04.
2009
HC Rychenberg legt vor
Dass die beiden Teams aus dem Kanton Zürich den Titel unter sich ausmachen, ist gewiss kein Zufall. Die beiden Vereine haben kontinuierliche Aufbauarbeit geleistet und können nun die Früchte ihrer Juniorenförderung ernten. Rychenberg und Uster haben sich in den Halbfinals zwar knapp aber verdientermassen durchgesetzt und wollen nun nach dem Pokal greifen. Sie erbrachten den Beweis, dass auch ausserhalb des Kantons Bern Unihockey auf hohem Niveau gespielt werden kann. Die erste Partie der Finalaffiche hielt nämlich was sie versprach. Das Publikum bekam ein temporeiches, packendes und zum Teil spektakuläres Spiel zu sehen.
Den Gastgebern gelang es, die Räume von Beginn weg eng zu machen und konnten so verhindern, dass die Ustermer ihr Spiel wie gewünscht aufziehen konnten. Trotzdem entstand ein schnelles Spiel. Gassmann brachte seine Farben in Führung, doch Schaufelberger konnte mit seinem ersten Playoff-Tor den Ausgleich erzielen. Wie aufsässig die Eulachstädter agierten, bekamen die Gäste während einer Powerplaysituation zu spüren. Sie konnten sich trotz Überzahl kaum im gegnerischen Drittel festsetzen und Rychenberg schaffte es zunächst sogar, den Ball geschickt in den eigenen Reihen zu halten.
Usters Führung dauerte nur 5 Sekunden
Kurz nach Beginn des zweiten Drittels beorderten die Schiedsrichter Werner auf die Strafbank. Das Heimteam bewies seine Stärke im Überzahlspiel und markierte die erneute Führung. Uster war um keine Antwort verlegen. Teilweise gelang es ihnen nun, sich im gegnerischen Drittel festzusetzen. Allerdings gab es auch Momente, in welchen die Winterthurer mit einer Druckphase das Spiel in die andere Richtung verlagerten. Honold konnte dann einen halbhohen Pass von Vizzini backhand verwerten. Eine Minute vor Ende des Mitteldrittels führte Vizzini einen Freistoss schnell aus - seine genaue Vorlage fand wieder Honold und dieser erzielt mit seinem harten Schuss die erstmalige Führung für die Gäste. Doch Rychenberg konnte nur gerade 5 Sekunden später den neuerlichen Ausgleich bejubeln. Die Ustermer schienen einen Moment nachlässig; Grunder wurde zuwenig eng markiert, so dass er mit platziertem Distanzschuss Weber bezwingen konnte.
Auch im letzten Drittel zeigten beide Teams ihre Qualitäten und erarbeiteten sich gute Chancen. Es entwickelte sich ein ausgeglichener Fight. In der 52. Minute verloren die Ustermer den Ball in einer Vorwärtsbewegung und wurden durch das Heimteam ausgekontert. Als kurz darauf den Rychenberger auf ähnlich Weise gar noch das 5:3 gelang, war die Vorentscheidung gefallen. Die Ustermer versuchten in der verbleibenden Zeit, den Anschluss zu erzielen. Doch die Gelb-Schwarzen verwalteten ihren Vorsprung bis zur Schlusssirene.
HC Rychenberg Winterthur - UHC Uster 5:3 (1:1, 2:2, 2:0)
Oberseen, Winterthur - 425 Zuschauer
SR: Meier/Schneider
Tore: 6. Gassmann (Locher) 1:0, 11. Schaufelberger (Werner) 1:1, 23. Buff (Assist Maag / Ausschluss Werner) 2:1, 33. Honold (Vizzini) 2:2, 40. (39:02) Honold (Vizzini) 2:3; 40. (39:07) Grunder (Lüthi) 3:3, 52. Grunder (Borth) 4:3, 53. Gassmann (Friolet) 5:3
Strafen: je 1x2'
Rychenberg: Meier; Hintermüller, Maag, Hunn, Lüthi, Bosshardt, Schaub; Meier, Gassmann, Locher, Buff, Borth, Grunder, Reiser, Friolet, Ganz
UHC Uster: Weber; Bohli; Schaufelberger, Zollinger, Honold, Delay, Gmür; Fischer, Werner, Suter, Bolliger, Kyburz, Vizzini, Brunner, Peng, Zeier
Bemerkungen: Rychenberg ohne Eberle, Kunz, Studer (verletzt) und Rüfenacht (abwesend), Uster ohne P. Frei (verletzt); 53. Timeout Uster