03.
12.
2004
NLA Männer | Autor: Keller Damian

NL-Präsidenten-Konferenz in Olten

Ein personelles Erdbeben kündigt sich an. Die NL-Präsidentenkonferenz in Olten gipfelte nach einer langen, mehrheitlich informativen Phase ohne gewichtige Entscheide in einer wahren Rücktrittsankündigungs-Orgie.

Der Reihe nach. Sportradio.ch durfte von einer – abgesehen von technischen Problemen – erfreulichen ersten Phase der Zusammenarbeit mit dem Verband berichten. Insgesamt fast 36'000 Franken bezahlen Swiss Unihockey und die Nationalligavereine dafür, dass jeweils zwei Spiele pro Wochenende live im Internet zu hören sind. Sportradio.ch spricht von durchschnittlich 4'500 Hörerinnen und Hörern pro Spiel (inkl. der Zusammenfassungen). Gemäss NL-Präsident Ruedi Zesiger muss es das Ziel sein, diese Spiele künftig von Sponsoren bezahlen zu lassen, nicht aus der Verbandskasse.

Allstar-Games unter neuem Namen
Nach einem Jahr Pause beschlossen die PräsidentInnen, dass 2005 wieder ein Allstar-Game stattfinden wird. Unter einem neuen Namen und einem veränderten Konzept (ohne Skills, Ausländer gegen Schweizer statt Ost gegen West), wiederum in der Saalsporthalle und wohl organisiert von GC – auch wenn künftig weder der Ort noch der Veranstalter in Stein gemeisselt seien, wie Jörg Beer verkündete.

Martis Schelte an die Vereine
Presse-Chef Giovanni Marti richtete dann harsche Worte an die Vereinsführungen. Seiner Einladung zu einem Medienworkshop – alle 32 NL-Vereine waren eingeladen – waren weniger als 10 Personen gefolgt. Der Workshop war deshalb abgesagt und die Unterlagen mit Bitte um Feedback verschickt worden – nur drei Antworten hat er erhalten. „Ihr könnt euch das Geld auch sparen, und ich kann in meinen alten Status zurück, wenn meine Hilfe nicht gewünscht wird“ sagte der seit drei Monaten in einem Teilzeitpensum angestellte Marti. Und über seine „Reisli“ wolle er schon gar nichts hören, das sei sein Job.
Die Vereinsvertreter nahmen die Kritik stoisch zur Kenntnis und meinten, man hätte den Workshop beim ersten Mal auch mit einer kleinen Teilnehmerzahl durchführen können. Für die motivierten Leute, die sich angemeldet hatten, sei die kurzfristige Absage eine Enttäuschung gewesen.

Personelle Umstürze im NLK...
Präsident Ruedi Zesiger, Willi Huwiler, Fabian Trees, Beat Anderegg, Jörg Beer – sie alle werden im nächsten Sommer das NLK verlassen, meistens aus beruflichen Gründen wie es hiess. Romano Fischer ist bereits zurückgetreten. Einzig Annetta Steiner verbleibt im Amt – im nächsten halben Jahr wird man sich also massivst nach personellem Ersatz für die Führung der Nationalliga umsehen müssen.

... und im Zentralvorstand?
In einem Kurzreferat von Renato Orlando ging es zunächst um Zahlen. Vier Millionen betrage das Budget des Verbandes mittlerweile. Der Sitz des IFF werde von Schweden nach Helsinki verlegt – weil die Finnische Hauptstadt jährlich 80'000 Euro zur Verfügung stellt (was Lausanne nicht tat). Und der technische Bereich bei Swiss Unihockey werde reorganisiert – die Einstellung eines Sportdirektors mit einem 60-80% Pensum werde diskutiert.
Inmitten der Ausführungen schlich sich der Satz ein: „Ich werde nicht mehr lange hier sein“. Das bezog sich nicht auf die Sitzung, sondern wohl vielmehr auf seine Tätigkeit als Verbandspräsident. Mitte Dezember tagt der Zentralvorstand das nächste Mal. Es würde nun niemanden überraschen, wenn anschliessend der Rücktritt von Orlando auf den nächsten Sommer bekannt gegeben würde. Ebenso wenig würde es überraschen, wenn der neue Sportdirektor Thomas Gilardi heissen würde. Das bedeutet wohl, dass neben sechs NLK-Mitgliedern auch zwei neue Zentralvorstandsmitglieder gesucht werden müssen. Die Führungsetage im Verband wird nach den drei grossen internationalen Anlässen (Damen- und Herren-WM, Europacup) völlig umgekrempelt.

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Tabellen

1.UHC Thun+9756.000
2.Kloten-Dietlikon Jets+4349.000
3.Floorball Fribourg+2946.000
4.Pfannenstiel Egg+138.000
5.Ticino Unihockey+1235.000
6.UHC Grünenmatt+133.000
7.Unihockey Langenthal Aarwangen-1133.000
8.Ad Astra Obwalden-229.000
9.I. M. Davos-Klosters-4323.000
10.Regazzi Verbano UH Gordola-5619.000
11.UHC Lok Reinach-2418.000
12.Unihockey Limmattal-4717.000
1.Floorball Uri+5946.000
2.Aergera Giffers+836.000
3.Nesslau Sharks+1533.000
4.Chilis Rümlang-Regensdorf+1333.000
5.UH Appenzell+1230.000
6.UH Lejon Zäziwil+323.000
7.Unihockey Basel Regio-2222.000
8.UHC Bremgarten-3820.000
9.Visper Lions-2217.000
10.Red Lions Frauenfeld-2810.000

Quicklinks