04.
2005
Briefaktion sorgt für Unmut
Für die Nicht-Zürcher und Nicht-Forumsleser zur Rekapitulation: Die Zürcher Unihockeyaner haben am 1. April – leider kein Scherz – Post vom Verband erhalten. Inhalt: Eine von ZV-Präsident Renato Orlando unterschriebene Wahlempfehlung inklusive Flyer für den Regierungsratskandidaten der SVP, Bruno Heinzelmann. Im Forum von unihockey.ch war sofort Hochbetrieb. Zurecht, handelt es sich dabei doch klar um eine Statutenverletzung des Verbandes, der politisch neutral handeln muss. Von einer Entschuldigung und dem Einsehen, falsch gehandelt zu haben, spürt man bei Orlando wenig. Gegenüber unihockey.ch schrieb er (auszugsweise) „Man muss sich nicht wundern, warum es immer schwieriger wird, Ehrenamtliche zu finden, wenn, wie jetzt erlebt, so viele primitive und abscheuliche Reaktionen folgen. Die anständigen und auch berechtigten Einwände habe ich beantwortet!“. Und weiter: „Obschon ich eigentlich immer noch für eine freie Meinungsäusserung bin, würde ich so eine Aktion natürlich nicht mehr machen“.
2000 Franken aus der Verbandskasse

Kontraproduktives Verhalten
Unihockey braucht eine
bessere Verankerung in Politik und Wirtschaft, gewiss. Networking ist wichtig,
sicher. Aber doch nicht so. Mit einer solchen Aktion bringt man sämtliche
Nicht-SVP-Politiker gegen sich auf – und das sind mehr als 75% in diesem Land.
Die Versandaktion war also nicht nur statutenwidrig, sondern auch
kontraproduktiv und naiv, um ein nettes Wort zu gebrauchen.