05.
2007
Interview mit Simone Berner
Simone, warum schafft ihr es nicht während 60 Minuten die
Konzentration hoch zu halten?
Ich befürchtete noch, dass ein Einbruch kommt. Der kam noch jedes Mal, bei den
ersten Partien zu Beginn, jetzt halt im Mitteldrittel. Es ist schwer, wenn sich
jeder Gegner in der eigenen Platzhälfte verschanzt. Mit der Zeit will man zu
viel und zu gut machen. Für die Konzentration ist es halt nicht förderlich, wenn
man weiss, dass nicht jede Aktion gleich mit einem Gegentreffer bestraft werden
könnte.
Du hast an dieser WM meist mit Carmen Jud gespielt, erst während fünf Minuten
mit Stammpartnerin Anna Bürgi. Deine Erkenntnisse?
Kann man – etwas überspitzt gesagt – die vier Gruppenspiele als bessere
Trainingsspiele bezeichnen?
Nein, würde ich nicht. Klar, die Vorbereitung war ein wenig kürzer und vor zwei
Wochen waren wir an den Länderspielen hier noch nicht so weit. Wir konnten
verschiedene Sachen testen und man darf solche Spiele nicht unterschätzen, vor
allem offensiv ist man sehr gefordert. Ich persönlich freue mich auch auf solche
Spiele. Okay, das letzte Kribbeln fehlt, aber wir wollten z.B. auch mal schöne
Tore schiessen. Auch das gibt eine gute Dynamik in der Gruppe.
Du warst schon vor zwei Jahren Captain. Muss diese Mannschaft hier anders
geführt werden als diejenige von Singapur?
Bis jetzt kamen alle zum Einsatz, am Freitag wird sich entscheiden, wer „nur“
Ersatz ist. Sprecht ihr im Team darüber?
Nein, eigentlich nicht. Aber ich habe keine Angst, dass da etwas schief
gehen
könnte. Wir haben viele „Typen“ im Team und Coray hat genau geschaut, wen er
mitnimmt. Ab Freitag muss jede auf ihrer Position die anderen positiv
unterstützen.
Wie sieht eure Vorbereitung auf den Freitag aus?
Morgen gibt es eine Überraschung, Teamleiterin Marisa Mazzarelli hat einen
halbtägigen „Event“ organisiert, keine Ahnung was da auf uns zukommt. Danach
haben wir noch genug Zeit um zu relaxen und uns mental vorzubereiten.