23.
04.
2021
NLA Männer | Autor: UHC Uster

Berweger und Suter verlassen Uster

Das Fanionteam des UHC Uster wird ab der Saison 2021/22 auf zwei langjährige Stammkräfte und somit viel Erfahrung verzichten müssen. Mit Raphael Berweger und Simon Suter beenden zwei wichtige Stützen der ersten Mannschaft ihre sportliche Aktivitäten auf höchstem Unihockey-Level.

Berweger und Suter verlassen Uster Raphael Berweger wird nur noch auf dem Kleinfeld anzutreffen sein. (Bild: Wilfried Hinz)

Während Berweger, der am Mittwoch seinen 33. Geburtstag feierte, seine Karriere in einer tieferen Kleinfeldliga ausklingen lassen will, zieht es den drei Jahre jüngeren Suter zum UHC Pfannenstiel in die 1.Liga.

Das Ustermer Urgestein Berweger spielte ab der Saison 2007/08 im UHCU-Fanionteam, zu dem er nach einer vierjährigen «Auszeit» bei Floorball Köniz von 2012 bis 2016 auch wieder zurückkehrte, notabene als frisch gekürter Cupsieger. Suter seinerseits erlernte das Unihockeyspiel beim UHC Russikon-Fehraltorf und wechselte dann zur Ustermer U16. Die erste volle Spielzeit im Fanionteam absolvierte er in der Aufstiegssaison 2009/10. Er blieb dem UHC Uster seither mit Ausnahme eines einjährigen ausbildungsbedingten Abstechers in die zweite schwedische Liga zu Balrog IK in der Saison 2015/16 treu.

Berweger und Suter waren massgeblich an den beiden Playoffqualifikationen der Zürcher Oberländer in den Saisons 2017/18 und 2018/19 beteiligt. Beide Spieler zeichneten sich als Leaderfiguren im UHCU-Team aus und trugen zeitweise auch die Captain-Armbinde. Suter verabschiedet sich zudem als mehrfacher Topscorer aus dem Buchholz; Berweger gelang dieses Kunststück in der abgelaufenen Saison ebenfalls.

Im Interview auf der Homepage des UHC Uster äusserten sich die beiden wie folgt zu ihrem Entscheid:

Raphi und Simi, den Entscheid zum Rücktritt vom NLA-Leistungssport habt ihr gefällt, weil...
Raphael Berwerger: Weil ich ab Sommer 2021 eine berufliche Neuausrichtung vornehme und ich seit ein paar Jahren immer mehr mit Entzündungen zu kämpfen habe. Es war für mich ein sehr schwieriger Entscheid, da ich rund 20 Jahre alles dem Unihockey untergeordnet habe. Es wird daher sicher einige Zeit brauchen, bis ich mich an den neuen Alltag gewöhnt habe.
Simon Suter: Einerseits weil der zeitliche Aufwand in der NLA sehr gross ist. Ich habe immer mehr gemerkt, dass ich meine Freizeit flexibler gestalten möchte. Gerne würde ich auch mehr Zeit für anderen Sportarten haben. Anderseits habe ich gespürt, dass ich eine Veränderung brauche. Die Chance, in der 1. Liga in Egg mit vielen ehemaligen Spielerkollegen und guten Freunden zu spielen, möchte ich mir nicht entgehen lassen.

Ihr habt einen Grossteil eurer sportlichen Karriere beim UHC Uster verbracht. Diese Vereinstreue gründet vor allem auf...
Raphael Berwerger: Auf der Tatsache, dass ich hier gross geworden bin und mich immer sehr wohl gefühlt habe. Es war für mich eine Selbstverständlichkeit, dass ich solange wie möglich hier spielen, Leistung erbringen und meine NLA-Karriere auch hier beenden wollte.
Simon Suter: Auf dem Umstand, dass ich bei meinem Wechsel zu Uster, für den Thierry Hänggi verantwortlich war, viele gute Freunde kennenlernen durfte. Mit vielen von ihnen bin ich heute noch befreundet. Das Team und das gute Vereinsumfeld waren für mich Gründe, um in Uster zu bleiben. Ich konnte mich weiterentwickeln, und es hat über all die Jahre für mich einfach immer gut gepasst.

Aus eurer Zeit im Spitzensport in besonderer Erinnerung bleiben wird euch...
Raphael Berwerger: Die leistungsorientierte Kultur. Aber nebenbei vor allem die Momente mit dem Team, Erfolge, Misserfolge, Reisen, Begegnungen auf und neben dem Feld. Es war die beste Lebensschule, die ich mir vorstellen kann.
Simon Suter: Ganz viele Momente mit dem Team. Es sind gemeinsame Erfolge, Tiefschläge aber auch die stets neuen Herausforderungen. Ein weiterer schöner Nebeneffekt war, dass ich mit Spielern aus Finnland, Schweden, Tschechien, Lettland und Thurgau aufs Feld durfte. Ein zusätzliches Highlight waren die Auslandreisen mit der Mannschaft.

Man wird euch künftig regelmässig auf den Zuschauertribünen des Buchholz sehen, weil...
Raphael Berwerger: Weil ch dem Verein sicher in einer anderen Funktion erhalten bleibe. Ich wohne unweit vom Buchholz und habe viele Freunde gefunden. Daher ist es für mich klar, dass ich den Verein und die Jungs auch künftig unterstützen möchte.
Simon Suter: Weil mir der Verein am Herzen liegt. Ich bin gespannt, wie sich das Team entwickelt und wie die Mannschaft weiter in der NLA performt. Es wird sich aber auf jeden Fall komisch anfühlen, die Spiele von der Tribüne im Buchholz aus mitzuverfolgen. Ich kann mir auch gut vorstellen, nach meiner aktiven Spielerkarriere in irgendeiner Form wieder für den Verein tätig zu sein.»

 

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Tabellen

1.UHC Thun+9756.000
2.Kloten-Dietlikon Jets+4349.000
3.Floorball Fribourg+2946.000
4.Pfannenstiel Egg+138.000
5.Ticino Unihockey+1235.000
6.UHC Grünenmatt+133.000
7.Unihockey Langenthal Aarwangen-1133.000
8.Ad Astra Obwalden-229.000
9.I. M. Davos-Klosters-4323.000
10.Regazzi Verbano UH Gordola-5619.000
11.UHC Lok Reinach-2418.000
12.Unihockey Limmattal-4717.000
1.Floorball Uri+5946.000
2.Aergera Giffers+836.000
3.Nesslau Sharks+1533.000
4.Chilis Rümlang-Regensdorf+1333.000
5.UH Appenzell+1230.000
6.UH Lejon Zäziwil+323.000
7.Unihockey Basel Regio-2222.000
8.UHC Bremgarten-3820.000
9.Visper Lions-2217.000
10.Red Lions Frauenfeld-2810.000

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