03.
11.
2007
NLA Männer | Autor: Schweizerischer Unihockeyverband

Effiziente Schweizer gewinnen gegen Tschechien

Die Schweiz gewinnt das zweite Spiel der Euro Floorball Tour gegen Gastgeber Tschechien mit 4:5. Ein lange Zeit sicher geglaubter Sieg wurde in einer hektischen Schlussphase aber fast noch aus den Händen gegeben.
Effiziente Schweizer gewinnen gegen Tschechien
Die Schweizer konnten im ersten Abschnitt nahtlos an die gestrige Leistung anknüpfen. Mit einem kleinen Unterschied. Sie verwerteten die sich bietenden Chancen. Bereits nach drei Minuten konnte Antener einem Verteidiger den Ball abjagen und den tschechischen Hüter mit einem Handgelenkschuss bezwingen. Das gleiche Szenario spielte sich auch in der 11. Minute ab. Wiederum spitzelte Antener einem Verteidiger den Ball weg. Diesmal verlud er den Schlussmann aber mit einem Heber. In der 15. Minute gelang den Eidgenossen ein mustergültiger Konter, welchen Zimmermann mit einem herrlichen Ablenker in den Netzhimmel abschliessen konnte. Einziger Klecks im Reinheft der Schweizer war ein dummer Ballverlust in der eigenen Zone, welchen die Tschechen zum 1:3 einnetzen konnten.

Im Mitteldrittel versuchten die Tschechen ihr Glück mit einem Pressing. Die Schweizer benötigten einige Minuten um sich auf die neue Situation einzustellen. Sie konnten sich In dieser Phase jedoch auf einen gut disponierten Hüter Tönz verlassen, welcher sämtliche Abschlussversuche souverän abwehren konnte. So blieb dieser Abschnitt schlussendlich torlos.

Auch im letzten Abschnitt tat sich in den ersten zehn Minuten nicht viel. Dann aber überschlugen sich die Ereignisse. Zuerst wanderte Cadisch nach einer Unbeherrschtheit auf die Strafbank. Zürcher konnte im anschliessenden Boxplay aber entwischen und auf Brunner ablegen, welcher volley zum 1:4 einschiessen konnte. Der Drei-Tore Vorsprung hielt aber nur 30 Sekunden. Die Tschechen konnten ihr Powerplay doch noch ausnützen und auf 2:4 verkürzen. Nur kurze Zeit später konnte erneut Brunner eine Konterchance nützen und die Eidgenossen scheinbar vorentscheidend mit 2:5 in Front bringen. Die Tschechen riskierten nun alles und ersetzten schon früh ihren Schlussmann mit einem sechsten Feldspieler. Die Massnahme fruchtete und Sikora verkürzte eine Minute vor Schluss auf 3:5. Das anschliessend von Hofbauer gewonnene Bully im Mittelkreis entpuppte sich als aber als „Schuss nach hinten". Richter konnte den Ball erlaufen und nur sechs Sekunden später den Anschlusstreffer erzielen. Nun kochte die Halle. Mit etwas Glück und viel Krampf konnten die Schlusssekunden aber überstanden werden.

57 Minuten solid gespielt, in den letzten drei Minuten den scheinbar sicheren Vorsprung aber fahrlässig noch fast verspielt. So lautete das kurze Fazit von Peter Düggeli zum Spiel. Im morgigen Spiel geht es zum Abschluss noch gegen Finnland, welches im Nachmittagsspiel Schweden mit 9:4 aus der Halle schoss. Mit einer geduldigen Defensivleistung wie gegen Schweden und der Effizienz die gegen Tschechien an den Tag gelegt wurde, liegt aber auch gegen die Skandinavier etwas drin.


Tschechien - Schweiz 4:5 (1:3;0:0; 3:2)
Small CEZ Arena Ostrava. - 1102 Zuschauer. - SR Bienkowski/Bienkowski (POL).
Tore: 3. Antener 0:1. 11. Antener 0:2. 15. Zimmermann (Bichsel) 0:3. 17. Sikora (Zalesny) 1:3. 51. (50.03) Brunner (Zürcher/Ausschluss Cadisch!) 1:4. 51. (50.53) Zalesny (Sladky/ Ausschluss Cadisch) 2:4. 53. Brunner (Zürcher) 2:5. 59. (58.46) Sikora (Folta) 3:5. 59. (58.52) Richter (Sladky) 4:5.
Strafen: 1-mal 2 Minuten gegen Tschechien, 3-mal 2 Minuten gegen Schweiz.
Tschechien: Korab; Cepek, Folta, Garcar, Chrapek, Jakubek, Nesmerak, Trnavsky, Fridrich, Jedlicka, Kozusnik, Novotny, Ostransky, Richter, Salat, Sikora, Skalik, Sladky, Zalesny, Zozulak
Schweiz: Tönz; Bill, Dysli; Jungo, Bichsel; Weber, Markus Gerber, Antener, Matthias Hofbauer, Christoph Hofbauer; Cadisch, Zimmermann, Zürcher; Brunner, Stucki, Rüegsegger.
Bemerkungen: Schweiz ohne Philipp Gerber, Riederer, Krähenbühl, Wanner (nicht eingesetzt), Scalvinoni (überzählig). - 14. Pfostenschuss Zürcher. 38. Lattenschuss Antener. - Best Player: Sikora (TCH); Zürcher (SUI)

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