03.
2010
Quist und Schmocker zu Wiler-Ersigen
Die Verpflichtung von Quist kann als wahrer Transfercoup bezeichnet werden. Der Captain vom schwedischen Traditionsverein Pixbo gehört seit Jahren zu den Leistungsträgern beim zweifachen schwedischen Meister, wurde dazu dreimal Weltmeister und dreimal ins WM-Allstar-Team gewählt. 2004 gewann er mit Pixbo zudem den Europacup der Meister. Quist geniesst in Schweden den gleichen Stellenwert wie in Finnland Ex-SVWE-Verteidigerstar Vesa Punkari. Ähnlich wie Punkari könnte Quist dank seiner Technik und Übersicht auch als Center eingesetzt werden, was dem Meister zusätzliche Optionen eröffnet. Der Abgang von Abwehrchef Wallgren steht bereits fest, die gesundheitliche Situation von Olle Thorsell ist unsicher, zudem liebäugelt Roger Gerber mit einem Auslandjahr und wird Mäkipää nach Finnland zurückkehren," ortete SVWE-Sportchef Marcel Siegenthaler Handlungsbedarf. Der wichtigste Schritt sei mit den Verpflichtungen von Quist und Schmocker getan.
Quist betrachtet den Wechsel zu Wiler-Ersigen als einen neuen „Karriere-Kick", will er doch die Herausforderung annehmen, in einem Spitzenklub als Neuzugang ähnlich viel Verantwortung zu übernehmen wie bei seinem Stammverein. Zudem möchte er endlich wieder die Chance haben, Titel zu holen, was er bei Pixbo derzeit nicht für gegeben hält. Der Traditionsverein aus Göteborg verpasste in dieser Saison gar die Qualifikation für die Playoffs. Trotz angekündigtem Grosseinkauf (begonnen mit der Verpflichtung von Naticenter Daniel Calebsson) liess sich Quist nicht von einem Wechsel abhalten. Quist unterschrieb beim SVWE für ein Jahr mit einer Option auf ein weiteres Jahr.
Schmocker sucht den Konkurrenzkampf
Gleich für drei Jahre unterschrieb Kaspar Schmocker beim SVWE. Der 22jährige Nativerteidiger spielte in den letzten vier Jahren im SML-Team von Floorball Köniz und bestritt bislang neun Länderspiele. Mit 18 Toren war der gebürtige Wimmiser (er startete seine Unihockey-Laufbahn bei Höfen) erfolgreichster Torschütze der Berner Vorörtler in der aktuellen Saison und mit 27 Punkten hinter Calebsson der zweitbeste Skorer. „Schmockers Potential ist enorm", zeigt sich SVWE-Sportchef Siegenthaler hoch erfreut über den Transfer. „Trotz seinen jungen Jahren ist er bereits zu einem Leader gereift." Schmocker sieht die Herausforderung im Wechsel vor allem „ darin, dass ich mich im Konkurrenzkampf des starken Wiler Kaders individuell noch weiter entwickeln kann. Ich brauche diesen Druck, immer mein Bestes geben zu müssen." Und natürlich reizt es den Sportstudenten auch, „um den Meistertitel mitspielen zu können."