02.
11.
2007
NLA Männer | Autor: Schweizerischer Unihockeyverband

Niederlage trotz guter Leistung

An der Euro Floorball Tour in Ostrava (CZE) verlor die Schweiz gegen Schweden mit 2:5. Die beiden Schweizer Tore schoss Christoph Hofbauer.
Niederlage trotz guter Leistung
Das Nationaltrikot mit viel Stolz zu tragen und scheinbar übermächtige Gegner versuchen mit den eigenen Waffen zu schlagen. Das waren die Tipps, die der ehemalige Tschechische Eishockey-Nationalspieler und x-fache NHL-Spieler Patrik Stefan der Schweizer Nationalmannschaft in einem Referat am Mittwochabend mit auf ihren Trip nach Tschechien mitgab.

Nun die Eidgenossen schienen die Message verstanden zu haben. So gehörten die ersten 10 Minuten der Partie klar ihnen. Mit einfachem Passspiel und viel Geduld konnten sie in dieser Phase deutlich mehr Ballbesitz verzeichnen. Die Schweden ihrerseits konnten mit ihrem ersten Schuss, welcher auf das von Nati-Debütant Philipp Gerber gehütete Tor kam, gleich in Führung gehen. Nach einer herrlichen Ballstafette blieb der Schweizer Hüter ohne Abwehrchance. Nur zwei Minuten später konnte Svensson auf 2:0 erhöhen. Erneut gelang es der Schweizer Defense nicht den Querpass durch den Slot zu verhindern. So ging es mit 2:0 in die erste Drittelspause.

Auch im zweiten Abschnitt änderte sich das Bild kaum. Das vom Trainergespann Düggeli/Berliat hervorragend eingestellte Schweizer Team bewies weiterhin viel Geduld und liess den Ball ruhig in den eigenen Reihen zirkulieren. Richtig gefährlich wurden die Schweden nur in Ueberzahl. Powerplaymöglichkeiten gab es aufgrund der relativ kleinlichen Regelauslegung der Tschechischen Unparteiischen im Mitteldrittel aber gleich deren Drei. In der 38. Minute konnte Nilsson den dritten Ausschluss schliesslich ausnützen und seine Farben mit 3 Längen in Führung schiessen.

Im letzten Abschnitt gelangen den Schweden noch zwei weitere Treffer, bevor sich die Schweizer nochmals aufbäumen konnten. Christoph Hofbauer war es vorbehalten, die beiden letzten Treffer der Partie zu erzielen.

Die Schweizer konnten die Partie über weite Strecken ausgeglichen gestalten und hatten dank ihrer geduldigen Spielweise sogar mehr Ballbesitz - wenn auch selten in der gefährlichen Zone. Den Hauptunterschied machte einmal mehr die Effizienz aus. Schweden benötigte deutlich weniger Chancen um die Tore zu erzielen. Dies gilt es für die Schweizer Equipe in der morgigen Partie gegen Tschechien noch zu verbessern. Ansonsten kann auf der heutigen Leistung sicherlich aufgebaut werden.


Schweden - Schweiz 5:2 (2:0;1:0; 2:2)
Small CEZ Arena, Ostrava. - 450 Zuschauer. - SR Cerny/Janousek (CZE)
Tore: 7. Dellborn (Nilsson) 1:0. 11. Svensson (Samuelsson) 2:0. 38. Nilsson (Qvist/ Ausschluss Zürcher) 3:0. 46. Djurling (Calebsson/Ausschluss Christoph Hofbauer) 4:0. 57. (56.06) Nilsson (Svensson) 5:0. 57. (56.19) Christoph Hofbauer (Matthias Hofbauer) 5:1. 60. Christoph Hofbauer (Matthias Hofbauer) 5:2.
Strafen: 1-mal 2 Minuten gegen Schweden. 5-mal 2 Minuten gegen Schweiz.
Schweden: Sjögren; Dalbjer, Thorsell, Eskelinen, Wallgren, Dahlgren, Canerstam, Samuelsson, Qvist, Calebsson, Nilsson, Dahl, Edlund, Svensson, Delborn, Fischerström, Emanuelsson, Djurling, Carlbom, Karlsson
Schweiz: Philipp Gerber; Bill, Dysli; Jungo, Bichsel; Markus Gerber, Riederer; Zürcher, Matthias Hofbauer, Christoph Hofbauer; Scalvinoni, Zimmermann, Krähenbühl; Brunner, Stucki, Antener; Weber, Rüegsegger, Cadisch.
Bemerkungen: Schweiz ohne Tönz (nicht eingesetzt), Wanner (überzählig); 21. Pfostenschuss Eskelinen. - 60. Gerber hält Penalty von Dahlgren. - Best Player: Nilsson (Schweden), Dysli (Schweiz)

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