04.
2017
Laely: "Ausspielen wäre besser"
Claudio Laely hat mit Alligator Malans seinen zweiten persönlichen Meistertitel verpasst. Nach der Superfinalniederlage gegen den SV Wiler-Ersigen spricht der Captain im Interview über die enttäuschende Finalniederlage und erklärt, wieso man das Penaltyschiessen seiner Meinung nach abschaffen sollte.
Unihockey.ch: Claudio Laely, wie hast du das heutige Spiel gesehen?
Claudio Laely: Die ersten beiden Drittel waren stark von uns. Wir waren von Beginn weg präsent und fuhren unsere Gegenangriffe mit viel Zug und Entschlossenheit. Die Chancenauswertung war hervorragend. Lange Zeit sah es für uns sehr gut aus.
Vor allem nach dem 5:2 habt ihr extrem gut den Ball in den eigenen Reihen gehalten. Wiler lief so in Gefahr, die Geduld zu verlieren. War das euer Plan?
Nach den drei schnellen Toren, war es wichtig, dass wir etwas Ruhe ins Spiel bringen. Bis zum letzten Drittel gelang uns dies ausgezeichnet. Aber dann agierten wir - vor allem im Spiel mit Ball - zu ängstlich und konnten keinen Druck mehr erzeugen.
Was ging nach der Triplette von Wiler auf der Malanser-Bank ab?
Das kommt in unserer Sportart nun halt mal vor. Ich machte auf der Bank aber keine Hektik oder Nervosität aus. Wir konnten uns nach dem 5:5 auch wieder fangen. Die Stimmung blieb positiv - auch vor dem Penaltyschiessen.
Von vier Penaltys wurden auf Seiten der Malanser alle vergeben...
Ja, aber von mir aus gesehen ist es eine Glücksache. Ich finde es schade, muss die Entscheidung um den Schweizer Meister so gefällt werden. Da bereitest du dich wochenlang auf dieses Spiel vor, analysierst den Gegner bis ins letzte Detail und heckst taktische Pläne aus. Und am Schluss entscheidet, ob einer gut Penaltys schiessen kann oder nicht. Ich fände es fairer, wenn die Entscheidung ausgespielt würde - zumal es ja nur um einziges Spiel geht.