01.
04.
2007
NLA Männer | Autor: Keller Damian

Neues Transfer-Fenster: Jihde und Co im Anmarsch!

Wie im Eishockey können sich die Clubs ab sofort mit bereits ausgeschiedenen Söldnern eindecken. Einige Vereine haben sofort reagiert und sich mit echten Stars eingedeckt!
Neues Transfer-Fenster: Jihde und Co im Anmarsch!

Der Entscheid kam überraschend – aber nach der Änderung der Termine für die Weltmeisterschaften und den Europacup erstaunt einen ja nichts mehr. Per sofort erlauben die Transfer-Reglemente des IFF und von Swiss Unihockey, dass Spieler, die mit ihrem Verein die Saison beendet haben, einen Wechsel vollziehen können. Wie im Eishockey beschränkt sich das aus nicht nachvollziehbaren Gründen auf ausländische Spieler (die sogenannte Lex Domenichelli).
Nachdem sowohl in Schweden als auch in Finnland bereits hochkarätige Teams ausgeschieden sind, dreht sich das Transferkarussell wie verrückt. Bereits an diesem Playoff-Sonntag in der Schweiz werden die ersten Stars im Einsatz stehen – die Karten werden somit völlig neu gemischt.

Nati-Stars im Multipack
Noch sind viele Gespräche im Gang, hier trotzdem schon einmal eine erste Übersicht über die Geschehnisse der letzten 24 Stunden:

Wiler-Ersigen

Niklas Jihde, mit AIK in den Playoffs an Caperio/Täby gescheitert, soll den verletzungsbedingten Ausfall von Nati-Kumpel Andreas Hedlund kompensieren. Jihde: „Ich freue mich auf mein Gastspiel in der Schweiz. Mich verbindet mit Wiler aus der damaligen Finalserie gegen GC immer noch eine enge Freundschaft, vor allem mit Trainer Thomas Berger. Ich hoffe, dass ich dem Team helfen kann – und dass es mal zu einem Tennis-Mätschli gegen Mätthu Hofbauer reicht“.

Alligator Malans
Auch die Bündner haben die Chance genutzt, Esa Jussila zu ersetzen. Der „Harfen-Spieler“ hat seinem Verein gleich zwei Landsleute vermitteln können – Jaakko Hintikka und Tero Tiitu von den ausgeschiedenen Espoon Oilers. Mit ihnen wird auch Oilers-Coach Petteri Nykky in die Schweiz kommen. Er schreibt momentan eine Diplomarbeit über „Schiedsrichter in Extrem-Situationen und die Neutralität von Jury-Tischen“. Er hofft, in der Schweiz entsprechende Aufschlüsse zu erhalten.

Unihockey Tigers
„Das Boot ist voll“ heisst es im Emmental. Man verzichtet nach dem Cupsieg auf Verstärkungen aus dem Ausland, nachdem man von Köniz-Skorer Blomberg („Die rennen mir zu viel, ich spiele lieber mit Sturmkollege Antener“) einen Korb geholt hat. Zudem wolle man nicht wie die Kollegen vom Eishockey 14 Ausländerlizenzen verbraten.

HC Rychenberg
„Wenn wir noch einen Ausländer holen würden, müsste einer der verdienstvollen Schweizer für ihn auf die Tribüne. Die ist im heutigen Heimspiel aber bereits ausverkauft – also verzichten wir auf ein solches Experiment. Und unser Rantanplan (gemeint ist der Finne Heikki Rantala, die Red.) wird es schon wieder richten – beim letzten Quali-Spiel in Zuchwil hat er ja auch vier Tore gemacht“ meint HCR-Coach Philippe Soutter.

Ein besonderer Coup ist zudem den Kloten-Bülach Jets gelungen. Mit Peter Fischerström von AIK kommt ein alter Bekannter zu den Fliegern zurück. „Ich weiss zwar nicht, ob ich wie früher bei den Hornets Bülach 60 Minuten durchspielen kann – aber ich werde alles tun, um der Mannschaft zum Aufstieg zu verhelfen. Schade, dass ich erst ab der zweiten Partie dabei sein kann“ sagt der mehrfache Weltmeister auf Anfrage.

Lok Reinach und Grünenmatt dagegen sollen sich überraschenderweise darauf verständigt haben, keine zusätzlichen Ausländer zu holen. Immerhin will sich Grünenmatt die Option Skalik / Folta (beide Flames) noch offen halten und sich im Falle einer Niederlage im ersten Spiel gegen Lok mit Zalesny (Basel Magic) und Cepek (Dietlikon) „unterhalten“. Man darf gespannt sein.

Man kann von dieser neuen Regel halten, was man will – für Spektakel wird heute jedenfalls in allen Playoff-Hallen gesorgt sein. Freuen wir uns auf die Playoffs!

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Tabellen

1.UHC Thun+9756.000
2.Kloten-Dietlikon Jets+4349.000
3.Floorball Fribourg+2946.000
4.Pfannenstiel Egg+138.000
5.Ticino Unihockey+1235.000
6.UHC Grünenmatt+133.000
7.Unihockey Langenthal Aarwangen-1133.000
8.Ad Astra Obwalden-229.000
9.I. M. Davos-Klosters-4323.000
10.Regazzi Verbano UH Gordola-5619.000
11.UHC Lok Reinach-2418.000
12.Unihockey Limmattal-4717.000
1.Floorball Uri+5946.000
2.Aergera Giffers+836.000
3.Nesslau Sharks+1533.000
4.Chilis Rümlang-Regensdorf+1333.000
5.UH Appenzell+1230.000
6.UH Lejon Zäziwil+323.000
7.Unihockey Basel Regio-2222.000
8.UHC Bremgarten-3820.000
9.Visper Lions-2217.000
10.Red Lions Frauenfeld-2810.000

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