05.
2006
Interview mit Marcel Kaltenbrunner
Momentan
geht es mir noch gut. Ich werde wohl erst heute abend oder morgen realisieren,
dass hier etwas zu Ende gegangen ist.
Die Mannschaft
hat sich auf dem Feld enorm über die Bronze-Medaille gefreut. Was ist mit dem
Gedanken, dass man sogar hätte Weltmeister werden können?
Im
Moment überwiegt die Freude, ganz klar. Mit etwas Abstand werden dann die
anderen Gedanken vielleicht noch kommen. Aber wir sind sehr zufrieden mit dem
Spiel gegen die Tschechen und mit der Medaille.
Du hast dich
auch im letzten Drittel noch mehrmals vom Teamarzt behandeln lassen. Hast du
letzten Gratis-Behandlungen genossen, bevor du wieder wie jeder
Normalsterbliche auch dafür bezahlen musst?
Ich hatte kein
Gefühl mehr in einer Hand und liess mich deshalb verarzten. Ich habe in den
letzten Jahren genug Kontakt mit Ärzten, ich hätte im letzten Drittel auch gut
darauf verzichten können.
In den letzten
Minuten hast du den Platz kaum noch verlassen. Eine Hommage des Staffs an
dich?
Sprachs und verschwand zur Dopingkontrolle. Eine letzte Pflichterfüllung quasi. Wir werden Kalti auf den Schweizer Unihockeyfeldern vermissen.