11.
2007
Knappe Niederlage gegen Finnland
Aber auch die Finnen spielten nicht fehlerlos. Nach einem erfolglos vorgetragenen Angriff konnte Dysli in der Rückwärtsbewegung ein finnisches Zuspiel abfangen und nach einem kurzen Rush zum 1:1 ausgleichen. Nur zwei Minuten später war es aber erneut Vänttinen, der den alten Vorsprung für Finnland wieder herstellen konnte.
Auch im zweiten Abschnitt spielten beide Mannschaften vor allem die Karten Geduld und Ballmonopol aus. Die Schweizer kamen nun aber auch vermehrt zu Abschlüssen. In der 29. Minute legte Stucki einen Freistoss aus der Ecke zurück auf Gerber, welcher mit einem seiner gefürchteten Distanzschüssen erneut ausgleichen konnte. Weitere Chancen blieben ungenutzt und so ging es mit unentschiedenem Spielstand in die zweite Pause.
Zu Beginn des letzten Drittels kam es zur eingangs erwähnten Szene, in welcher die Finnen zum dritten Mal in Führung gingen. Torhüter Tönz wurde mit einem abgefälschten Schuss auf dem falschen Bein erwischt. Aber auch im letzten Drittel konnten die Eidgenossen das Tempo der Finnen problemlos mitgehen und mit ein bisschen mehr Abschlussglück wäre auch der Ausgleichstreffer dringelegen. Auch die Massnahme zwei Minuten vor Schluss Hüter Tönz mit einem sechsten Feldspieler auszuwechseln fruchtete nicht mehr. Der finnische Hüter Toivoniemi konnte nacheinander die Abschlussversuche von Christoph Hofbauer, Stucki und Gerber parieren und hielt so den Sieg der Finnen fest.
Trotz dieser Niederlage kann ein sehr positives Fazit aus dem Vierländerturnier gezogen werden. Die Schweizer Mannschaft trat als verschworene Einheit auf und kam den favorisierten Skandinavier wieder einen Schritt näher. Mit Ausnahme der letzten drei Minuten gegen Tschechien konnte das vom Trainergespann Düggeli/Berliat geforderte geduldige Passspiel und hohe Ballmonopol sehr gut umgesetzt werden. Auch die drei Debütanten fügten sich nahtlos ins Konzept ein. Philipp Gerber zeigte eine sehr starke Partie gegen Schweden. Emanuel Antener liess vor allem gegen Tschechien seine blendende Technik und seinen Torriecher aufblitzen und Philipp Wanner zeigte im Spiel gegen Finnland eine grundsolide Leistung.
Das Schweizer Publikum kann sich am heimischen 4-Länderturnier im Februar 2008 in der Zürcher Saalsporthalle auf eine wiedererstarkte Herren-Nationalmannschaft freuen.
Schweiz-Finnland 2:3 (1:2;1:0;0:1)
Small CEZ Arena Ostrava. - 420 Zuschauer. - SR Cerny/Janousek (CZE).
Tore: 6. Vänttinen (Mika Kohonen) 0:1. 10. Dysli 1:1. 12. Vänttinen (Karppanen) 1:2. 29. Markus Gerber (Stucki) 2:2. 42. Lehti (Tiitu) 2:3.
Strafen: 2-mal 2 Minuten gegen Schweiz, 1-mal 2 Minuten gegen Finnland.
Schweiz: Tönz; Bill, Dysli; Markus Gerber, Bichsel; Weber, Riederer; Jungo; Antener, Matthias Hofbauer, Christoph Hofbauer; Stucki, Scalvinoni, Wanner; Brunner, Zürcher, Cadisch; Zimmermann, Krähenbühl.
Finnland: Toivoniemi; Lahdensuo, Stromsten, Vehkaoja, Seppälä, Väänänen, Lehti, Kivilehto, Karppanen, Forsten, Helenius, Mikko Kohonen, Kapanen, Koskelainen, Niiranen, Vänttinen, Hyvärinen, Mika Kohonen, Tiitu
Bemerkungen: Schweiz ohne Philipp Gerber (nicht eingesetzt) Rüegsegger (überzählig). - 18. Pfostenschuss Koskelainen.- Best Player: Dysli (SUI); Karppanen (FIN)