01.
2011
"Die Playoffquali wäre eine grosse Sache für uns"
Aufsteiger Kloten-Bülach Jets mischt munter mit Kampf um die Playoffplätze und befindet sich momentan über dem Trennstrich auf dem achten Rang. Der finnische Trainer Heikki Luukkonen kann dabei auf die Dienste zweier junger Landsmänner zählen: Verteidiger Asser Jääskeläinen (21) und Stürmer Mikko Leikkanen (22) fanden auf diese Saison den Weg von Classic Tampere nach Kloten. Luukkonen war denn auch einer der wesentlichen Gründe, weshalb sich die beiden für Kloten entschieden. Nicht nur aufgrund des sportlichen Höhenfluges gefällt es ihnen in der Schweiz.
Asser, hast du erwartet, dass es den Jets als Aufsteiger so gut läuft und ihr drei Runden vor Ende der Qualifikation einen Playoffplatz belegt?
Während der Vorbereitung hätte ich das bestimmt nicht erwartet. Am Anfang haben wir zwar einige Spiele verloren, aber gegen Topgegner enge Spiele hingekriegt, die uns zeigten, was alles drinliegt. Wir arbeiten hart und setzen unseren Gameplan meist um. So kamen die ersten Siege, die für das nötige Selbstvertrauen sorgten. Weiter sind wir in guter physischer Verfassung, damit wir unser Forechecking, von dem sich einige Gegner immer noch überraschen lassen, erfolgreich spielen können. Und nicht zuletzt erzielen unsere jungen Spieler viele Fortschritte. Deshalb bin ich mittlerweile durchaus der Meinung, dass wir verdientermassen auf dieser Position liegen.
Gefällt dir, wie Unihockey in der Swiss Mobiliar League gespielt wird? Inwiefern musstest du dich umgewöhnen oder anpassen?
Es gefällt mir sehr, wir haben eine lustige Mannschaft. Dass wir mit Heikki einen finnischen Trainer haben, hat mir dabei geholfen, den Spielstil in der Schweiz zu verstehen. Persönlich wollte ich nicht zu viel verändern, sondern einfach Neues hinzulernen. Zum Beispiel habe ich zuvor nie mit hohem Druck Forechecking gespielt, oder hatte ich auf Aktivebene noch keine so wichtige Rolle auf dem Feld. Was mir besonders gefällt ist die bessere Atmosphäre, die aktivere Unterstützung an den Spielen als ich es mir aus Finnland gewohnt bin. Etwas, das mir weniger zusagt sind die unterschiedlichen und qualitativ schlechteren Hallenböden.
Wenn dir alles so gut passt, bleibst du wohl noch eine weitere Saison bei den Jets?
Der Entscheid ist noch nicht definitiv gefallen. Es sieht allerdings danach aus, als ob ich für nächste Saison nach Finnland zurückgehen werde. Wenn es möglich ist, würde ich aber sehr gerne in der näheren Zukunft wieder und noch etwas länger in der Schweiz spielen.
Was hat dich dazu bewogen, bereits in jungem Alter ins Ausland zu gehen und bei Kloten anzuheuern?
Ich spielte fünf Jahre im gleichen Umfeld beim gleichen Verein und galt als talentierter Junior, der endgültige Durchbruch ist mir aber nicht gelungen. Ich war der Meinung, mich nicht genug zu entwickeln. Dass mit Mikko Leikkanen ein guter Freund von mir ebenfalls nach einer Veränderung suchte, trug wesentlich dazu bei, gemeinsam diesen Traum zu realisieren. Ausschlaggebend für die Jets war das grosse Interesse, als Trainerfuchs Heikki anrief, fiel uns die Wahl leicht und ging alles rasch voran. Jetzt sind wir beide zufrieden mit unserer Entscheidung, weil der Verein die Dinge sehr gut organisiert und eingehalten hat.
Welches waren bisher deine sportlichen Höhepunkte hier in der Schweiz? Und welche kommen noch?
Wie gesagt, die gute Stimmung an den Spielen und alle Siege gehören zu den Highlights. Aber die zwei Siege gegen die Tigers Langnau innerhalb von einer Woche waren schon speziell. Allgemein mag ich, dass die Mannschaften hier nie aufgeben und immer bis zum Schluss kämpfen. Auch der Teamgeist unterscheidet sich stark von dem in Finnland. Was meine persönliche Leistung betrifft, steht der Höhepunkt noch bevor, hoffe ich. Und als Mannschaft gilt unsere volle Konzentration dem Spiel gegen Lok, das wir unbedingt gewinnen müssen. Nur dann können wir es in die Playoffs schaffen, was für uns natürlich eine riesige Sache wäre.