03.
2004
Der neue Cheftrainer steht fest
"Wir sind zuversichtlich, dass unsere Spielerinnen den Ligaerhalt schaffen werden", gibt sich Präsident Gregor Wegmüller kämpferisch. "Die Niveau-Unterschiede zwischen der NLB und der NLA sind im Damenbereich noch sehr gross." Entscheidend für den Ligaerhalt der Thurgauerinnen wird das erste Playout-Spiel vom kommenden Samstag sein, wenn sie um 20 Uhr in Zuckenriet gegen die Gegnerinnen von Dürnten-Bubikon aus der NLB antreten. In maximal drei Spielen wird sich entscheiden, wer von beiden zukünftig in der höchsten Liga der Schweiz mitspielen darf. "Jetzt brauchen wir die Unterstützung des Kantons", meint Trainer Philipp Hofmann und hofft dabei auf einen grossen Publikumsaufmarsch als Schützenhilfe im wohl wichtigsten Spiel der Saison.
Galimberti wird neuer Trainer
Im Gegensatz zum Ausgang des
Playout-Krimis ist hingegen die Nachfolge als Trainer bereits fixiert. Emanuel
Galimberti heisst der neue Cheftrainer im Damenbereich bei den
Ostschweizerinnen. Der 31-jährige aus dem zürcherischen Raat arbeitet als
Teamleiter bei Cargologic auf dem Flughafen Kloten. In Kloten war er diese
Saison auch in seiner Freizeit tätig: Zusammen mit zwei Kollegen leitete er das
Elite-Junioren-Team der Kloten-Bülach Jets und leistete einen wesentlichen
Anteil an dessen Erfolg. Begonnen hat der Zürcher mit Thurgauern Wurzeln
(Bürgerort Stettfurt) als Spieler bei den Giants-Hornets Bülach und spielte dort
sogar zwei Jahre lang in der Nationalliga B. Nach seiner Aktivkarriere begann
Galimberti 1996 als Trainer bei den White-Wolves Stadel-Niederhasli und führte
das junge Team von der 2. in die 1. Liga, bevor er in der Saison 2002 seine
Arbeit bei den Nachwuchs-Junioren der Jets begann.

Emanuel
Galimberti
Spitze ist sehr dünn
"Ich suche eine neue
Herausforderung", begründet Emanuel Galimberti sein Interesse an einer
Traineraufgabe bei Floorball Thurgau. Präsident Wegmüller ist überzeugt, dass
Galimberti mit seiner ruhigen und kommunikativen Art, sowie seiner grossen
Erfahrung der richtige Mann für diesen Posten ist. "Leider gibt es im Thurgau
einfach nur wenige Unihockey-Spielerinnen, die gerne auf nationalem Niveau
mitspielen wollen", erklärt Wegmüller und deutet dabei die schmale Spitze im
Leistungsbereich der Damen an. Derzeit sind die Verantwortlichen in zahlreichen
Gesprächen mit talentierten Spielerinnen. Ebenfalls werden erfolgreich erste
Spielerinnen aus den Juniorenteams eingebaut. Die Zukunft des Damen-Unihockeys
im Thurgau hängt sicherlich vom Erfolg der bestehenden Mannschaft in den
Playouts ab - allerdings nicht nur. Wegmüller: "Der Thurgau würde durchaus noch
ein paar Juniorinnenteams verkraften können. Genügend Interesse wäre auf alle
Fälle bei etlichen Mädchen vorhanden."