12.
2006
Präsidentenkonferenz: Entscheid pro Nati
Die PräsidentInnen der Nationalliga-Vereine diskutieren in Olten die Spielpläne der nächsten Saisons. Nati-Trainer Peter Düggeli gewann dank eines engagierten Votums eine Woche für sein Team. In diesem Jahr hatte die Nati erstmals vor der WM einen WK in Magglingen bestreiten können – mit dem terminlichen Nachteil, dass die Nati-Spieler von Malans und Wiler schon einen Tag nach der fünften Final-Partie einzurücken hatten. „Wir mussten sie nach der militärischen Besammlung erst mal wieder für zwei Tage entlassen, damit sie etwas runterkommen konnten. Die erste WK-Woche war so schon fast verloren“ beschrieb Düggeli die schwierigen Umstände. 2008 kommt erschwerend hinzu, dass die WM in Tschechien eine Woche früher als gewohnt stattfinden wird. Düggeli plädierte daher auf einen Meisterschaftsschluss bereits am 13. April 2008, eine Woche früher als gewohnt – was aber weniger Zeit für die Playoff-Finalserie bedeutet. Die PräsidentInnen stimmten dem Ansinnen Düggelis zu und bekannten sich somit klar zur Nationalmannschaft. Immerhin kann 2008 auch der Cupfinal um eine Woche vorverlegt werden, damit dieser nicht in die Playoff-Phase fällt. Und am Star Game Wochenende soll weiterhin keine Meisterschaftsrunde ausgetragen werden.
Sonntagabendspiele bleiben
Um ein weiteres Jahr verschoben wurde eine Änderung der Anspielzeiten. Weiterhin
sind somit Anspielzeiten am Sonntagabend 20.00 Uhr möglich, was die bekannten
Probleme mit den Medien und teilweise sehr spät heimkehrenden Gastmannschaften
mit sich bringt. Der Vorschlag, dass die Gastmannschaft gegen Anspielzeiten
Einspruch erheben kann, wenn sie nicht vor Mitternacht zu Hause ist, wurde als
„Gummiartikel“ bezeichnet und abgelehnt. Einmal mehr war das Hauptargument für
Anspielzeiten zuvor stattfindende Juniorenrunden. Bei allem Verständnis für
knappe Hallenkapazitäten – es ist zu hoffen, dass die Anspielzeiten von
Nationalliga-Teams bald absolute Priorität geniessen und den Ansprüchen der Liga
gerecht werden.
Gurmels sucht Respekt und Spielerinnen
Zum Schluss der Versammlung meldete sich Gurmels-Präsidentin Beatrice Aebischer zu
Wort. Nachdem sie für mehr Respekt gegenüber dem punktelosen Schlusslicht der
NLA geworben hatte, gab sie bekannt, dass am 16. Dezember eine ausserordentliche
Generalversammlung stattfinden werde, an der diskutiert wird, ob und wenn ja wie
es mit dem Verein weitergehe. Gleichzeit rief sie ihre Amtskolleginnen
angesichts der dünnen Spielerinnendecke bei Gurmels auf, Ersatzspielerinnen zu
einem Transfer zu Gurmels zu bewegen. „Unserem Sport würde ein grosser
Image-Schaden entstehen, wenn wir unser Team zurückziehen müssten“ ist
Aebischers Meinung.