10.
2010
„Bislang hat sich der Wechsel sicher ausbezahlt“
Nach sechs Jahren in der SML bei Alligator Malans zog es Sandro Dominioni (24) in diesem Sommer nach St.Gallen. Nebst dem Verein wechselte er auch Job und Wohnung, so dass er mit viel Neuem konfrontiert wurde. Grosse Anpassungsschwierigkeiten bekundete er bislang scheinbar nicht, nach fünf Spielen ist er der beste Skorer - nicht nur bei WaSa, sondern der ganzen Liga. Offensiv läuft es mit seinen Linienkollegen Fredrik Hoff Eriksen und Roman Wick bereits nach Wunsch, hinten könnte und sollte die Anzahl Gegentore allerdings noch ein wenig vermindert werden, wie Dominioni einräumt.
Sandro, nach fünf Runden und acht Punkten steht WaSa auf Rang sieben der Tabelle, einem Playoffplatz. Zufrieden mit dem Saisonstart?
Nein, eigentlich nicht. Zum jetzigen Zeitpunkt wollten wir zwölf Punkte haben. Insbesondere gegen Lok Reinach haben wir etwas dumm und unnötig verloren. Und auch gegen Kloten hatten wir drei Punkte angestrebt, aber nur zwei geholt. Insgesamt spielen wir recht gut, sind bisher aber in fast jedem Spiel gegen Ende etwas ins Straucheln geraten.
Womit seid ihr zufrieden, woran müsst ihr noch arbeiten?
Offensiv erzielen wir einen Haufen Tore, fast sieben pro Spiel. Wenn man so oft trifft, müsste man die Spiele auch gewinnen. Die Defensive sitzt grundsätzlich, allerdings hatten wir jeweils etwa zehn schlechte Minuten, in denen wir viele Tore kassierten. Wir müssen also vor allem daran arbeiten, konstanter über ganze Spiele hinweg unsere Leistung zu bringen.
Am Sonntag empfängt ihr Chur Unihockey, das einen Punkt vor euch liegt. Wie siehst du diesem Spiel entgegen, das für dich ja für einmal kein Derby mehr ist?
Wir haben sicher nichts zu verlieren, Chur ist klarer Favorit. Trotzdem sind unser Ziel drei Punkte, und wir haben sicher die Möglichkeiten, diese zu holen. Klar sind Spiele gegen Chur nach meinen sechs Jahren bei Malans mit Emotionen verbunden. Aber etwas Spezielles wird für mich dann eher das Spiel gegen Malans.
Was hat dich zum Wechsel zu WaSa und dem Umzug nach St.Gallen bewegt? Hat es sich bislang gelohnt?
Ich habe eine neue Herausforderung gesucht und etwas Neues ausprobieren wollen. Bis jetzt fühle ich mich sehr wohl. Ich habe etwas mehr Freiheiten, bekomme mehr Spielzeit und zeige meist gute Leistungen. Ganz allgemein habe ich mich in St. Gallen und Waldkirch, meinem neuen Wohn- respektive Arbeitsort, rasch eingelegt. Zudem sind die Kollegen und die Familie ja auch nicht so weit entfernt, falls was ist. Bislang hat sich der Wechsel also auf jeden Fall gelohnt.
Mit 15 Punkten führst du sogar die Skorerliste an. Überrascht?
Ja, ich hätte nicht gedacht, dass ich gleich so zuschlage. Es sind aber auch erst fünf Spiele gespielt. Auf dem geglückten Start kann ich sicher aufbauen und habe mein Selbstvertrauen stärken können, mein Ziel ist allerdings, über die ganze Saison konstant gute Leistungen abzurufen. Erst danach kann ich ernsthaft beurteilen, wie es gelaufen ist und ob ich zufrieden bin.