28.
02.
2006
NLA Männer | Autor: Thurgauer Unihockey Verband

Interessante Einblicke in die Unihockey-Spitze

Das 1. Thurgauer Unihockey Forum am Freitagabend fand grossen Anklang bei den Teilnehmern. Drei national bekannte Unihockey-Persönlichkeiten erzählten ihre Erlebnisse und Einstellungen zum Thema „Motivation“. Dabei wurden interessante Blicke hinter die Kulisse der erfolgreichen Sportlerkarrieren möglich.
Interessante Einblicke in die Unihockey-Spitze

Thomas Baumgartner eröffnete als Schiedsrichter das Forum und erzählte von seiner Einstiegszeit und über seine heutigen Erlebnisse in der Schweizer Nationalliga A oder den Spielen auf internationalem Parkett. „Für meine Motivation setze ich mir langfristige und kurzfristige Ziele“, berichtete Baumgartner. Unter anderem wende er dafür das Arbeiten mit Bildern an, er visualisiere diese Ziele. So haben er und sein Schiedsrichter-Partner beispielsweise zur Vorbereitung der WM im Mai in Schweden jeweils das Bild der Globen-Arena in Stockholm als Hintergrundbild auf dem Handy gespeichert. So werden sie jederzeit wieder an den Austragungsort des künftigen WM-Finals erinnert. Ihr Ziel ist es dieses Finalspiel zu pfeifen. „Falls allerdings die Schweiz in den Final käme“, so meinte Baumgartner augenzwinkernd zum nächsten Podiumsgast, dem Assistenz-Captain der Schweizer Mationalmannschaft, “dann werde ich noch so gerne ins zweite Glied treten“.

Schweizer Meister, Cupsieg und Gold im Europacup

Matthias Hofbauer, Captain des NLA-Teams von Schweizer Meister Wiler-Ersigen und Assistenz-Captain der Nati erzählte Interessantes aus seinem Leben als Unihockeyspieler an der nationalen Spitze. Mit Wiler-Ersigen hat der 24-jährige in der letzten Saison sowohl den Meister-Titel, den Cupsieg und Gold im Europacup erreicht. Im Podiums-Interview verstand es Hofbauer dennoch den anwesenden Junioren- und Breitensport-Trainerinnen und -Trainern hilfreiche Tipps für alle Altersstufen mitzugeben. „Redet mit dem Team darüber, was es erreichen will“, gab er den Teilnehmern als Rat mit auf den Weg. „Und dann muss man sich fragen mit welchen kleinen Schritten diese Ziele erreicht werden können. Trainer und Spieler müssen sich überlegen was man persönlich zur Erreichung dieser Ziele tun muss.“ Interessant waren die Erlebnisse und Eindrücke, die der junge Berner auch über die Nationalmannschaft zu berichten wusste, die sich an der letzten Weltmeisterschaft im eigenen Land leider unverhofft nach einer grossen Euphorie „nur“ auf den vierten Schlussrang hocharbeiten konnte.

„Motivieren kann nur wer selber motiviert ist“
Für René Berliat, Trainer der NLA-Mannschaft von Floorball Köniz, war es nicht einfach den Kopf für diesen Anlass freizukriegen. Mit seinem Team hat er diese Saison die erhoffte Teilnahme an der Playoff-Runde verpasst. Umso ehrlicher und offener kamen seine Statements zum Thema Motivation an. „Tiefpunkte können auch Chancen sein“ so Berliat aus hautnaher Erfahrung. Motivieren könne nur wer selber motiviert sei, das wiederholte er immer wieder. Mit zahlreichen praxisnahen Beispielen berichtete der Diplomtrainer über den Betrieb in der NLA und aus seiner Zeit in der First Division in Schweden. Die Trainer dürften die Spieler nicht von Motivationsprogrammen abhängig machen, schlussendlich sei es auch die Verantwortung jedes einzelnen Spielers sich selber richtig zu motivieren. „Viel wichtiger ist es heute relativ individuell auf die Spieler einzugehen, auch wenn es in unseren Teams rund 20 sind“, so Berliat über die wichtigste Aufgabe eines Trainers.

Praxisnahe Tipps für alle
Die drei Gäste am erstmals stattfindenden Thurgauer Unihockey Forum haben mit Ihren Statements zum Thema Motivation praxisnahe Tipps weitergegeben. Interessant dabei waren die zahlreichen Erlebnis-Beispiele, die einen Blick hinter die Kulisse des nationalen Unihockeys ermöglichten. Dementsprechend positiv fielen auch die ersten Umfrage-Ergebnisse bei den Teilnehmern aus. Rund 95% der Besucher wollen bei einer zukünftigen Durchführung wieder teilnehmen. Vielen haben die Statements für ihre eigene Arbeit als Trainer oder Schiedsrichter interessante Impulse gegeben, auch wenn die meisten nicht wie die Referenten im Leistungssektor tätig sind. Lob fand der Anlass auch bei den Gästen aus dem Bernbiet. Für Matthias Hofbauer war die Teilnahme am Forum und die damit verbundene Vorbereitung eine positive (Selbst-)Erfahrung. „Arbeitet zusammen für eine gute Entwicklung im Thurgau und stellt das Wohl der Spieler in den Vordergrund!“ forderte NLA-Trainer Berliat in seinem Schluss-Statement die Thurgauer Trainerinnen und Trainer auf.

Fotogalerien

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Tabellen

1.UHC Thun+9756.000
2.Kloten-Dietlikon Jets+4349.000
3.Floorball Fribourg+2946.000
4.Pfannenstiel Egg+138.000
5.Ticino Unihockey+1235.000
6.UHC Grünenmatt+133.000
7.Unihockey Langenthal Aarwangen-1133.000
8.Ad Astra Obwalden-229.000
9.I. M. Davos-Klosters-4323.000
10.Regazzi Verbano UH Gordola-5619.000
11.UHC Lok Reinach-2418.000
12.Unihockey Limmattal-4717.000
1.Floorball Uri+5946.000
2.Aergera Giffers+836.000
3.Nesslau Sharks+1533.000
4.Chilis Rümlang-Regensdorf+1333.000
5.UH Appenzell+1230.000
6.UH Lejon Zäziwil+323.000
7.Unihockey Basel Regio-2222.000
8.UHC Bremgarten-3820.000
9.Visper Lions-2217.000
10.Red Lions Frauenfeld-2810.000

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