03.
2007
Männer NLA: Meister ohne Chance
Nach dem 5:0 im Derby war es diesmal gar ein 6:0 gegen den Meister aus dem Bündnerland, der damit Wiler den ersten Rang nicht mehr streitig machen kann. Es ist das vierte Mal in Folge, dass die Berger-Truppe von der "pole-position" in die Playoffs steigt. Das erste Halbfinalspiel wird am 31. März in Kirchberg stattfinden (Spielbeginn 19.00). Die beiden "zu Null"-Erfolge machen Hoffnung, dass das NLA-Team bereit ist, dieses Jahr wieder auf Titeljagd zu gehen.
Einmal mehr bewahrheitete sich das spezielle "Malanser Gesetz" für Wiler. Wenn die Berger-Truppe gegen die Alligatoren in Führung gehen kann, dann gibt es für die Bündner in der Regel nichts zu holen. Wenn dann die Wiler Spieler noch derart aggressiv in die Zweikämpfe gehen, defensiv so saubere Arbeit leisten und einen derzeit glänzend aufspielenden Goalie Dani Streit so gut unterstützen, dann bleibt die Malanser Offensive so harmlos wie es in der Vorwoche die Könizer Offensive geblieben war. Der Meister fand in keiner Spielphase ein Mittel gegen die konsequent ihr Spiel spielenden Gastgeber, welche den Vorsprung in regelmässigen Abständen ausbauten und bis zum Ende ein komfortables 6:0 herausspielten. Einmal mehr erstaunlich wie ausgeglichen die drei Blöcke agierten. So erzielte die dritte Formation die vorentscheidenden Tore zum 2:0 und 3:0. Dabei gelang Dieter Zimmermann sein erstes Saisontor.
Aber auch die beiden anderen Formationen dominierten die Bündner, welche lange mit nur zwei Linien agierten klar. Insbesondere der Block mit dem quirligen Krähenbühl sorgte immer wieder für Gefahr, blieb aber lange Zeit ineffizient, ehe der Aufwärtstendenz zeigende Adrian Zimmermann in der 54. Minute doch noch traf. Für das Highlight im ersten Block sorgte Captain Matthias Hofbauer, der in bester Marc Berthod Manier die Malanser Verteidiger als Slalomstangen benutzte und den Ball "pfannenfertig" Bruder Christoph auflegte, der zum 5:0 einschoss.
Nach den beiden letzten Vorstellungen gegen Köniz und Malans kommt man nicht umhin, festzuhalten, dass sich das NLA-Team eigentlich nur selbst im Wege stehen kann auf dem Weg zum dritten Meistertitel. Aber Achtung! Da greift ein noch ein anderes Gesetz: Das jenige der Playoffs. Alles beginnt wieder von vorn, jeder Sieg muss neu erarbeitet werden. Passieren kann soviel, ein schlechtes Wochenende kann alles zerstören, diese Erfahrung musste die Berger-Truppe im Vorjahr machen. Ob es eine heilsame war? Die kommenden Wochen werden es weisen.
Wiler-Ersigen - Alligator Malans 6:0 (2:0, 2:0, 2:0)
Sportzentrum Zuchwil. – 715 Zuschauer.
SR Güpfert/Servodio.
Tore: 8. Keller (Punkari) 1:0. 16. D. Zimmermann (Balmer) 2:0. 30. Zingg (Balmer) 3:0. 36. M. Hofbauer (Thorsell/Ausschluss Cernela) 4:0. 51. C. Hofbauer (M. Hofbauer) 5:0. 54. A. Zimmermann (Gerber) 6:0.
Strafen: Wiler-Ersigen 1 x 2’, Alligator Malans 2 x 2’.
Wiler-Ersigen: Streit; Punkari, Schild; Bichsel, Thorsell; D. Zimmermann, Jungo; C. Hofbauer, M. Hofbauer, Keller; Krähenbühl, Gerber, A. Zimmermann; Balmer, Zingg, Zurflüh.
Alligator Malans: Tönz; Väänänen, Eberhard; Morf, Pfiffner; Adank; Kläger, Capatt, Ericson; Dominioni, Brunner, Cernela; Bebi, Wallimann, Bischof.
Bemerkungen: Wiler ohne Berger, Hedlund und Wittwer (alle verletzt), Mendelin (U21), Flury und Bieber (beide Ersatz), Malans ohne Jussila, Riederer und Beyeler (alle verletzt). 50:03 Time-out Alligator.