24.
05.
2006
NLA Männer | Autor: Voneschen Reto

Kleiner Mann ganz gross

Neben Scharfschütze Markus Gerber ist Joel Krähenbühl (21) die Schweizer WM-Entdeckung. Das Leichtgewicht überzeugte bisher mit vorbildlichen Einsatz, auch gegen beinahe doppelt so grosse Gegenspieler wusste sich der unbekümmerte Flügel durchzusetzen.
Kleiner Mann ganz gross

Krähenbühl
Vor zwei Jahren stand Krähenbühl im Klotener Schluefweg noch auf der Tribüne und jubelte den Natistars zu, nun trägt er selber das Trikot mit dem weissen Kreuz. Als „Traum“ bezeichnet der Burgdorfer sein Aufgebot für diese Weltmeisterschaft. „Ich war ehrlich gesagt selber überrascht, dass ich hier dabei sein darf. Meine Saison war eher durchzogen, auch zum Schluss der Meisterschaft.“ Vorher stand er noch nie in einer nationalen Auswahl - mit der Nomination Krähenbühls haben die Schweizer Trainer aber eine gute Nase bewiesen. Der flinke Flügel läuft weite Wege, ist einer der ersten beim Backchecking und weiss sich auch vor dem Tor zu behaupten. Gegen die deutlich grösseren und schwereren Gegenspieler muss er einige blaue Flecken kassieren. Für ihn kein Problem: „Wenn man im Training gegen Brocken wie Michael Flury oder Jonas Schneeberger antreten muss, kann einem nichts mehr erschüttern.“ Sein Erfolgsrezept heisst Hartnäckigkeit: „Wenn man immer und immer wieder im Slot erscheint, geben die Verteidiger mit der Zeit nach.“ .

„Respekt, aber keine Angst“

Als wir uns in der WM-Vorschau im Printmagazin fragten, was wohl passiere, wenn er gegen einen schwedischen Felsen wie Kimmo Eskelinen antreten müsse, war sein erster Gedanke „gegen den hab ich ja schon gespielt.“ Im Europacuphalbfinal traf er mit Wiler-Ersigen auf Eskelinens Warberg und schoss in der 38. Minute das 6:4. Respekt habe er schon vor solchen Spielern, „aber keine Angst.“ Die Europacup-Erfahrung ist sein grosses Plus, mit seiner Wendigkeit und seinem Durchsetzungsvermögen eine stete Gefahr für die gegnerische Abwehr. Auf sich selbst konzentrieren, war sein Ziel vor der Weltmeisterschaft, nun gehört er bereits zu den Leistungsträgern. „Ich konnte meine Chance im Startspiel nutzen“ freut er sich. Zu Hilfe kamen ihm auch, dass er mit den Teamkollegen Adrian Zimmermann und Roger Gerber eine Linie bilden darf. Weitere Hilfe gabs aber nicht – immerhin hat er als Teambenjamin keine zusätzlichen Aufgaben. „Anders als bei Wiler-Ersigen“ wie er schmunzelnd ergänzt. Was immer das auch sein mag, auf dem Weg nach oben hat es ihn nicht gestoppt. Wir drücken die Daumen, dass es so weitergeht.“

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1.UHC Thun+9756.000
2.Kloten-Dietlikon Jets+4349.000
3.Floorball Fribourg+2946.000
4.Pfannenstiel Egg+138.000
5.Ticino Unihockey+1235.000
6.UHC Grünenmatt+133.000
7.Unihockey Langenthal Aarwangen-1133.000
8.Ad Astra Obwalden-229.000
9.I. M. Davos-Klosters-4323.000
10.Regazzi Verbano UH Gordola-5619.000
11.UHC Lok Reinach-2418.000
12.Unihockey Limmattal-4717.000
1.Floorball Uri+5946.000
2.Aergera Giffers+836.000
3.Nesslau Sharks+1533.000
4.Chilis Rümlang-Regensdorf+1333.000
5.UH Appenzell+1230.000
6.UH Lejon Zäziwil+323.000
7.Unihockey Basel Regio-2222.000
8.UHC Bremgarten-3820.000
9.Visper Lions-2217.000
10.Red Lions Frauenfeld-2810.000

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