03.
09.
2008
NLA Männer | Autor: Keller Damian

Nationalmannschaft: Formbarometer der Defense

Im Dezember soll in Ostrava und Prag der bisher grösste Unihockey-Event aller Zeiten über die Bühne gehen. Für unihockey.ch Grund genug, unsere Nati noch etwas genauer als sonst zu verfolgen.

Knapp drei Wochen vor Beginn der Meisterschaft widmen wir uns der eidgenössischen Verteidigung, welche in Tschechien der Angriffe der Schweden, Finnen und Tschechen Stand halten möge. Wer kann schon jetzt den Flug buchen, wer ist auf der Kippe?

Gerber Philipp
Hat sich in der letzen Saison international durchgesetzt. Trotz seinen erst neun Länderspielen ein ganz heisser Kandidat für die Nummer 1 für die WM, macht zur Zeit einfach keine Fehler. Verdrängt er Tönz?
WM-Chance:
100 Prozent

Tönz Roger
Sowohl bei Malans als auch in der Nati waren die Leistungen in der letzten Saison durchzogen. Trotzdem: Seit 1996 ist er in der Nati, hat eine Erfahrung von 78 Länderspielen. Das spricht im Kampf um die Nummer 1 klar für den Routinier.
WM-Chance: 100 Prozent

Streit Daniel
Aufgrund guter Leistungen auf dem internationalen und nationalen Parkett im April erstmals seit vier Jahren wieder aufgeboten. Er konnte dem Aufgebot wegen einer Verletzung nicht Folge leisten und sich somit auch nicht aufdrängen. Derzeit klar die Nummer 3 im Tor.
WM-Chance:
30 Prozent

 

Bichsel Simon
Verpasste die WM 2006 leider wegen Kreuzbandriss. Seither bei Wiler-Ersigen wieder Teamstütze. Kreativer Offensivverteidiger, was international sehr wichtig ist. Noch hat er seine gelegentlichen Aussetzer nicht ganz abgestellt. Trotzdem fährt er mit nach Tschechien
WM-Chance: 100 Prozent

Bill Daniel
Überragend in der letzten Saison bei Köniz. Aus der Nati nicht mehr wegzudenken. Wir sagen: Mit ihm hätte sich Köniz für das EFC-Finalturnier qualifiziert... Einzige Schwäche: Sein Schuss.
WM-Chance: 100 Prozent

Dysli Marc
Der Aggressiv-Leader, der ein ganzes Team mitreissen kann. Mit einem extrem scharfen Schuss gesegnet - wenn er Zeit hat. Aus dem Spiel heraus werden die Schüsse noch zu häuft geblockt. Dysli ist in den Plänen von Düggeli / Berliat unentbehrlich.
WM-Chance: 100 Prozent

Kamaj Lulzim
Seit Kamaj bei GC spielt, gibts auch die Wörter Biss und Einsatzwille in seinem Vokabular. Und prompt reichts für die Nati. Geht er zu Beginn der neuen Saison diesen Weg weiter, kann es für die WM reichen. Denn kreative Verteidiger sind in der Schweiz Mangelware. So nah war „Lulla" noch nie an einer WM-Teilnahme.
WM-Chance: 75 Prozent

Jungo Yvan
DER Haudegen in der Abwehr. Gross, stark, hart. Was ihm fehlt, ist das feine Händchen, der unerwartete Zuckerpass, der gezielte Abschluss aus der zweiten Reihe. Muss sich in diesen Bereichen noch steigern, wenn er im Dezember das Schweizer Kreuz tragen will.
WM-Chance: 65 Prozent

Gerber Markus
Der Shooting-Star der letzten WM wäre auch in diesem Jahr gesetzt. Nach einem Zeckenbiss kämpft er seit einem Jahr mit gesundheitlichen Problemen, die ihn immer wieder zurück warfen. Selbst diesen Sommer konnte er nicht wie gewünscht trainieren. Am Czech Open, fast ohne Vorbereitung, klappte es schon ganz gut - aber erst Ernstkämpfe in der neuen Saison werden Aufschluss über seinen wirklichen Zustand geben.
WM-Chance: 60 Prozent

Riederer Max
Gehört in eine ähnliche Kategorie wie Yvan Jungo. Sehr zielstrebiger und ehrgeiziger Spieler, der seine spielerischen Limiten aber nicht verbergen kann. Deshalb wird es knapp für den Malanser Captain. Er könnte allenfalls von einem Ausfall von Markus Gerber profitieren. Oder davon, dass Düggeli/Berliat mehr aufs Kämpferische denn aufs Glanzvolle setzen.
WM-Chance: 50 Prozent

Weber Thomas
Gab 2004 seinen Rücktritt aus der Nati. Seit Februar 2007 wieder dabei mit dem Ziel, zehn Jahre nach seiner Silber-WM 1998 noch einmal eine WM miterleben zu können. Doch Weber ist auf der Kippe. Mit der Erfahrung lassen sich nicht alle physischen Defizite wett machen.
WM-Chance: 50 Prozent

Schneider Renato
Der ehemalige U-19-Crack steht vor der Saison der Bewährung. Wie Kuchen ist er ganz klar ein Spieler für die Zukunft. Trotz seinen guten Voraussetzungen fährt er nur nach Tschechien, wenn die Verletzungshexe bei seinen Kollegen zuschlägt.
WM-Chance: 15 Prozent

Flury Michael
Einstige Teamstütze bei Wiler und in der Nati, hatte er zwei schlechte Saisons bei Wiler. Deshalb haben ihn wohl nicht einmal mehr die Nati-Trainer auf der Rechnung. Die Chance, dass Flury in Finnland in einem neuen Umfeld und vor allem mit einem neuen Trainer einen zweiten Frühling erlebt, ist jedoch vorhanden. Warum nicht an der WM das allen zeigen?
WM-Chance: 20 Prozent

Kuchen Florian
Eine starke Saison in Köniz und zwei ansprechende Länderspiele gegen Dänemark und Norwegen reichen noch nicht für die WM. Ein Spieler für die Heim-WM 2012.
WM-Chance: 10 Prozent

Suter Christian
Seine Härte sowie sein unbeschwerter und sicherer Auftritt bescherten ihm im letzten Frühling zwei Länderspiele. Für die WM wirds nicht reichen. Wenn er die Technik noch auf ein internationales Level bringt, ist eine WM in seiner Karriere nicht ausgeschlossen.
WM-Chance: 5 Prozent

Die Beurteilungen der Stürmer lesen Sie in der Oktober-Ausgabe des Printmagazins von unihockey.ch.

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Tabellen

1.UHC Thun+9756.000
2.Kloten-Dietlikon Jets+4349.000
3.Floorball Fribourg+2946.000
4.Pfannenstiel Egg+138.000
5.Ticino Unihockey+1235.000
6.UHC Grünenmatt+133.000
7.Unihockey Langenthal Aarwangen-1133.000
8.Ad Astra Obwalden-229.000
9.I. M. Davos-Klosters-4323.000
10.Regazzi Verbano UH Gordola-5619.000
11.UHC Lok Reinach-2418.000
12.Unihockey Limmattal-4717.000
1.Floorball Uri+5946.000
2.Aergera Giffers+836.000
3.Nesslau Sharks+1533.000
4.Chilis Rümlang-Regensdorf+1333.000
5.UH Appenzell+1230.000
6.UH Lejon Zäziwil+323.000
7.Unihockey Basel Regio-2222.000
8.UHC Bremgarten-3820.000
9.Visper Lions-2217.000
10.Red Lions Frauenfeld-2810.000

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