02.
2007
Brutale Niederlage
Im Vergleich zum gestrigen Spiel gegen die Tschechen starteten die Schweizer mit sichtlich mehr Engagement in die Partie. Trotzdem konnte Nyman im zweiten Versuch die Finnen bereits in der dritten Minute in Führung bringen. Mit zwei Toren zwischen der 12. und 14. Minute konnten die Skandinavier auf 3:0 davonziehen. Die Schweizer erarbeiteten sich zwar einige gute Torchancen konnten aber nicht reüssieren.
Auch im zweiten Drittel dasselbe Bild. Die Schweizer erarbeiteten sich nun ein deutliches Chancenplus (die Schussstatistik des zweiten Abschnittes lautete 13:7) fanden aber weiterhin keine Mittel um den finnischen Schlussmann zu bezwingen. Und wer die Tore bekanntlich nicht schiesst…In der 39. Spielminute konnten die Finnen die Partie mit einem Doppelschlag definitiv entscheiden.
Was 40. Minuten lange nicht gelang, wurde im letzten Abschnitt bereits nach 20 Sekunden Tatsache. Joel Krähenbühl bezwang Finnland-Keeper Ihme mit einem Drehschuss. Finnland war aber definitiv die effizientere Mannschaft und erhöhte das Skore kontinuierlich auf 1:8. Den Schlusspunkt setzte Christoph Hofbauer im Powerplay mit seinem Treffer zum 2:8.
Trotz einer ansprechenden Leistung mussten die Schweizer auch heute mit einer deutlichen Niederlage vom Feld. Die Finnen erteilten den Eidgenossen eine Lektion in Sachen Effizienz.
Fazit
Die Resultate der Herren Nationalmannschaft an diesem Wochenende zeigen, was
so manches Schweizer Unihockey-Herz schmerzen lässt. Die beiden Topnationen
Finnland und Schweden sind weiter weg von den Schweizern, als man es wahrhaben
will, die Tschechen sind näher, als es ihnen lieb ist. Das Trainergespann
Brendler/Düggeli wähnt sich gemäss eigenen Aussagen momentan wie im Film „Groundhog
Day…und täglich grüsst das Murmeltier“. Zuviele Fehler und Situationen
wiederholen sich immer wieder. Auf einen Schritt vorwärts, folgt im nächsten
Spiel auch immer wieder der Schritt zurück. Dem Team mangelt es momentan
augenscheinlich an Konstanz. Um diese Konstanz - welche man an der vergangenen
WM in Schweden phasenweise zeigte - zu erlangen benötigt das Team Zeit, mehr
Trainingseinheiten und vor allem harte Arbeit von jedem Einzelnen.
Schweiz - Finnland 2:8 (0:3; 0:2 ; 2:3)
Lisebergshallen, Göteborg (SWE) - 234 Zuschauer
SR: Bengtsson / Polverari (SWE)
Tore: 3. 0:1 Nyman (Öhman); 12. 0:2 Tiitu (Mikko Kohonen); 14. 0:3 Kapanen (Kivilehto); 39. 0:4Tiitu (Kirjonen); 39. 0:5 Kukkola (Kapanen); 41. 1:5 Krähenbühl (Gerber); 45. 1:6 Järvi (Nyman); 46. 1:7 Seppälä (Mikko Kohonen); 50. 1:8 Punkari (Öhman; Ausschluss Dysli); 56. 2:8 C. Hofbauer (Zimmermann; Ausschluss Seppälä)
Strafen: Schweiz 2x2'; Finnland 1x2'
Schweiz: Tönz; Gerber, Dysli, M. Hofbauer, C. Hofbauer, Krähenbühl; Beyeler, Jungo, Bill, Balmer, Dunkel; Schild, Kamaj, Kläger, Zimmermann, Binggeli; Cadisch
Finnland: Ihme, Jörvinen, Manner, Seppälä, Nyman, Öhman, Jussila, Kapanen, Mikko Kohonen, Kirjonen, Punkari, Kukkola, Väänänen, Järvi, Lehti, Mika Kohonen, Kivilehto, Tiitu
Bemerkungen: Schweiz ohne Zürcher (krank), Weber und Brunner (beide verletzt)
Beste Spieler: Bill / Punkari