26.
05.
2006
NLA Männer | Autor: Voneschen Reto

Geisterspiel wider Willen

Norwegen schlägt Italien im Platzierungsspiel um Rang 7 mit 11:3. Mit viel Glück konnte man dem Spiel auch beiwohnen.

Um 20:00 Uhr sollte im Globen das erste Platzierungsspiel dieser Weltmeisterschaft stattfinden. Zwei Stunden zuvor waren noch alle Türen geschlossen- bis Spielbeginn blieb dies so. Folgte man den italienischen Fans, fand man den Eingang: Via VIP-Entry gings ins Stadion. Kein Plakat, kein Hinweis, rein gar nichts. Rund 15'000 Plätze fasst die prachtvolle Stätte – für das Spiel Italien – Norwegen blieben die Tribünen aber geschlossen. Nur auf Zusatzstühle rund ums Spielfeld durfte man absitzen. Begründung? Keine, „stängdt“ (geschlossen) war die einzige Auskunft. Zustände wie in der Bülacher Kasernenhalle. Wer in der vierten Reihe Platz nehmen musste, durfte auf die Stühle stehen – wenn er die Schuhe auszog. Zwanzig Minuten nach Spielschluss treffen immer noch Zuschauer ein, 546 sinds schlussendlich, der Speaker hat aber tatsächlich den Mut die Zuschauer zu bitten, zusammenzurücken: „Auf der anderen Seite hat es auch noch Plätze“. Ein Hohn. Das dachte sich wohl auch der anwesende norwegische Sportminister, der extra für das Spiel angereist war…

Grümpelturnier-Organisation
„Sehr peinlich“ fands Norwegens Coach Urban Karlsson, „meine Freundin hat mir gesagt, dass es nirgends etwas zu trinken oder essen gibt.“ Eine Festwirtschaft ist tatsächlich nicht zu finden. Fünf Stunden waren die Norweger mit dem Zug angereist um die WM noch anständig zu beenden, für Willy Fauskanger und Glen Evensen war’s das letzte Spiel im Natitrikot - ein unwürdiger Abgang. Die Italiener erfuhren beim Eintreffen in die Halle, dass nur ein Eingang geöffnet wurde. Per Handy informierten sie ihre Fans. Jedes Grümpelturnier ist besser organisiert. Noch ein Beispiel? Nach jedem Spiel der A und B Gruppe wurde eine Pressekonferenz abgehalten. Erst hiess es, dass gar nichts dergleichen geplant ist, per Nachfragen wurde mitgeteilt, dass die Spieler und Trainer zehn Minuten nach dem Spiel doch noch interviewt werden durften. Von Offiziellen des IFF war natürlich nichts zu sehen.

Norwegische Lektion
Gespielt wurde auch noch: Die überraschende Führung der Italiener kehrten die Norweger bis zur ersten Pause auf 3:1. Im zweiten Abschnitt erteilten die Nordländern dem Aufsteiger eine kurze Lektion. Sechs Tore setzten sie Fernando Cazzato ins Netz. Zu Hilfe kamen ihnen auch die tschechischen Schiedsrichter, die einmal mehr mit ihrer Strafengebung für viel Kopfschütteln sorgten. „Wir hatten viermal sehr gute Schiedsrichter, das hat sehr viel Spass gemacht. Heute hab ich mich aber oft geärgert“ sagte Italien-Coach Luca Tomatis nach der Partie. Im Schlussabschnitt fing sich die Squadra Azzura wieder und kann wieder mit den Norwegern mithalten. Der Höhepunkt war das 10:2 durch Fauskanger: Nach seinem Freistoss zeigte er endlich wieder seinen berühmten Salto. Wenigstens noch eine kleine Entschädigung an die Fans für den schmachvollen Rahmen der Partie. Immerhin war der Eintritt gratis. Alles andere wäre auch eine Zumutung gewesen.

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2.Kloten-Dietlikon Jets+4349.000
3.Floorball Fribourg+2946.000
4.Pfannenstiel Egg+138.000
5.Ticino Unihockey+1235.000
6.UHC Grünenmatt+133.000
7.Unihockey Langenthal Aarwangen-1133.000
8.Ad Astra Obwalden-229.000
9.I. M. Davos-Klosters-4323.000
10.Regazzi Verbano UH Gordola-5619.000
11.UHC Lok Reinach-2418.000
12.Unihockey Limmattal-4717.000
1.Floorball Uri+5946.000
2.Aergera Giffers+836.000
3.Nesslau Sharks+1533.000
4.Chilis Rümlang-Regensdorf+1333.000
5.UH Appenzell+1230.000
6.UH Lejon Zäziwil+323.000
7.Unihockey Basel Regio-2222.000
8.UHC Bremgarten-3820.000
9.Visper Lions-2217.000
10.Red Lions Frauenfeld-2810.000

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