11.
2008
"Grosser Schritt nach vorne"
Unihockey.ch: Peter Düggeli, wie viele eurer internen Ziele sind nach diesen drei Spielen erreicht worden?
Peter Düggeli: Gut 70 %, unter die restlichen 30 % fällt vor allem das Finnland Spiel vom Freitag, da passte nicht viel zusammen. Wir wollten der Mannschaft eine Handschrift verpassen, so etwas wie einen roten Faden, taktisch wie mental. Mittlerweile habe ich das Gefühl, dass dieser recht gut ersichtlich ist.
Gefreut hat mich vor allem die Zusammenarbeit in unserem Staff, das hat wirklich optimal zusammen gepasst. Erfreulich ist auch, wie diszipliniert sich die Spieler verhalten haben. Sie kamen sehr gut trainiert in den Zusammenzug und legten auch hier eine vorbildliche Einstellung an den Tag. Bis jetzt hat der „Hammerherbst" wie man es allgemein befürchtete, nicht in den Leistungen der Spieler nieder geschlagen.
Wie kann denn so ein Rückschlag wie gegen Finnland passieren?
Das war wohl ein klassischer „Jour sans" wie die Radfahrer so schön sagen. Es ging einfach nichts. Wir haben einige Sachen ausprobiert, die gingen aber ziemlich in die Hosen. Aber gleichzeitig haben die Finnen einfach auch sehr gut gespielt..
Wo steht die Schweizer Unihockeynati nun fünf Wochen vor der WM?
Dieses Turnier war für uns nochmals ein grosser Schritt nach vorne. Abstriche gabs beim Finnen-Spiel, dafür war die Reaktion gegen Schweden stark. Heute gegen Tschechien hat mir die Ruhe auch in heiklen Phasen gefallen. Es gibt aber noch Raum nach oben. Die Konterangriffe wurden nicht immer sauber abgeschlossen und auch defensiv ist noch Steigerungspotenzial da.
Wie sieht die Personalsituation aus? Änderungen sind da nicht mehr zu erwarten?
Das ist wohl bei allen Teams dasselbe, das Kader muss zum jetzigen Zeitpunkt stehen. Es sind ja auch nur noch vier Runden in der Meisterschaft zu spielen, da müsste schon noch Ausserordentliches geschehen, dass wir jemanden anders aufbieten würden.