08.
2017
"Freue mich wie ein kleines Kind"
Für die Leistungsteams des SV Wiler-Ersigen beginnt am kommenden Mittwoch mit dem eigentlichen Hallenauftakt die zweite und sehr intensive Phase der Saisonvorbereitung. Bei allen Equipen steht der zweite Leistungstest und anschliessend Trainingslager und Vorbereitungsturniere an.
Gleich in die „Vollen" geht das NLA-Team welche vor dem ersten offiziellen Ernstkampf der Saison am 2. September anlässlich des Supercups in der Saalsporthalle gegen GC zwei Turniere im Ausland bestreitet. Bereits am 10. August heisst es zum Auftakt von „SVWE on Tour" Zwischenhalt am Czech Open in Prag. Dort trifft der Meister in den Gruppenspielen auf Tatran und Otrokovice aus Tschechien sowie den schwedischen Kultverein Pixbo.
Ein Spieler freut sich ganz speziell auf dieses Turnier. „Das Czech Open war immer schon ein frühes Highlight in der Saison, ich freue mich wie ein kleines Kind," so Rückkehrer Joel Krähenbühl. Letztmals am Turnier in Prag war er in seinem ersten Tigers Jahr 2011. „Mit den Tigers sind wir dann nicht mehr nach Prag gegangen. Deshalb freue ich mich um so mehr, weil das Czech Open auch für den Teamgeist sehr wertvoll ist."
In seinem neuen, alten Team fühlt sich "Jöggu" sehr wohl „es ist ein sehr junges Team habe ich den Eindruck, was aber vielleicht auch daran liegt, dass ich deutlich älter bin als in meiner ersten Wiler Zeit." Am meisten Mühe bereitet im bislang noch die Dressnummer (85, dem Jahrgang entsprechend): " Nicht die 21 zu tragen ist irgendwie komisch", doch die war halt durch Captain und Weltmeister Tatu Väänänen besetzt, „wobei ich froh bin, dass er geblieben ist", zieht er es doch vor mit Väänänen im gleichen Team zu spielen dafür mit der Nr. 85.
Gespannt zeigt er sich auf die Linienzusammenstellung. „Früher war eigentlich relativ rasch klar, wer mit wem spielen wird. Dies ist nun ganz anders, ich bin sehr gespannt."
Lasktikka zurück zum Stammklub - C. Hofbauer macht weiter
Das Kader umfasst aktuell 21 Spieler, wobei es noch ein, bis zwei Veränderungen geben wird. Definitiv ist nun auch der sich abzeichnende Abgang des letztjährigen Playoff-Topskorers Ville Lastikka. Der 20 jährige Finne schliesst sich aus privaten Gründen wieder seinem Heimatclub Steelers an.
„Ich wäre gerne beim SVWE geblieben, aber die Familie ist mir neben der Ausbildung sehr wichtig", so Lastikka, der deswegen auch sämtliche Angebote von schwedischen und finnischen Topklubs ausschlug. „Ich schliesse aber einer Rückkehr zu Wiler nicht aus", macht Lastikka seinen Fans Hoffnung, besteht doch weiterhin eine enge Bindung zum SVWE.
Durch den Abgang Lastikkas und der Doppel-Lizenz Mendelins, die aktuell für die Playoffs nur bei Basel Einsätze zulässt, gibt es in der Offensive beim Meister noch ein Fragezeichen. Viel wird davon abhängen, ob Christoph Hofbauer gesund wird. Der jüngere Hofbauer laboriert immer noch an seiner Knieverletzung, will es aber nochmals versuchen und seine Karrieren fortsetzen.
„Ich bin optimistisch im September wieder ins Teamtraining einsteigen zu können." Letztlich wird am 7. August auch noch der Entscheid fallen bezüglich Jungtalent Dominik Alder (18), wenn bekannt wird, ob er die Prüfung fürs Medizinstudium in Bern bestanden hat und er somit von WaSa zum SVWE wechseln wird.