07.
2008
Grosse Ehre für Simone Berner
Simone, du bist zur weltweit besten Spielerin der letzten Saison gekürt worden. Eine grosse Ehre oder nur Spielerei?
Natürlich freut mich die Auszeichnung. Zum einem, weil die Wahl einmal auf eine Spielerin fiel, die nicht in Schweden spielt. Und zum anderen ist es eine Auszeichnung für das ganze Team. Ohne die sportlichen Erfolge der letzten Saison wäre die Wahl sicher anders ausgegangen.
Hast du persönlich den Eindruck, dass es die beste Saison deiner Karriere war?
Von den Erfolgen her (Dietlikon gewann das Triple, die Red.) sicher. Ob es meine persönlich beste Saison war, kann ich nicht so gut beurteilen.
Nach der Saison ist vor der Saison. Wie läuft das Sommertraining?
Wir sind schon seit Mitte Mai wieder im Training. Aufgrund des früh stattfindenen Europacups haben wir unser Programm etwas umgestellt und werden sich auch früher als bisher üblich mit Stock und Ball in die Halle gehen. Allzu viele Partien werden es ja nicht sein, bis es dann ernst gilt.
Etwas Ferien liegen aber hoffentlich schon noch drin?
Jetzt kommt die Phase, in der immer wieder Spielerinnen verreisen. Auch ich. Mich zieht es bald für zwei Wochen in die Provence. Die einzigen Ferien des Jahres ohne Unihockey.
Was bist du für ein „Ferientyp"?
Ich bin auch in den Ferien aktiv. Trekking, Biken und so weiter gehören bei mir dazu. Einfach nur zwei Wochen an einen Strand liegen kann ich nicht.
Das ist ja auch nicht so einfach, wie es aussieht...
(lacht) Genau, da muss man schon sehr viele gute Bücher dabei haben.
Und als Geografie-Lehrerin musst du natürlich genau zur Hauptferienzeit, während den Schulferien, verreisen.
Das ist so. Im Herbst trete ich übrigens ein neues Teilzeitpensum an der Kantonsschule im Lee in Winterthur an.
Heisst das, dass du allfällige Auslandspläne begraben hast?
Die Stelle ist auf ein Jahr befristet. Also gilt: Sag niemals nie. Sportlich würde mich noch ein Jahr in Schweden schon reizen. Aber es gibt immer verschiedene Umstände, die es zu berücksichtigen gilt.
Zurück zu deinem Verein. Bei Dietlikon hat es - mit Ausnahmer der Zuzüge von Dubacher und Rittmeyer - nur kleine Veränderungen im Kader gegeben. Ein Vorteil im Hinblick auf den Europacup im Oktober?
Ich denke schon. Vor allem, dass Karin Hjelm und Ina Rhöös geblieben sind, ist ein Vorteil. Um neue Ausländerinnen zu integrieren wäre die Zeit sonst sehr knapp gewesen. Bei ihnen wissen wir, dass auf und neben dem Feld alles stimmt.
Besteht andererseits die Gefahr einer gewissen Sattheit nach den vielen Erfolgen?
Das kann ich mir nicht vorstellen. Gerade für einen Europacup muss man sich doch nicht besonders motivieren. Jeden Titel, den man gewinnt, will man auch verteidigen. Und wir haben junge Spielerinnen, die ehrgeizig sind und von unten nachstossen, das gibt auch Druck auf die arrivierten Kräfte.
An welche der Jungen denkst du besonders?
Da sind sicher einmal Jenny Meier, Michelle Wiki und Tanja Stella, die ja schon in der letzten Saison stark gespielt haben, aber auch noch andere. Ich gehe davon aus, dass wir in der kommenden Saison öfters, auch in wichtigen Spielen, mit drei Linien agieren werden.
A propos „Junge". Du bist Botschafterin der Präventionskampagne „Cool and Clean" und setzt dich für fairen und sauberen Sport ein. Wie muss man sich das vorstellen?
Ich versuche die Kampagne zunächst in meinem eigenen Verein bekannt zu machen und allen, vor allem den Jungen, näher zu bringen. Ich bin auch sehr gerne bereit, andere Vereine bei dieser Thematik zu unterstützen und anlässlich eines Besuchs zu erklären, worum es dabei geht. Man kann sich ganz einfach mit mir in Verbindung setzen - ein hc.nokilteidchu@renreb.enomis">Mail genügt.