10.
2010
„Die Ausgeglichenheit ist unsere grösste Stärke“
Im Vergleich zum Vorjahr, als sie nach einem missglückten Auftakt zur Aufholjagd ansetzten, mischen die Grasshoppers in dieser Spielzeit von Beginn weg an der Spitze mit. Zuletzt bezwangen sie Floorball Köniz an den ersten Mobiliar Games in Bern. Thomas Grüter (21) befindet sich in seiner zweiten Saison bei den Zürchern und hat sich als zuverlässige Stammkraft auf der Centerposition etabliert. Obwohl er auch in Zürich studiert, wohnt er weiterhin in Hünenberg und braucht gut eine Stunde pro Weg, um von da zur Universität, den Trainings und den Spielen zu pendeln.
Thomas, durch den Sieg gegen Köniz habt ihr die Tabellenspitze übernommen. Weshalb läuft es bislang so gut?
Unsere Ambitionen haben wir bereits letzte Saison angedeutet, als wir Zweite wurden in der Qualifikation. Dieses Jahr wollten wir von Anfang an vorne mitspielen. Unser breites Kader betrachte ich als unsere grösste Stärke. Wir haben drei ausgeglichene Linien und so sind wir auch dann in der Lage zu gewinnen, wenn es einer mal nicht läuft.
Der Kreuzbandriss von Alexander Boden in der Vorbereitung hat bei euch also keine Spuren hinterlassen?
Natürlich war das zuerst ein Rückschlag, oder gar ein Schock. Nach dieser Verletzung haben wir auch alle Linienzusammensetzungen nochmals über den Haufen werfen müssen. Wir haben uns aber schnell gefunden und es spricht für die Stärke des Teams, dass wir diesen Ausfall verkraften konnten.
Letzte Woche fand eurer Spiel anlässlich der ersten Mobiliar Games statt. Wie war dein Eindruck von diesem Spezialevent?
Für mich war es nicht einfach ein normales Meisterschaftsspiel. 800 Zuschauer hat man nicht jedes Wochenende, ausserdem spielten wir um die Tabellenführung und zusätzlich war noch das Fernsehen dabei. Insofern halte ich das für eine gute Sache und freue mich bereits auf die nächste Austragung bei uns in Zürich. Ich bin gespannt, ob auch wir es organisatorisch so gut hinkriegen.
Du bestreitest deine zweite Saison für GC. Bist du zufrieden, wies bisher gelaufen ist für dich?
Letzte Saison war ich oft in der dritten Linie, zu Beginn habe ich teilweise gar nicht gespielt, weil ich nach der RS erst spät voll mittun konnte. Danach konnte mich aber rasch etablieren, mit meiner Rolle anfreunden und dann selbst in den Playoffs eigentlich immer spielen. Momentan spiele ich in der zweiten Linie und spüre das Vertrauen der Trainer. Deshalb bin ich zufrieden, ja.
Meist bildest du eine Sturmlinie mit Linard Parli und Nico Scalvinoni. Wie siehst du deine Rolle zwischen diesen beiden Skorern?
Ich konzentriere mich darauf, meine Verantwortung defensiv wahrzunehmen und nach vorne die richtige Mischung zu finden. Ausserdem versuche ich, für Stabilität, Ruhe und Ordnung zu sorgen. Dadurch schaffe ich die Grundlage, dass sich meine Flügel entfalten können. Überhaupt sehe ich mich als Bindeglied, einerseits vorne zwischen diesen beiden speziellen Typen. Andererseits zwischen den Stürmern und den Verteidigern.
Euch stehen drei Partien in fünf Tagen bevor. Wie bereitet ihr euch auf diese intensive Phase vor?
Über die hohe Belastung beklagen wir uns nicht, das ist ja für alle Teams gleich. Wir haben uns diese Woche vor allem auf das Malansspiel vorbereitet. Dort wollen unsere gute Form bestätigen. Ein Cupspiel gegen einen B-Ligisten, in unserem Fall Sarganserland, ist immer gefährlich, sollten wir aber meistern können. Und auf den Mittwoch freuen sich alle, gerade weil uns Rychenberg ja letzte Saison aus den Playoffs geworfen hat. Wir wollen nach diesen drei Spielen mit einem guten Gefühl in die Natipause gehen können.