21.
08.
2006
NLA Männer | Autor: Voneschen Reto

Nur Pixbo stoppt die Espoon Oilers am Czech-Open

Als beste Schweizer Mannschaft belegte Wiler-Ersigen den dritten Rang am Czech-Open 2006. Im Halbfinale verloren sie 4:7 gegen den finnischen Meister Espoon Oilers. Schweizermeister Alligator Malans flog im Viertelfinale, die Zürcher Grasshoppers im Achtelfinale raus.

Bereits zum 19. Mal wurde in Prag das Czech-Open ausgetragen. Vor allem das Teilnehmerfeld der Hauptkategorie der Männer (Landesmeister aus Finnland, Schweiz und Tschechien, sowie ein Finalist aus Schweden) versprach einiges. Schweizermeister Malans musste ohne seine beiden finnischen Söldner Esa Jussila und Tatu Väänänen auskommen und kam im Turnier nur langsam in die Gänge. Im Viertelfinale gegen den finnischen Titelhalter Espoon Oilers lagen die Alligatoren lange Zeit in Führung, mussten aber 36 Sekunden vor Spielende in Unterzahl das 4:5 hinnehmen. „Eine bittere Niederlage, aber die gute Leistung lässt im Hinblick auf den Europacup hoffen“, sagte Trainer Stefan Pettersson kurz nach der Partie. Wiler-Ersigen durfte sich im Halbfinale dann an den Oilers versuchen, zuvor wurde der Vizemeister in den Gruppen- und Finalspielen selten gefordert. Der tschechische Rekordmeister Tatran Stresovice wurde im Viertelfinale 4:1 bezwungen. Die Finnen zeigten sich aber deutlicher wacher als am Morgen und lagen nach zwei Dritteln bereits 6:1 in Führung. Die dezimierte Berner Verteidigung – nur zwei „Nicht-Angeschlagene“ - kam gegen Hintikka, Tiitu, Bollström und Co. einige Male bös ins Schwimmen. Die Aufholjagd im Schlussdrittel bis zum 6:4 kam dann zu spät, den letzten Treffer bekam der SVWE ins leere Tor. Einen überzeugenden Einstand gab der finnische Neuzug Vesa Punkari, der die hohen Erwartungen vollumfänglich erfüllte.

Das stark verjüngte Team der Zürcher Grasshoppers zahlte in den Achtelfinals Lehrgeld gegen die zusammengewürfelte finnische Mannschaft Finnsta IBK. Nach einer 2:1 Führung der Zürcher erhöhte Finnsta das Tempo und drehte das Spiel kurzerhand. Schlussendlich mussten die Hoppers mit einer 2:9 Niederlage vom Feld. Für die Finnen ihrerseits war das Turnier im Halbfinale zu Ende. Gegen den ewigen Rivalen Pixbo Wallenstam verlor das Team rund um Esa Jussila mit 3:6. Churs Neuerwerbung Kari Koskelainen verschoss kurz vor Schluss einen Penalty, die letzten beiden Treffer gingen ins verlassene finnische Tor. Das Finale ähnelte dem WM-Endspiel im Mai, wieder gingen die Finnen 2:0 in Führung. Pixbo kam aber zurück und gewann nach einem dramatischen Spiel 6:5. Oilers-Torhüter Pekka Nieminen nahm die Niederlage mit Humor: „Kein Wunder. Sie sind die Schweden und wir die Finnen. Wir verlieren immer.“ Mit Pixbo gewann zum fünften Mal in Serie eine schwedische Mannschaft das Turnier in Prag. Daniel Johansson (Pixbo) wurde als bester Spieler ausgezeichnet, Topskorer war Jaako Hintikka (4 Tore/ 7 Assists) vor Matthias Hofbauer (4/6).

Im Frauen Turnier zog das neuformierte Zug United (ex-Zuger Highlands) verlustpunktlos ins Finale ein. Dort war für die Frauen von Trainer Patrick Müller aber Endstation. Das ebenfalls aus einer Fusion entstandene Team Triggers Praha gewann gegen die Zugerinnen mit 6:3. Als kleiner Trost wurde Marion Rittmeyer als beste Spielerin ausgezeichnet. Priska von Rickenbach wurde mit drei Toren und vier Assistst Dritte in der Skorerwertung. Bei den unterklassigen Herren-Teams kamen als beste Schweizer Mannschaft die Red Lions Frauenfeld (2. Liga) bis ins 1/8 Finale. Total nahmen 213 Teams am Czech-Open teil, darunter 22 Equipen aus der Schweiz.

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Tabellen

1.UHC Thun+9756.000
2.Kloten-Dietlikon Jets+4349.000
3.Floorball Fribourg+2946.000
4.Pfannenstiel Egg+138.000
5.Ticino Unihockey+1235.000
6.UHC Grünenmatt+133.000
7.Unihockey Langenthal Aarwangen-1133.000
8.Ad Astra Obwalden-229.000
9.I. M. Davos-Klosters-4323.000
10.Regazzi Verbano UH Gordola-5619.000
11.UHC Lok Reinach-2418.000
12.Unihockey Limmattal-4717.000
1.Floorball Uri+5946.000
2.Aergera Giffers+836.000
3.Nesslau Sharks+1533.000
4.Chilis Rümlang-Regensdorf+1333.000
5.UH Appenzell+1230.000
6.UH Lejon Zäziwil+323.000
7.Unihockey Basel Regio-2222.000
8.UHC Bremgarten-3820.000
9.Visper Lions-2217.000
10.Red Lions Frauenfeld-2810.000

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