt gelang den Bernern in Sachen Chancenauswertung fast alles - sieben Tore die stolze Ausbeute. Von der 25. bis zur 27. Minute schossen die Berger-Schützlinge, innert 83 Sekunden, drei Tore. Dies reichte zur 5:1-Führung und der Sieg war im Trockenen. Die Partie gegen die Zürcher war eine der besten in dieser Saison. Es gelang dem Leader eindrücklich das hohe Level über 60 Minuten durchzuziehen.
Thorsell als Antreiber und Skorer
Aus dem starken Kollektiv ragten einige Akteure heraus. Allen voran Verteidigungs-Boss Olle Thorsell, der das Spiel der Berner famos orchestrierte. Er schoss die wichtigen Tore zum 3:0 und 4:1 und blieb hinten fehlerfrei. Aber auch Reto Balmer, Center der zweiten Linie, trug einen wichtigen Teil zum Erfolg Wilers bei. Er, der bisher in zehn Partien erst einmal getroffen hatte, schoss gleich zweimal ein. Er war es auch, der Rychenberg vor zwei Jahren in den Playoffs aus dem Bewerb warf, als er in der vierten Partie, eine Sekunde vor Schluss, traf. Und Patrick Mendelin, bester Torschütze des Teams, erhöhte sein Konto mit zwei Treffern auf mittlerweile 16 Goals. Weltmeister Vänttinen bereitete vier Tore vor.
Reto Balmer gab am Spielfeldrand zufrieden Auskunft. «Es ist heute alles für uns gelaufen. Die Bälle sind einfach reingegangen», sagte er und fügte an: «Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass sie ab dem 5:1 nicht mehr an ihre Chance glaubten.» Und auch Wiler-Trainer Thomas Berger war zufrieden. Denn diese Partie seiner Schützlinge war ziemlich nahe an den Perfektion. «So zufrieden habe ich ihn noch selten erlebt. Er hat in der Garderobe einige Spässe gemacht», sagte Balmer.
Joël Gysin - bei Wiler fehlte dem Defender die Spielpraxis - hatte in der Weihnachtspause die Seiten gewechselt und spielte gestern erstmals für Rychenberg. «Uns fehlte im zweiten Drittel der Biss. Wir wussten was uns erwartet, konnten die Vorgabe aber nicht umsetzen», sagte er. Er habe vor allem wegen dem grossen Kampfgeist nach Winterthur gewechselt. «Aber leider ist es heute für uns zum Krampf geworden.»
Rychenberg Winterthur - Wiler-Ersigen 1:10 (0:1, 1:7, 0:2)
Oberseen. - 470 Zuschauer. - SR Erhard/Renz.
Tore: 3. Balmer (Wallgren) 0:1. 21. (20:39) Gerber (Bichsel) 0:2. 25. (24:40) Thorsell (Mendelin) 0:3. 26. (25:21) Skalik 1:3. 26. (26:00) Thorsell (Vänttinen) 1:4. 27. (26:03) Balmer 1:5. 29. Mendelin (Vänttinen) 1:6. 36. Mendelin (Vänttinen) 1:7. 40. (39:53) Gerber (Vänttinen) 1:8. 45. Zürcher (Mendelin/ Ausschluss Schadegg) 1:9. 50. Zeller (Zürcher) 1:10.
Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen Rychenberg Winterthur.
Rychenberg Winterthur: Hauri (ab 30. Schütz); Moschen, Weber; Huber, Heller; Gysin; Skalik, Cepek, Schadegg; D. Mucha, Grunder, M. Mucha; Hanselmann, Friolet, Wolfer.
Wiler-Ersigen: Haab; Bichsel, Thorsell; Eggs, Wallgren; Bieber, Jungo; Mendelin, Gerber, Vänttinen; Wittwer, Balmer, Krähenbühl; Mutti, Zeller, Zürcher; Mäkipää, Hirschi.