17.
09.
2013
NLA Männer | Autor: HC Rychenberg Winterthur

«Hapert an einigen Ecken und Enden»

Kurz vor Saisonstart hat sich HCR-Inside mit Lukas Grunder, dem neuen Captain der NLA-Mannschaft des HC Rychenberg Winterthur unterhalten. Wie er die Vorbereitungsphase, das Sommertraining und die Chemie in der Mannschaft beurteilt, erzählt «Nüssli» im folgenden Interview.

«Hapert an einigen Ecken und Enden» Will wieder in die Playoffs: Lukas «Nüssli» Grunder (Bild Erwin Keller)

HCR-Inside: Lukas Grunder, Gratulation zum neuen Captain-Amt. Für dich als Ur-Winterthurer muss dies eine grosse Ehre sein. Wie fühlt es sich an?
Lukas Grunder: Herzlichen Dank. Ja, in der Tat musste das Captain Amt nach dem Abgang von Mikael Lax neu besetzt werden. Für mich ist diese facettenreiche Aufgabe eine sehr spannende und schöne. Als HCR-Eigengewächs darf ich sagen, dass es mich mit Stolz erfüllt, diese Winterthurer Mannschaft zu repräsentieren und auf die Unihockeyfelder der Schweiz zu führen.

Wirst Du die Mannschaft mit eiserner Faust führen oder einen demokratischen Ansatz mit der Aufteilung der Verantwortung auf viele Schultern pflegen oder lässt du es auf Dich zukommen?
Eine Regentschaft der Angst und Tyrannei in klassisch russischem Stile wird es sicherlich nicht geben. In meinen Augen darf und soll sich jeder einbringen können in einer Mannschaft. Wir gewinnen zusammen und wir verlieren zusammen. Es gibt aber sicher Dinge, die bestimmt werden müssen, ohne jede einzelne Sichtweise berücksichtigen zu müssen. Also von Allem ein Bisschen - um die Frage kurz und knackig zu beantworten.

Welches sind Deine neuen Aufgaben und wo siehst Du Herausforderungen, welche zukünftig auf Dich zukommen?
Zum einen die klassischen Kapitänspflichten, wie das Unterschreiben des Rapports, die Kommunikation mit den Unparteiischen oder das Leiten des Einschiessens. Zum andern sind aber auch viele Fragen organisatorischer Natur, bei denen ich als Bindeglied zwischen Mannschaft und Trainercrew operiere. Da sehe ich die grösste, wenn auch spannendste Herausforderung.

Kommen wir nun zur zurückgelegten Strecke seit dem letztjährigen Saisonaus im Playoff-Halbfinale. Wie war das Sommertraining, wo habt Ihr die Schwerpunkte gesetzt?
Es ist wie jeden Sommer wieder ähnlich aufgebaut. Wald - Treppen - Hürden - Kraftraum, die Fitness darf zum Saisonstart einfach kein Handicap darstellen. Schwerpunkte wurden neben der Kondition vor allem in der Rumpfstabilität gesetzt. Dies dient dazu, in Zweikämpfen besser bestehen zu können und hilft bei der Verletzungsprophylaxe. Als Höhepunkt möchte ich die Body Pump Lektionen in der Banane Winterthur herausstreichen. Nirgends kommt eine Mannschaft gemeinsam näher an ihre Grenzen als in einer Stunde Body Pump mit «Tätschmeister» Erich.

Im August ging es endlich los mit der taktischen Vorbereitung auf die Saison. Ihr habt einige Freundschaftsspiele und kleinere Turniere gespielt. Bist Du mit der Vorbereitung zufrieden?
Zugegeben, es hapert noch an einigen Ecken und Enden in unserem Spiel. In meinen Augen darf das auch so sein Anfangs September. Aber es gilt nun alles daran zu setzen, unser Spiel voranzutreiben und die Mängel schnellstmöglich zu beheben. Dies ist eine sehr intensive Zeit, in der die ganze Mannschaft sehr gefordert ist. Resultatmässig können wir nicht zufrieden sein mit unserem Spiel. Wir brauchen den Teufel aber nicht an die Wand zu malen. Es wurde viel ausprobiert und getestet, da sind die Anzeigetafeln nicht von primärer Bedeutung.

Nun geht es schon bald los mit der neuen Saison. Wie beurteilst Du die Mischung und die Chemie in der Mannschaft?
Langsam aber sicher ist die neue HCR Generation in der NLA angekommen. Viele dieser Spieler sind Ur-Rychenberger, was die Integration enorm vereinfacht. Aber auch mit den ausländischen Verstärkungsspielern, haben wir grosses Glück. Ich erlebe sie als sehr angenehme und leistungswillige Menschen, die voll und ganz im Dienste der Mannschaft stehen.

Welches sind Eure Ziele in der neuen Saison? Seid Ihr bereit für den Saisonstart?
Ach, immer diese Ziele. Ich glaube in jedem einzelnen Spiel daran, dass es zu gewinnen ist. Man erinnere sich an die letztjährige Serie gegen Wiler-Ersigen. Somit wäre der Meistertitel die logische Zielsetzung. Ein erster Schritt dazu ist die Playoff Qualifikation. Dazu müssen wir von Beginn weg bereit sein, unser bestes Unihockey zu zeigen.

Quelle: hcrychenberg.ch

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