02.
2006
Interessante Einblicke in die Unihockey-Spitze
Thomas Baumgartner eröffnete als Schiedsrichter das Forum und erzählte von seiner Einstiegszeit und über seine heutigen Erlebnisse in der Schweizer Nationalliga A oder den Spielen auf internationalem Parkett. „Für meine Motivation setze ich mir langfristige und kurzfristige Ziele“, berichtete Baumgartner. Unter anderem wende er dafür das Arbeiten mit Bildern an, er visualisiere diese Ziele. So haben er und sein Schiedsrichter-Partner beispielsweise zur Vorbereitung der WM im Mai in Schweden jeweils das Bild der Globen-Arena in Stockholm als Hintergrundbild auf dem Handy gespeichert. So werden sie jederzeit wieder an den Austragungsort des künftigen WM-Finals erinnert. Ihr Ziel ist es dieses Finalspiel zu pfeifen. „Falls allerdings die Schweiz in den Final käme“, so meinte Baumgartner augenzwinkernd zum nächsten Podiumsgast, dem Assistenz-Captain der Schweizer Mationalmannschaft, “dann werde ich noch so gerne ins zweite Glied treten“.
Schweizer Meister, Cupsieg und Gold im Europacup
„Motivieren kann nur wer selber motiviert ist“
Für René Berliat, Trainer der NLA-Mannschaft von Floorball Köniz, war es
nicht einfach den Kopf für diesen Anlass freizukriegen. Mit seinem Team hat er
diese Saison die erhoffte Teilnahme an der Playoff-Runde verpasst. Umso
ehrlicher und offener kamen seine Statements zum Thema Motivation an.
„Tiefpunkte können auch Chancen sein“ so Berliat aus hautnaher Erfahrung.
Motivieren könne nur wer selber motiviert sei, das wiederholte er immer wieder.
Mit zahlreichen praxisnahen Beispielen berichtete der Diplomtrainer über den
Betrieb in der NLA und aus seiner Zeit in der First Division in Schweden. Die
Trainer dürften die Spieler nicht von Motivationsprogrammen abhängig machen,
schlussendlich sei es auch die Verantwortung jedes einzelnen Spielers sich
selber richtig zu motivieren. „Viel wichtiger ist es heute relativ individuell
auf die Spieler einzugehen, auch wenn es in unseren Teams rund 20 sind“, so
Berliat über die wichtigste Aufgabe eines Trainers.
Praxisnahe Tipps für alle
Die drei Gäste am erstmals stattfindenden Thurgauer Unihockey Forum haben mit
Ihren Statements zum Thema Motivation praxisnahe Tipps weitergegeben.
Interessant dabei waren die zahlreichen Erlebnis-Beispiele, die einen Blick
hinter die Kulisse des nationalen Unihockeys ermöglichten. Dementsprechend
positiv fielen auch die ersten Umfrage-Ergebnisse bei den Teilnehmern aus. Rund
95% der Besucher wollen bei einer zukünftigen Durchführung wieder teilnehmen.
Vielen haben die Statements für ihre eigene Arbeit als Trainer oder
Schiedsrichter interessante Impulse gegeben, auch wenn die meisten nicht wie die
Referenten im Leistungssektor tätig sind. Lob fand der Anlass auch bei den
Gästen aus dem Bernbiet. Für Matthias Hofbauer war die Teilnahme am Forum und
die damit verbundene Vorbereitung eine positive (Selbst-)Erfahrung. „Arbeitet
zusammen für eine gute Entwicklung im Thurgau und stellt das Wohl der Spieler in
den Vordergrund!“ forderte NLA-Trainer Berliat in seinem Schluss-Statement die
Thurgauer Trainerinnen und Trainer auf.