09.
2010
„Ich bin ja als Trainer dazu da, den Spielern zu helfen“
Dem Finnen Lasse Eriksson eilt der Ruf voraus, ein ausgezeichneter Ausbildner zu sein. Diesen hat er sich mit der finnischen U19-Nationalmannschaft und zuletzt mit der Arbeit für den finnischen Verband verdient. Nun freut er sich, wieder einen Verein zu trainieren. Auszubilden gibt es auch beim HCR noch genug.
Lasse Eriksson, die Finnen gelten als Taktikfanatiker. Welche komplizierten Systeme willst du Rychenberg beibringen?
(lacht) Ich habe nichts Kompliziertes vor. Die Dinge sollten einfach bleiben.
Nach den Rücktritten von Tom Weber und Dominik Heller sind die Probleme wohl vor allem in der Verteidigung zu suchen, oder?
Es gibt keine Probleme, nur Herausforderungen.
Mag sein, aber hinter Thomsson, Eichmann und Huber klafft schon eine Lücke, nicht?
Ich bin ja als Trainer dazu da, den Spielern zu helfen, sie weiterzubringen. Die drei von dir genannten ebenso wie die anderen. Der eine braucht im physischen Bereich noch etwas, der andere im taktischen oder technischen - ich möchte jeden Spieler Schritt für Schritt voran bringen.
Wie ziehen die Spieler bisher mit?
Ich bin positiv überrascht. Anders als in Finnland suchen viele von sich aus das Gespräch, wollen Tipps und Ratschläge. Sie wollen sich verbessern. Und es ist mein Job als Coach, ihnen die richtigen Antworten zu geben.
Was ist sonst noch anders als in Finnland?
Die Atmosphäre im Verein ist hier viel familiärer. Das Team ist wie eine Familie, das mag ich sehr.
Du hast bereits eine Familie - drei Kinder zwischen sechs und 17 Jahren, die in Finnland leben. Wie hältst du den Kontakt aufrecht?
Wir haben vereinbart, dass wir uns mindestens einmal pro Monat sehen, d.h. ich nach Finnland fliege oder sie mich in der Schweiz besuchen. Das wird schon klappen, Zeit genug habe ich.
Wie gross ist der Druck beim HCR nach der erfolgreichen letzten Saison mit der Finalqualifikation?
Ich habe noch keine Ahnung, wo wir in der Liga genau stehen. Vor meiner Ankunft hier im August kannte ich ausser Wiler-Ersigen auch noch kein Schweizer Team besonders gut. Ich schaue also vorwärts und nicht auf die letzte Saison.
Auch auf der Torhüterposition hat sich nach dem Rücktritt von Routinier Edi-Marc Schütz ein Loch aufgetan. Welchen der beiden Pascals, Meier oder Hauri, favorisierst du als Nummer 1?
Meier hat mich schon überzeugt, als er mit der Schweizer U19-Nati gegen Finnland spielte. Er ist wirklich gut, aber auch Hauri ist voll dabei. Beide werden ihre Chance kriegen.
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