09.
2011
Das Masters soll weiterleben
Herr Iseli, wie sind Sie mit dem Anlass grundsätzlich zufrieden?
Andreas Iseli: Grundsätzlich ist es ein Anlass wie ich ihn mir vorstellte. Mit der Hardau eine gut passende Infrastruktur, zwar viel zu heiss in der Halle - aber eben es ist ja noch Spätsommer. Der Geschäftsstelle von swiss unihockey und dem lokalen Organisationskomitee danke ich für ihren tollen Einsatz. Ohne solches Engagement würde bekanntlich nichts laufen. Würdig fand ich auch die Verleihung der Awards und Suva-Fairplaypreise im Umfeld dieses Anlasses. Einziger Wermutstropfen war der eher geringe Zuschauerzuspruch.
Wie lauteten die Rückmeldungen der Vereine?
Ich hörte im Vorfeld eher kritische Stimmen, doch während des Anlasses kamen von Spielern und Vereinsvertretern nur noch positive Feedbacks zu mir,
Wie sieht die Zukunft des Masters aus, respktive wann wird darüber bestimmt?
Ich gehe davon aus, dass dieser Anlass seine Prüfung bestanden hat und wir damit weiterfahren sollten. Es war beim Grundsatzentscheid durch die Nationalliga-Präsidenten deutlich spürbar, dass ein solcher Event mit Wettkampf-Charakter gewünscht wird und sich ein solcher Anlass auch etablieren soll. So gesehen wird es meines Erachtens auch in den kommenden Jahren ein Swiss Unihockey Masters geben."
Gibt es schon Änderungsvorschläge, wie beispielsweise nur Samstag und Sonntag zu spielen oder das Masters ausserhalb der grossen Unihockey-Zentren zu spielen?
Das wäre verfrüht, wir müssen das Masters sicher nun analysieren und allfällige Korrekturen vornehmen. Mit einem Dreitages-Turnier können mehr Mannschaften aus der Nationalliga eingebunden werden. Betreffend Austragungsort haben die Nationalliga-Vereine die Möglichkeit, sich für die Durchführung und Organisation zu bewerben."
Nach dem Ausscheiden der Tigers Langnau, wurden Stimmen laut, welche behaupteten, dass die Tigers absichtlich verloren hätten, um wieder mal ein freies Wochenende zu haben. Was sagen sie zu solchen Aussagen?
Das glaube ich kaum, da es ja doch um einen Titel ging und es meiner Auffassung nach für einen Sportler unmöglich ist, absichtlich zu verlieren. Vielleicht wurde der Gegner etwas unterschätzt. Dies ist ja gerade das reizvolle an dieser Form, der Cupcharakter wo auch ein vermeintlich schwächeres Team über sich hinaus wachsen kann."
Die Austragung des diesjährigen Masters hing nach dem Rückzug des Vermarkters am seidenen Faden und "überlebte" nur dank Budgetkürzung und Zustupf aus der Playoff-Kasse. Würden Sie es im Rückblick nochmals gleich machen?
Ja unbedingt, zumal ja die Schlussabrechnung auch noch abgewartet werden muss. Wir vom Nationalliga-Komitee sind vor zwei Jahren angetreten mehr professionelle Events zu lancieren. Mit den Swiss Unihockey Masters und den Swiss Mobiliar Games gibt es nun echte Ligaevents, welche vor oder während der Regular Season für mehr Zuspruch bei Zuschauer und Medien sorgen sollen. Ich bin überzeugt, dass sich auf diesen beiden Gefässen aufbauen und weiter arbeiten lässt. Ich bin den Vereinen für die bedingungslose Unterstützung und dem Zentralvorstand für die Unterstützung dankbar. Wir müssen nun alles daran setzen, dass für die Austragung 2012 genügend Sponsoren akquiriert werden können und der Anlass möglichst schnell selbsttragend wird. Nach dem doch ansprechenden Start bin ich zuversichtlich, das dies gelingen kann."