07.
2013
Bürki bleibt vorerst WaSa-Präsident
Eigentlich wollte Markus Bürki am Mittwoch als Präsident des NLA-Vereins Waldkirch-St. Gallen zurücktreten. Da sich kein Nachfolger finden liess, bleibt er bis Ende Jahr interimistisch im Amt. «Danach höre ich aber definitiv auf», sagt Bürki.
Vor gut einem Monat gab Markus Bürki bekannt, dass er nach vier Jahren als Präsident des NLA-Vereins Waldkirch-St. Gallen zurücktreten werde. Bereits seit 2005 ist Bürki im WaSa-Vorstand tätig. Doch es blieb nur beim Wollen - bei der Generalversammlung am Mittwoch liess sich kein Nachfolger für Bürki finden. Dieses berichtet heute das St. Galler Tagblatt. Bürki liess sich nochmals erweichen und wird das Amt interimistisch bis Ende Jahr weiter führen. «Schliesslich liegt mir der Verein am Herzen und ich möchte eine geordnete Übergabe machen können. Aber Ende Dezember höre ich definitiv auf», wird Bürki im Tagblatt zitiert.
Dass Mitglieder für Vorstandsämter schwer zu finden sind, ist nichts Neues. Das musste auch Waldkirch-St. Gallen erfahren. Die Antwort nach dem Warum ist für Markus Bürki nicht schwer zu finden. «Wir haben mittlerweile ein Budget von 300 000 Franken und 250 lizenzierte Mitglieder», so Bürki, «doch die Strukturen sind noch immer die eines kleinen Dorfvereins. Die Aufgaben sind auf zu wenige Leute verteilt. Es helfen immer die gleichen.» Ein Bild, wie es (leider) oft gesehen wird bei Unihockey- und weiteren Sportvereinen.
Für Markus Bürki ist klar, «dass der UHC Waldkirch-St. Gallen keine Einmann-Schau darf und soll sein. Er kann es mit dieser Grösse auch nicht.» Mit seinem Vollzeitjob als Wirtschaftsprüfer kann Bürki den Aufwand als Präsident nicht mehr vereinbaren. Immerhin hat er an der GV gespürt, dass der Wille zur Mithilfe der Mitglieder da sei: «Ich bin guten Mutes, dass wir in den kommenden Monaten einen Nachfolger für mich finden - und auch andere Helfer, die dann die Arbeit für den gesamten Vorstand vereinfachen.» Gesucht wird unter anderem auch ein Marketing-Verantwortlicher, der mehr Einnahmen generiert.
Finanziell steht WaSa gut da, trotz einem Verlust von 6000 Franken in der letzten Saison beträgt das Eigenkapital 43000 Franken. Um keine finanziellen Risiken einzugehen, wird auf die nächste Saison auf die Verpflichtung eines dritten Ausländers verzichtet. Die Juniorenförderung bleibe das wichtigste Ziel des Vereins, so Bürki.