Das Startspiel zur B-WM in Helsingborgs Idrottens Hus war auf den ersten Blick
kein Knüller. Slowenien gegen Holland ist für Unihockeykenner kein besonderer
Leckerbissen. Beide Nationen haben bisher an zwei WM-Turnieren teilgenommen und
kamen nie bis in´s B-Finale.
Wer aber die Kaderlisten der beiden Teams anschaut, erkennt einige
"Schweizer". Bei den Niederländern figurieren gleich deren vier und bei
Slowenien ist Beni Cernela, der die beiden vergangenen Saisons beim
Grasshoppers Club spielte mit von der Partie. Mit Rob Labruyère,
welcher unbestritten zu den Teamleadern der Oranjes gehört, traf er auf einen
alten Bekannten, denn die beiden waren in früheren Tagen Team Kollegen bei den
Iron Marmots Davos-Klosters. Rob, der bereits seine Dritte WM bestreitet, hat es
in der Schweiz zwar nicht so weit gebracht wie Beni, doch ist er um einiges
reicher wenn es um Länderspiel-Erfahrung geht.
Lange Anreise
Cernela, welcher erst diese Saison im Nationalteam debütierte, bestritt gestern
sein viertes Länderspiel. Noch etwas müde von der Anreise welche er alleine mit
dem Auto antrat konnte er sich nicht immer wie gewünscht in Szene setzen,
doch gelangen ihm immerhin drei Skorerpunkte (1 Tor / 2 Assists). Zudem
konnte er sich auch gleich als Best Player feiern lassen. Er habe sich nach der
langen Anfahrt doch etwas ausgelaugt gefühlt, gab der Jenazer nach dem Spiel zu
Protokoll. Auch fehlen noch die Automatismen, da er vor dem Spiel noch nie mit
dem Team trainieren und auch nur an einem Zusammenzug teilnehmen konnte. Anders
für Labruyère, welcher im zweiten Drittel enorm forciert wurde und kaum
auf der Auswechselbank gesehen wurde. "Leider hat es uns nicht ganz gereicht
die Slowenen zu packen, wir haben den Final-Einzug als Ziel und jetzt heisst es
verlieren verboten gegen Österreich" sagte Labruyère, der sich auch ein Tor gutschreiben liess.
Sloweniens Sieg
Immerhin sahen die 732 Zuschauer - mehr als bei Schweiz-Norwegen am Abend - ein torreiches, zu Beginn
sehr intensives und schnelles Spiel. Leider nahm das Tempo kontinuierlich ab
und am Schluss fehlten auch die Kräfte auf beiden Seiten um das Niveau zu
halten. Mit dem 7:5- Sieg starten die Slowenen optimal ins Turnier und sind
Ihrem Ziel, dem Halbfinal, einen Schritt näher.