11.
03.
2006
NLA Männer | Autor: Chur Unihockey

Männer NLA: Das Pech der Untüchtigen

Am Abend der offenen Tore deckte Rychenberg Winterthur mit einem 8:10-Stängeli-Sieg erneut die Abwehrschwächen von Chur Unihockey auf. Das Pech der Untüchtigen besiegelte die Bündner Niederlage. Das offensiv grandios aufspielende Duo Oilinki/Capaul vermochte die Niederlage alleine nicht zu verhindern.

Chur Unihockey präsentierte sich gegen Rychenberg Winterthur einmal mehr labil wie das derzeitige Bündner Wetter. Sonne wechselte sich mit Schneefall ab am Samstag. Draussen wie in der Gewerbeschule. Mit einer 2:0-Führung strahlten die Churer bis zur 10. Minute … mit einem 2:4-Rückstand schritten sie verschnupft in die erste Pause. Und das Wechselspiel ging munter weiter. Jedes Tor, das man sich vorne erarbeitete, wurde durch Stellungsfehler, fehlende Kommunikation oder fehlende Aggressivität in der Abwehr wieder eingebüsst. Immerhin fanden die Steinböcke zumindest bis zur 46. Minute regelmässig zurück ins Spiel. Nicht zuletzt dank dem Duo Oilinki/Capaul, das mit acht Skorerpunkten glänzte.

Inexistentes Boxplay
Doch nach dem 7:7 in der 45. Minute folgte der defintive Wolkenbruch. In dieser Phase beklagten die Einheimischen für einmal auch etwas Schiedsrichter-Pech, verloren doch die bis dahin souveränen Unparteiischen plötzlich die Übersicht. Während nahezu jedes Foul der Rot-Weissen mit einer 2-Minutenstrafe geahndet wurde, begingen die Gelb-Schwarzen, oft an Churs Finne Olli Oilinki, Fouls und „wiederholte Vergehen“ im Minutentakt – ohne jemals aufs Sünderbänklein schlendern zu müssen.

Rychenbergs starker Powerplay-Block liess sich ob dieser ungewohnten Pfeifferei nicht zwei mal bitten. Jede nummerische Überlegenheit wurde ausgenützt: Vier Powerplays – vier Tore! Drei davon innert fünf Minuten vom 7:7 zum 7:10. Mit Pech allein kann die Niederlage jedoch nicht begründet werden. Wenn schon, muss man vom Pech der Untüchtigen sprechen. Die Churer Gegenwehr in den Boxplay-Situationen war kaum existent. Wie den Sekundenzeiger auf der Matchuhr liessen die Bündner die Zürcher Tor um Tor gewähren.

Fehlender Siegeswille
Auch wenn die Absenzen von Schlüsselspielern wie Engel, Marcel Kaltenbrunner und Cadisch zu beklagen sind: Eine Siegermannschaft tritt anders auf. Sie zeigt über die ganze Spieldauer ein aggressives Backchecking, setzt die Marschroute respektive das Abwehrsystem konsequenter um und lässt dadurch die Unordnung in der Abwehr in diesem Masse gar nicht erst zu. Sie zeigt ein engagierteres Boxplay und lässt nicht vier Gegentore bei vier Strafen zu. Sie verliert nicht so viele Zweikämpfe und Bälle. Sie räumt vor dem eigenen Slot konsequenter auf und belagert den gegnerischen umso intensiver. Noch hat Chur Unihockey zwei Wochen Zeit, um an diesen in den Playoffs überlebenswichtigen Dingen zu arbeiten.


Chur Unihockey - HC Rychenberg Winterthur 8:10 (2:4, 3:2, 3:4)
Gewerbliche Berufsschule, Chur - 465 Zuschauer
SR: Schoch / Estermann
Tore: 5. Oilinki (Kamaj) 1:0, 9. Capaul (Oilinki) 2:0, 11. Cepek (Zürcher) 2:1, 16. Dolski (Schuler) 2:2, 17. Grunder (Dolski) 2:3, 20. Cepek (Penalty) 2:4, 24. Lüthi (Rohner) 3:4, 26. Dolski (Schuler) 3:5, 31. Parli (Oilinki) 4:5, 33. Capaul (Stegmann) 5:5, 39. Kern (Weber/Ausschluss Rohner) 5:6, 42. Lüthi (F. Kaltenbrunner) 6:6, 43. Kern (Cepek/Ausschluss Schneider) 6:7, 46. Capaul (Oilinki) 7:7, 51. Cepek (Zürcher/Ausschluss Capaul) 7:8, 52. Kern 7:9, 56. Cepek (Zürcher/Ausschluss Candreia) 7:10, 58. Weingart (Oilinki/Ausschluss Cepek, Chur ohne Torhüter) 8:10
Strafen: Chur 5x2', HCR 3x2'
Chur Unihockey:
Peng; Kamaj, Stegmann; Schneider, Felix; Candreia Rohner; Oilinki, Parli, Capaul; Eggenberger, Graf, Gamma; Weingart, Lüthi, F. Kaltenbrunner; Binggeli
HC Rychenberg: Schütz; Eichmann, Weber; Gerber, Taisch; Kern, Cepek, Zürcher; Schuler, Dolski, Grunder
Bemerkungen: Chur ohne Engel, M. Kaltenbrunner, Cadisch, Hanzlik (alle verletzt), A. Adank (abwesend), Binggeli nur mit Kurzeinsätzen im Schlussdrittel (krank). 23. Pfostenschuss Kern, 57. Time-out Chur Unihockey
Das Gruppenspiel der Schweizer Nati gegen Lettland wird es an der WM in sich haben. Levin Conrad (HCR) und Daniels Janis Anis (Uster) nahmen im Zürcher Derby schon einmal... Tampere lässt grüssen
Zug United reagiert auf die aktuelle Torhütersituation und verstärkt sein Team mit einem erfahrenen Rückkehrer: Der 33-jährige Christoph Reich kehrt nach seinem Rücktritt... Zug reaktiviert Goalie Christoph Reich
In der Männer UPL werden die nächsten zwei Spieltag von Samstag bis Donnerstag ausgetragen. Zwei Spiele pro Team innerhalb von drei bis sechs Tagen - eine besondere... Eine volle Ladung Unihockey
Nach der Rückkehr von Asla Veteläinen nach Finnland aufgrund familiärer und beruflicher Gründe konnte WASA St. Gallen die beiden Finnen Jarkko Aavaharju und Eemeli... WASA verpflichtet zwei Finnen

Community Updates

Tabellen

1.UHC Thun+9756.000
2.Kloten-Dietlikon Jets+4349.000
3.Floorball Fribourg+2946.000
4.Pfannenstiel Egg+138.000
5.Ticino Unihockey+1235.000
6.UHC Grünenmatt+133.000
7.Unihockey Langenthal Aarwangen-1133.000
8.Ad Astra Obwalden-229.000
9.I. M. Davos-Klosters-4323.000
10.Regazzi Verbano UH Gordola-5619.000
11.UHC Lok Reinach-2418.000
12.Unihockey Limmattal-4717.000
1.Floorball Uri+5946.000
2.Aergera Giffers+836.000
3.Nesslau Sharks+1533.000
4.Chilis Rümlang-Regensdorf+1333.000
5.UH Appenzell+1230.000
6.UH Lejon Zäziwil+323.000
7.Unihockey Basel Regio-2222.000
8.UHC Bremgarten-3820.000
9.Visper Lions-2217.000
10.Red Lions Frauenfeld-2810.000

Quicklinks