09.
2005
Männer NLA: Grössere Effizienz
Achtung, fertig, los. Unter diesem Motto gingen die beiden besten Teams der vergangenen Saison in dieses Auftaktspiel. Von Abtasten auf beiden Seiten keine Spur. Diese Tempoforcing mit beidseitigem Pressing bis tief in die gegnerische Platzhälfte sorgte gleich für Unterhaltung vor beiden Toren. Doch Wiler erwies sich bereits in dieser Phase als das im Angriff entschlossenere Team. Captain Matthias Hofbauer gab mit dem 1:0 in der dritten Minute die Marschrichtung an. Krähenbühl doppelte nur eine Minute später nach, nach einem mustergültig Zuspiel des neuen SVWE-Ausländers Lassi Vänttinen. GC war damit schlecht belohnt für eine an sich gute Startphase, durfte aber immerhin für sich beanspruchen nach diesem Doppelschlag nicht gleich einzubrechen. Dazu hätte es aber auch ein weitaus besseres Spiel der Gastgeber gebraucht, welche doch noch einige technische Fehler und Fehlpässe zuviel verzeichneten. Hier kam der Auftaktspielcharakter dann doch zum Tragen. Immerhin spielte der Meister in der Defensive, angefangen bei einem untadeligen Goalie Kellenberger, sehr solide und konzentriert. Dies reichte, um GC doch auf Distanz zu halten, zumal Matthias Hofbauer mit seinem zweiten Tor kurz vor der zweiten Pause zum 3:0 die Weichen ganz auf Sieg stellte.
Ganz auf Sieg? Nein, im vom SVWE beherrschten Unihockeyreich zu Zuchwil gab es ein kleines Team, bestehend aus zwei Akteuren, welche wohl den falschen Zaubertrank erwischt hatten und nochmals für Spannung sorgen wollten. Zwei höchst diskutable Penaltys, der erste bereits nach 14 Sekunden im Schlussdrittel, waren die Tiefpunkte einer Vielzahl von Pfiffen gegen das Heimteam, das auch fragwürdige Strafen gegen die Wiler Akteure beinhaltete. Es ist nichts einzuwenden, wenn die Schiedsrichter einen harten Massstab anlegen, dann aber bitte auf beiden Seiten. Und wenn gar augenscheinlich Privatfehden mit einzelnen Spielern ausgetragen werden, dann ist dies auf diesem Niveau höchst fragwürdig.
Zumal die Partie durchaus hätte kippen können. GC roch nach dem frühen Anschlusstor zum 1:3 im Schlussdrittel nochmals Lunte, doch hier zeigte dann auch Wiler sein bestes Drittel und eine gute Reaktion, auf den gegnerischen Druck und die immer einseitigere Regelauslegung. Den Vizemeister mit 6:2 besiegt, jedes Drittel gewonnen, dazu auch noch den Schiris getrotzt. Auf diesem Sieg läst sich aufbauen.
Wiler-Ersigen – GC Unihockey 6:2 (2:0, 1:0, 3:2)
Sportzentrum, Zuchwil - 520 Zuschauer
SR: Erhard / Renz
Tore: 3. M. Hofbauer (Krähenbühl) 1:0, 4. Krähenbühl (Vänttinen) 2:0, 39. M. Hofbauer (Krähenbühl) 3:0, 41. Runnestig (Penalty) 3:1, 41. Chr. Hofbauer (Gerber) 4:1, A. Helbling (Tschopp) 4:2, 55. Krähenbühl (Schild) 5:2, 56. Gerber (Thorsell, Ausschluss U. Helbling) 6:2
Strafen: Wiler 4x2', GC 2x2'
Wiler-Ersigen: Kellenberger; Flury, Schild; Thorsell, L. Schneeberger; D. Zimmermann , J. Schneeberger; M. Hofbauer, Vänttinen, Krähenbühl; Gerber, Chr. Hofbauer, A. Zimmermann ; Rüegsegger, Mühlethaler, Zurflüh
Bemerkungen: Kellenberger hält Penalty von Maffioletti (53.), Wiler ohne Bichsel (verletzt), Streit, Bieber, Zingg und Keller (alle Ersatz)
Best Players: Kellenberger / Kamerer