19.
01.
2008
NLA Männer | Autor: SV Wiler-Ersigen

Männer NLA: Und wieder ein 3:2 gegen die Hoppers

Ohne zu brillieren schloss der SV Wiler-Ersigen die Qualifikationsrunde zum fünften Mal in Serie auf dem ersten Platz ab. GC forderte den Leader mit forscher Gegenwehr wie schon beim Hinspiel, das ebenfalls mit 3:2 geendet hatte.
Zu Beginn zeigte Wiler-Ersigen eine altbekannte Schwäche. Diese Unkonzentriertheit nützte Sigrist nach 85 Sekunden zum Gäste-Führungstreffer. „Wir hängten nahtlos an unsere Europacup-Leistung an", umschrieb Sportchef Marcel Siegenthaler den Start. Und: „Es ist vielsagend, wenn dies dann doch genügt, um national zu gewinnen". Auf dieses Verlusttor reagierten die Berner. Sie forcierten die Offensive. Die erste Strafe gegen GC nützten sie zum Ausgleich. Die Verteidiger Punkari und Thorsell bewiesen in der siebten Minute ihre Übersicht. Die drittklassierten Grashoppers sahen sich mehrheitlich mit Defensivaufgaben konfrontiert. Allerdings benötigte der Leader knapp acht Minuten, bis er seine optische Überlegenheit resultmässig umsetzen konnte. Zimmermann stand in der 15. Minute alleine vor Haab und konnte das Zuspiel Zinggs problemlos verwerten. Es schien für einen Moment, dass sich der internationale Rhythmus positiv auf die Spielgestaltung von Wiler-Ersigen auswirken könnte. Doch es blieb beim Schein. Einzig Zinggs Lattenschuss 21 Sekunden vor Drittelsende war die enttäuschende Ausbeute.


Die Gäste vermochten sich lediglich mit Entlastungsangriffen sporadisch Luft zu verschaffen. Den Bernern mussten sie sich aber nur noch einmal, in der 25. Minute ein drittes Mal beugen. Mit Bichsel schloss wiederum ein Verteidiger mit einem präzisen Hochschuss zum 3:1 ab. Es blieb der letzte Torerfolg der Einheimischen. „Nach unserem dritten Treffer hätten wir den Sack zumachen sollen", analysierte Siegenthaler. Seinem Team fehlte in der Offensive die Kaltblütigkeit, der Wille zum Erfolg. Der Gast begann mit kontrollierendem Aufbau aus der Abwehr heraus, die Dominanz des Schweizer Meisters zu stoppen. Der Lohn war in der 31. Minute der Anschlusstreffer wiederum durch Sigrist. „GC hat uns trotzdem defensiv kaum gefordert", urteilt der Sportchef weiter. Die Begegnung wurde offener, intensiver, umkämpfter, hektischer.
Die Berger-Truppe wollte den ersten Platz in der Qualifikationsrunde nicht mehr preisgeben. GC unterstrich aber, dass es unbequem zu spielen ist. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Zwingende Abschlussversuche blieben beidseits Mangelware. Die Gastgeber mussten die letzten Reserven angezapfen, um die drei Punkte über die Zeit zu bringen. GC liess nichts unversucht, wenigstens in die Verlängerung zu gehen. In der 59. Minute hielt Streit einen Schuss von Scalvinoni. Zwölf Sekunden später nahm GC sein Timeout. 66 Sekunden vor Spielschluss machte Haab einem sechsten Feldspieler Platz. Wiederum zwölf Sekunden später verpasste Bichsel das leere Tore. Die letzten Sekunden waren dann ein wirres Gestocher. Das torlose Schlussdrittel entsprach der Leistung.
Diese letzte Qualifikationsrunde lief völlig für Wiler-Ersigen. Mit zwölf Punkten Vorsprung auf Rang 5 sicherten sich die Berner schon vor der Finalrunde als erstes Team die Playoffs. „Trotz allem ist es für uns optimal gelaufen", zieht Siegenthaler ein posities Fazit.




SV Wiler-Ersigen - GC Unihockey 3:2 (2:1, 1:1, 0:0)
Grossmatt Kirchberg - 530 Zuschauer
SR: Wunden/Gmür.
Tore: 2.Sigrist 0:1, 7. Thorsell (Punkari/Ausschluss Osman) 1:1, 15. Zimmermann (Zingg) 2:1; 25. Bichsel (Balmer) 3:1, 31. Sigrist (Angst) 3:2.
Strafen: 2-mal 2-Minuten gegen Wiler, 4-mal 2 Minuten gegen GC.
SV Wiler-Ersigen: Streit; Thorsell, Bichsel; Punkari, Schild; Flury, Jungo; Zimmermann, Balmer, Zingg; Wittwer, Mendelin, Krähenbühl; Mutti, Keller, Zurflüh.
GC Unihockey: Haab; Kamaj, Hostettler; Scherrer, Jakubek; Osman, Abegg; Sutter, Allamand, Walser; Scalvinoni, Sigrist, Angst; Pulfer, Kuronen, Holdener.
Bemerkungen: Wiler-Ersigen ohne Sladky (Prüfungen in Tschechien), Berger und Gerber (beide verletzt). Fankhauser, Pulver und Bieber (Ersatz) sowie GC ohne Maffioletti (verletzt). 20. Lattenschuss Zingg. 58. (57.17) Timeout GC.

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