02.
2006
Männer NLA: Ein Schlusspunkt mit Knalleffekt
Auch im dritten Aufeinandertreffer gegen GC Zürich in dieser Saison behielt Wiler-Ersigen das bessere Ende für sich. In der letzten Spielminute erzielte Adrian Zimmermann das Siegtor für den Meister. Der zum besten Spieler seines Teams ausgezeichnete Bucheggberger meinte kurz nach Spielende: „Das Spiel hätte auf beide Seiten kippen können.“ Nach dem neuerlichen Ausgleich der Zürcher zum 6:6 in der 54. Minute (Die Zürcher spielten zu dieser Zeit ungeahndet mit sechs Feldspielern!) vergaben diese nämlich nur Sekunden später – nicht zum einzigen Mal an diesem Abend – quasi alleine vor Torhüter Kellenberger. Die erstmalige Führung vermasselten sie sich damit gleich selbst. Die letzten fünf Minuten vermochte Wiler dann wieder zu dominieren und so noch den entscheidenden Treffer zu erzwingen „Wir konnten im entscheidenden Moment nochmals zusetzen“, erkennt auch Siegestorschütze Zimmermann.
Entscheidung in „Special-Teams“
Wieder einmal hat Wiler-Ersigen mit der Klasse im entscheidenden Moment
einen Zacken zuzusetzen, ein Spiel für sich entschieden. Ansonsten war das Spiel
von typischen „Wiler vs. GC“-Merkmalen geprägt: Ein intensiver Kampf über die
volle Distanz, Tore am Laufmeter, ein spannendes Spektakel für die Zuschauer.
1 Shorthander und das Siegestor: Matchwinner "Zimmi"
Wiler lag zwar immer in Führung, doch mit mehr als zwei Toren davonziehen
konnte es nie. Selbstkritisch sagt Zimmermann: „Wir haben nach den jeweiligen
Führungstreffern zu wenig konsequent die Entscheidung gesucht.“ GC blieb folge
dessen stets im Spiel, zeigte sich aber teilweise von seiner ungeschickten
Seite. So beispielsweise eine Minute nach dem 5:5-Ausgleich, als die Zürcher
sich eine weitere kleine Strafe einbrockten. Prompt legte Wiler wieder vor. Wie
schon bei den Treffern zwei und fünf agierten die Berner in numerischer
Überzahl. Obwohl das sieben Minuten dauernde Powerplay im ersten Drittel erst in
der letzten Minute durch Vänttinen zum 2:1 ausgenutzt werden konnten, entschied
sich das Spiel nicht zuletzt dank den „Special-Teams“. Spielte GC mit einem Mann
mehr, gelangten meist sogar die Berner zu den besseren Chancen. In der 29.
Minute gelang Adrian Zimmermann sogar ein Shorthander zur 4:2-Führung. „GC
rückte immer sehr stark auf, so war ich mehrmals ziemlich alleine vor dem Tor“,
erklärt der 21-Jährige. Beim Boxplay der Berner in der 40. Minute schlich er
sich schon wieder nach vorne, traf diesmal aber „nur“ den Pfosten.
Die Zürcher erzielten zwar auch einen Treffer im Powerplay waren aber nie so gefährlich wie die Berner. Ihr besten Aktionen hatten sie jeweils dann, wenn sie mit ihrem aggressiven Forechecking die SVWE-Verteidiger zu Fehlern zwangen und so zu Ballgewinnen und blitzschnellen Abschlüssen kamen. Zu Beginn hatte dies – insofern sich die Berner ihrerseits mit schnellen Angriffen 3:2-Situationen erschufen – auch seine negative Auswirkung, wie beim ersten Treffer, der ein schnelles Überqueren der Mittelzone vorausging. Zimmermann zu diesem Umstand: „Obwohl wir von ihrem gefährlichen Forechecking wussten, waren wir mehrmals nicht parat.“ Zum Glück für die Berner haben die Zürcher ihre guten Torchancen aber eindeutig zu schwach ausgenützt.
Wiler-Ersigen – GC Zürich 7:6 (2:1, 3:3, 2:2)
Sportzentrum, Zuchwil – 495 Zuschauer
SR: Baumgartner / Kläsi
Tore: 3. Krähenbühl (Gerber) 1:0. 6. Bachmann (Scalvinoni, Ausschluss M. Hofbauer) 1:1, 19. Vänttinen (Thorsell, Ausschluss Riedel) 2:1, 23. Rüegsegger (D. Zimmermann) 3:1, 26. Maffioletti (Kammerer) 3:2, 28. (27.54) A. Zimmermann (Bichsel, Ausschluss Krähenbühl) 4:2, 29. (28.51) Bachmann (Angst) 4:3, 32. Thorsell (M. Hofbauer, Ausschluss Riedel) 5:3, 35. Helbling 5:4, 47. (46.48) Nabold (Jakubek) 5:5, 48. (47.58) C. Hofbauer (M. Hofbauer, Auschluss Osman) 6:5, 54. Scalvinoni (Tschopp) 6:6, 60. (59.19) A. Zimmermann (Bichsel) 7:6
Strafen: Wiler 5x2', GC 3x2' und 1x5' (Riedel)
SV Wiler-Ersigen: Kellenberger; Thorsell, J. Schneeberger; Bichsel, Schild; Flury, D. Zimmermann; C. Hofbauer, M. Hofbauer, Vänttinen; A. Zimmermann, Gerber, Krähenbühl; Zurflüh, Mühlethaler, Rüegsegger; Keller, Zingg
GC: Wolf; Jakubek, A. Helbling; Kammerer, Osman; Schneeberger, Bachmann, Maffioletti; Kern, Tschopp, Angst; Schnelli, Riedel, Scalvinoni, Nabold
Bemerkungen: Wiler ohne L. Schneeberger (verletzt), Streit, Bütikofer (nicht eingesetzt). GC ohne U. Helbling, Walser und Cernela (verletzt), 58. Time-out GC, GC ab 59.39 ohne Torhüter.
Beste Spieler: A. Zimmermann / A. Helbling